RH #224Interview

METAL INQUISITOR

Scream for me, Koblenz!

Fünf Freunde spielen zusammen in einer Band, proben ihre Songs gemeinsam, bevor sie dann zu fünft ins Studio gehen, um dort auf echten Verstärkern ohne doppelten Boden ein authentisches Metal-Album aufzunehmen. Gibt´s nicht? Ein Märchen aus längst vergangenen Tagen? Fuck you! METAL INQUISITOR beweisen das Gegenteil.

Während sich andere „Bands“ nicht mal mehr zu Rehearsals treffen, um ihren Songs vor den Aufnahmen Leben einzuhauchen oder Arrangements zusammen auszufeilen, im Studio dann auf Drumcomputer, unsäglich klingende Pod-Gitarren und simulierte Amps zurückgreifen, um live schließlich - welch Überraschung! - sang- und klanglos abzukacken, gibt es eine kleine, aber feine Combo aus dem Raum Koblenz, die alles noch genauso macht wie ihre Vorbilder in den frühen Achtzigern. Auch Priest, Maiden, Motörhead und Saxon standen mal zusammen in alten, versifften Proberäumen, um so etwas wie ein Bandfeeling zu kreieren, aus dem heraus dann unsterbliche, noch in 50 Jahren dauerrotierende Klassiker wie „British Steel“, „Killers“, „Ace Of Spades“ oder „Wheels Of Steel“ entstehen konnten. Und wenn man nicht gerade zusammen Musik machte, dann soff man Englands Kneipen leer und erschreckte kleine Mädchen (oder im Falle Halford und Pete Gill kleine Jungs). Zugegeben, dies ist eine hoffnungslos romantische Vorstellung, die im Homerecording-Zeitalter der Ein-Mann-Bands bei vielen „Komponisten“ und „Produzenten“ nur ein müdes Lächeln provoziert. Umso schöner ist es aber, wenn dann tatsächlich eine organisch gewachsene Band, die dazu auch noch privat zusammen abhängt, ein Album veröffentlicht, das mal eben ALLE Konkurrenzscheiben des weiß Gott nicht schwachen Jahres 2005 aussticht. Die Rede ist von „Doomsday For The Heretic“, dem zweiten Longplayer von METAL INQUISITOR. ...

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