21.06.2020, 16:06

DEEP PURPLE - „Whoosh!“ - Vorhang auf für Deep Purple!

„Whoosh!“ Alles ist vergänglich. Manchmal neigt man ja zu Überinterpretationen. Aber vielleicht ist der lautmalerische Albumtitel des 21. Studioalbums von DEEP PURPLE tatsächlich auch eine Art von selbstironischer Referenz. Britischer Humor eben. DEEP PURPLEs erstes Album stammt immerhin aus dem Jahre 1968. Auch Vergänglichkeit scheint also relativ zu sein. Freilich ist mit Schlagzeuger Ian Paice mittlerweile nur noch ein Gründungsmitglied übrig.

„Now What?!“, „Infinite“ und jetzt „Whoosh!“. Wenn sich da mal nicht jemand Gedanken über diese Kette von Plattentiteln gemacht hat – die betreffenden Werke weisen dann auch den einen oder anderen gelungenen intertextuellen Bezug auf.

Nicht ganz so lang wie das Debütalbum von DEEP PURPLE liegt die Gründung des Rock Hard zurück. 1983. 37 Jahre und 398 Ausgaben später ist es nun endlich soweit: Die allererste Titelstory über die vielleicht wichtigste Hardrock-Band der Welt ziert unser Cover. Es war auch langsam an der Zeit...

Was allerdings nicht heißen soll, dass die Tage von DEEP PURPLE gezählt sind. Im Interview mit Ian Paice könnte man denken, einen blutjungen Nachwuchskünstler an der Strippe zu haben. Einen Vollblutmusiker, der sich unendlich darüber ärgert, dass äußere Umstände zu einer flächendeckenden Verschiebung der groß angelegten Welttour um ein ganzes Jahr geführt haben. Wie ich DEEP PURPLE kenne, werden sie stattdessen (zusammen mit Produzent Bob Ezrin, ihrem „General“) bereits Pläne für den Nachfolger von „Whoosh!“ schmieden.

Musiker wie Paice sind schon lange nicht mehr darauf angewiesen, neue Alben aufzunehmen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Ihre Motivation? Einzig und allein die Liebe zur Musik. Das merkt man „Whoosh!“ zu jeder Sekunde an. Und auch im Interview strahlt „Paicey“ so viel Motivation und Enthusiasmus aus, dass es schon fast ansteckend wirkt. Dabei hätten DEEP PURPLE allen Grund, mit ihrem aktuellen Schicksal zu hadern. Die neue Platte sollte ursprünglich bereits im Frühjahr erscheinen, die Vermarktungsmaschinerie war schon längst angeworfen, und dann diese monatelange Verschiebung bis in den August... Der Vorteil dieser unfreiwilligen Langzeitvermarktungsstrategie: Im bundesdeutschen Blätterwald verging seitdem nicht ein Monat ohne ausführliche Vorabberichterstattung über die neue Großtat von DEEP PURPLE. Folglich dürfte die Neugier ihrer noch immer ausgesprochen großen Fangemeinde mittlerweile auf dem Kulminationspunkt angekommen sein.

Neben dem ausführlichen Plausch mit Ian Paice beinhaltet unsere Titelgeschichte auch noch ein sehr persönliches Gespräch mit dem sympathischen Gitarrenhexer Steve Morse, eine komprimierte Werkschau aller Alben von DEEP PURPLE, die Tiefenanalyse des unsterblichen Meilensteins „In Rock“ sowie einen Kurzüberblick über wichtige Bucherscheinungen zu den Hardrock-Helden. Wenn das mal keine Vollbedienung ist...

„Whoosh!“ – Vorhang auf für DEEP PURPLE!

Bands:
DEEP PURPLE
Autor:
Matthias Mader

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