RH #285Interview

POSTMORTEM

Pasta mit Fleischbällchen

Berlins Todes-Metall-Meister POSTMORTEM jonglieren auf „Seeds Of Devastation“ wieder erstsahnig mit Eingängigkeit, Anspruch und schierer Brutalität. Riffmeister Marcus Marth hört das Lob gern.

»Bei den guten Kritiken wird einem fast angst und bange vor dem Komponieren der nächsten Platte«, freut sich der Gitarrist, der das Rock Hard aus der heimischen Badewanne anruft und das Interview mit gelegentlichen Planschgeräuschen flankiert. »Schließlich müssen wir „Seeds Of Devastation“ irgendwann in der Zukunft mal toppen. Andererseits mache ich mir da keinen Kopf. Wir proben zum Beispiel ganz selten. Wir treffen uns lieber auf ein Bier. Das reicht dann. Man kann sich auch totproben. Schließlich wollen wir Spaß haben.«

Und zum Spaßhaben gehört, dass POSTMORTEM eher wie die Kumpels von nebenan rüberkommen, als einen auf böseböse zu machen.

»Bei unseren Hackfressen wäre es zwar nicht schlecht, wenn wir uns anmalen würden, aber das lassen wir trotzdem lieber mal. Wir brauchen kein Image. Die Musik spielt die erste Geige. Es gibt zu viele Gruppen, die vor allem auf Äußerlichkeiten achten. Manche Black-Metal-Band erinnert an einen ausgekippten Nudelhaufen und hört sich auch entsprechend an. Wir latschen in Jeans und T-Shirt auf die Bühne - und fertig. Da brauchen wir keine Rüstung oder so. Obwohl: Da sollten wir vielleicht mal drüber nachdenken (lacht).«

Musikalisch setzen POSTMORTEM auf grandios eingängige Kompositionen, die Deathcore-Epileptiker zwar umgehend im Stehen einschlafen...

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