IGNEA präsentieren heute mit 'Darkness' die zweite Auskopplung von ihrem kommenden Studio-Langspieler "Monumental".
Mit ihrem Song 'Darkness' legen IGNEA ein Fundament für ihr Album "Monumental", das sich mit dem Konzept der Nostalgie befasst. Das Stück erkundet das Gefühl, Zuflucht in Erinnerungen zu finden, selbst wenn diese inzwischen ihre Risse zeigen. Aus Kyiv stammend haben IGNEA Erfahrung mit solch brüchigen Erinnerungen.
Das Video zu 'Darkness' wurde in der ukrainischen Hauptstadt gedreht. Der Spaziergang durch Kyiv fängt ein weiteres Thema des Albums ein: Er zeigt modernistische Gebäude, die einst eine Zukunft versprachen, die letztlich nie eintraf. Teile des Videos wurden außerdem an der Nationalen Universität für Bauwesen und Architektur gedreht, die symbolisch für die urbane Nostalgie des Albums steht. Schließlich tragen die Säle des Gebäudes den Geist mehrerer Generationen an Studierenden, die dort lernten, eben jene Gebäude zu erschaffen, um die das Video trauert.
Da dieselben Gebäude, die einst die unschuldigen Erinnerungen von IGNEAs Kindheit beherbergten, mittlerweile durch den Krieg in Trümmern liegen, schafft die Bildsprache des Videos eine zweite, bittere Bedeutung der Nostalgie. Es geht nicht nur um Sehnsucht nach der Vergangenheit, sondern um die Trauer um das, was in Echtzeit ausgelöscht wird. Und wie der grausame Zufall es wollte, filmte die Band das Video zu 'Darkness' in buchstäblicher Dunkelheit, nachdem Kyiv in der Nacht vor dem Dreh von einem weiteren großen Raketenangriff getroffen wurde.
"In 'Darkness' geht es darum, wie wir uns in Nostalgie flüchten, wenn die Gegenwart zu schwer wird – und wie bittersüß es ist, zu realisieren, dass man nie wirklich zurückkehren kann. Da alle Mitglieder von IGNEA aus Kyiv sind, wollten wir eine nostalgische Ode an unsere Stadt erschaffen, indem wir durch ihre Erinnerungen spazieren – entlang derselben modernistischen Gebäude, die einst eine Zukunft versprachen, der U-Bahn-Stationen, derselben Straßen in denen sich unsere Kindheit abspielte, erste Küsse, Menschen, die wir verloren haben.
Der Krieg fügt dem Ganzen eine weitere Ebene dunkler Nostalgie hinzu, da wir den Gebäuden in Echtzeit beim Brennen zusehen. Er hat sogar unsere beiden Videodrehtage beeinflusst. Der erste Tag folgte auf einen der schlimmsten Raketenangriffe auf Kyiv in der Nacht zuvor – wir hatten nicht geschlafen und liefen rein auf Adrenalin. Die Stadt brannte noch, als wir zum Set gefahren sind. Am zweiten Tag haben wir gedreht, während dauernd Sirenen und Drohnen losgingen.
Wir leben in Dunkelheit und sehnen uns nach friedlichen Zeiten ohne Probleme. Können wir je zurückkehren?"
Am 23. Oktober 2026 veröffentlicht die ukrainische Modern-Metal-Band ihr neues Album "Monumental" über Napalm Records. "Monumental" ist IGNEAs zweites Werk, das während des Krieges in ihrem Heimatland entstand. Die Aufnahmen fanden hauptsächlich im Winter 2025/26 statt. Inmitten von eisigen Temperaturen und Stromausfällen in Kyiv. Hier könnt ihr das Album vorbestellen.
"Im 17. Jahrhundert galt Nostalgie als tödliche Krankheit. In gewisser Weise ist sie das bis heute. Sie ist ein universelles Gefühl, das uns alle begleitet und uns in eine Vergangenheit zurückzieht, die rückblickend oft sanfter erscheint, als sie tatsächlich war. Besonders in den schwierigen Momenten der Gegenwart. Ein großer Teil dieses Albums fand Inspiration in der modernistischen Architektur. In monumentalen Betonbauten, die einst als Symbole des Fortschritts und einer besseren Zukunft errichtet wurden und heute langsam dem Verfall preisgegeben sind. Sie wirken wie Zeitkapseln. Denkmäler nicht erfüllter Hoffnungen und Visionen. Orte, an denen die einst erträumte Zukunft nie Wirklichkeit wurde, deren Echo jedoch noch immer durch die Ruinen und leuchtenden Mosaike nachhallt."
Helle Bohdanova – Gesang
Yevhenii Zhytniuk – Keys
Dmytro Vinnichenko – Gitarre
Oleksandr Kamyshyn – Bass
Vorhang auf für IGNEA und 'Darkness'!
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