RH #168Interview

IGNITE

Ist der Weihnachtsmann Kommunist?

Fielen die Kalifornier IGNITE früher vor allem durch ständige Label- und Besetzungswechsel auf, stehen sie dieses Jahr kurz vor dem großflächigen Durchbruch. „A Place Called Home“ ist die definitiv beste melodische Hardcore-Platte der letzten Zeit.

Und auch sonst herrscht Ordnung in der Truppe, die mit Basser Brett Rasmussen nur noch ein Originalmitglied in ihren Reihen hat. Zoli Teglas ist trotz diverser Vorgänger am Mikro inzwischen das Aushängeschild der Band, und mit TVT in den USA und G.U.N. in Europa ist man in der Major-Liga gelandet, nachdem man früher die Indie-Companies im Akkord verschliss. Zoli meldet sich aus Ungarn, wo seine Familie herstammt und wo er einen Teil seiner Kindheit verbrachte. Er ist dort quasi auf Urlaub, streicht das Haus seiner Großmutter, hackt Holz und widmet sich seiner Freundin. Was hält denn Omi Zeglas von IGNITE?

»Ich spiele ihr manchmal die ruhigeren Parts vor. Aber zu einem Konzert lade ich sie lieber nicht ein. Sie hat ja nicht mal Tattoos, haha! Das ist hier eh so ´ne Sache. In Ungarn sind vor allem Knackis und Drogenabhängige tätowiert. Ich laufe daher in langärmligen Shirts rum. Es gibt sonst zuviel Getratsche. Meine Oma hat schon Angst vor den Nachbarn, wenn ich ein Loch in der Socke habe - sogar wenn ich Schuhe trage, haha!«

Neue Socken finanzierte sich die Band in den letzten Jahren vor allem durch Touren, da es an der Veröffentlichungsfront lange ruhig im Karton war, bevor im Herbst 2000 „A Place Called Home“ zunächst in den...

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