ReviewArschbombe

Band
SHRIKE 
Kategorie
Arschbombe 
Heft
RH #328 
Titel
Sieben 
Erscheinungsjahr
2014 
Note
3.0 

Zeitgräber/TWS (30:07)
SHRIKE nerven schon seit sieben Jahren mit ihrem pseudointellektuellen, irgendwie schwarzmetallischen Krach, der auf gewollt räudigem Poltern und wenigen guten Einfällen fußt. Letztere werden unbeholfen umgesetzt, nämlich mit miesem Schlagzeugspiel, Nichtmelodien und unflexiblem Brummeln. Heraus kommt furchtbar Schiefes wie ´Grimassen´ oder ´Von den Farben der Sehnsucht´, eine Hörspiel-Realsatire mit „experimentellen“ Klängen, die wohl den eigenen Anspruch, etwas zwischen Nocte Obducta (ha) und Pink Floyd (haha) zu sein, rechtfertigen sollen. Die Booklet-Aufforderung, „den Underground zu supporten“, sagt alles: Bitte mögt uns, denn wenn wir schon untalentiert sind, wollen wir wenigstens dazugehören. Früher tingelte so was eine Weile durch Jugendclubs und löste sich dann auf, heute wird es auf breiter Ebene vertrieben, weil niemand den Mund aufmacht und „Bullshit!“ ruft.


Andreas Schiffmann 3.0

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