RH #346Interview

EXUMER

Thrash mit dem Sozialarbeiter

Exumer

Das 2012 nach 25-jähriger Albumpause veröffentlichte EXUMER-Comeback „Fire & Damnation“ war ein echtes Thrash-Highlight. Und auch das neue Prachtwerk „The Raging Tides“ pinkelt sämtlichen Big-Four/Teutonic-Four/Wer-auch-immer-Four-Zusammenrottungen so massiv ans Bein, dass es eine wahre Wonne ist.

EXUMER verpassen ihrem „groben Thrash Metal“ (Wikipedia) durch prägnante Riffs, straighte Soli und die rhythmischen Gesangslinien von Frontmann Mem V. Stein eine immense Catchiness. Kaum eine Highspeed-Metal-Band beherrscht so souverän die Kunst, konsequent eingängig, fast schon simpel, aber seltsamerweise nicht ausgelutscht zu klingen.

»Die Riffs schreibt bei uns Ray (Mensh, g. - jj)«, reicht der 48-jährige Mem das Kompliment weiter. »Er spielt sehr eigenwillig, für andere kaum nachvollziehbar und durchaus vertrackt. Es klingt also lediglich simpel. Es ist definitiv einfacher, absichtlich kompliziert zu komponieren und 300 Riffs in einen Song zu packen, als nur drei zu nehmen. Wir wollen so funktionieren wie AC/DC. Ich gestalte auch die Refrains herausstechend. Ich bin kein Fan davon, einfach nur ein Wort zu wiederholen und das dann Chorus zu nennen.«

Trotz eurer deutschen Herkunft klingt ihr seit jeher anders als die hiesige Kollegenschaft.

»Wir haben uns schon immer von nordamerikanischen Bands beeinflusst gefühlt. Klar, Slayer und Exodus haben die anderen deutschen Gruppen in den Achtzigern auch gehört, aber wir haben Wert darauf gelegt, eben nicht wie Sodom oder Kreator zu tönen...

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