ReviewAlbum des Monats

Band
LIFE AFTER DEATH 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #110 
Titel
Life After Death 
Erscheinungsjahr
1996 
Note
9.0 

Bums - das ist es. Das vielleicht beste Debütalbum dieses Jahres. LIFE AFTER DEATH aus Los Angeles haben es nur kurz nach ihrer Bandgründung geschafft, ein absolutes Metal-Masterpiece vorzulegen. Wer erinnert sich nicht noch immer mit Schrecken an den endgültigen (?) Armored Saint-Split? Nun, einen positiven Nebeneffekt hat der finale Crash der gepanzerten Heiligen doch noch gehabt, denn kurz nach der Auflösung der Band begann Drummer Gonzo zusammen mit einigen Freunden, LIFE AFTER DEATH ins Leben zu rufen und bereits wenig später zwei Demos aufzunehmen. Die Tapes wurden auf diese CD gepackt, und das Endresultat ist schier unglaublich. Wer auf niveauvollen Rock/Metal mit unüberhörbaren Lizzy-Einflüssen steht, kommt an diesem Album jedenfalls nicht vorbei. Ein brillanter Sänger (Jack Emrick), eine gnadenlose Rhythmusmaschine (Gonzo und Ray Burke), sowie zwei Gitarristen (Terry Williams und Giovanni Santos), die scheinbar mühelos das Lizzy-Erbe der Twin-Guitar angetreten haben, sorgen für ein Aha-Erlebnis der ganz besonderen Art. Neben neun Eigenkompositionen, die das ganze Spektrum von getragenen Midtemponummern bis zu Powermetalhymnen der Güteklasse Eins A abdecken, hat man noch zwei Covertunes ('Don't Believe A Word' - Thin Lizzy, 'Sunshine Of Your Love'- Cream) im Gepäck, die sich perfekt in das Songmaterial integrieren. Hier sind fünf technisch perfekte Vollblutmusiker am Werk, die bei aller notwendigen Härte niemals eingängige Melodylines und das nötige Feeling vernachlässigen. Auch wenn mir persönlich schwerfällt, dies zuzugeben: John Sykes wäre froh, wenn sein letztes Album auch nur annährend die Klasse von "Life After Death" erreichen würde. Killer!


Thomas Kupfer 9.0

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