Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 19.08.2009

MOTÖRHEAD , IN FLAMES , HEAVEN AND HELL - WACKEN 2009

Auch bei der 20. Auflage bestätigt das Wacken Open Air viele der in den letzten Jahren aufgekommenen Kritikpunkte (u.a. überfülltes Gelände, unfreundliche und ruppige Security), beweist auf der anderen Seite aber erneut, dass es ohne ganz große Namen wie die Vorjahres-Headliner Iron Maiden oder die für dieses Jahr ursprünglich angepeilten Metallica oder AC/DC auskommen kann. Selbst eine offizielle Warnung des Gesundheitsministeriums, wegen der „Schweinegrippe“ auf Umarmungen und Küsse zu verzichten, konnte den meisten den Spaß nicht verderben.

Auch zum Jubiläum des Wacken Open Air ließen sich die Veranstalter wieder einige Neuerungen und Ergänzungen einfallen, um die Besucher nicht nur mit Livemusik mehrere Tage lang bei Laune zu halten. Nachdem der Mittelaltermarkt 2008 anscheinend großen Anklang beim Publikum gefunden hatte, hat man dieses Jahr ein zwei Hektar großes „Die Wackinger“ getauftes Gelände eingerichtet, auf dem man ein Wikingerdorf (mit Schaukämpfen, Gauklerei und Feuerspuckereien), ein Ritterheerlager (mit Schwertkämpfen und einer nachgestellten historischen Schlacht), schottische Highland-Games und ein Live-Rollenspiel begutachten kann. Zudem gibt´s ein „Bullhead City Wrestling“-Zelt, ein „Full Metal Poker“-Zelt mit acht Pokertischen, Schlammcatchen, eine „Movie Night“ mit verschiedenen Filmvorführungen (u.a. „Flight 666“, „Global Metal“, „Metal - A Headbanger´s Journey“), eine Jägermeister-Hochsitz-Bar (22 an einer Bar sitzende Leute können sich per Kran für ein paar Minuten 50 Meter in die Höhe ziehen lassen) sowie verschiedene Stripshows, oder man hat die Möglichkeit, sich neben zwei hübschen Mädels für ein Erinnerungsfoto ablichten zu lassen. Zu Hause gebliebene Fans können einige Shows gegen Bezahlung per Internet-Stream verfolgen, und auf www.wackentube.com dürfen die auf Video festgehaltenen eigenen Peinlichkeiten hochgeladen werden.

Nach dem Vermarktungs-Overkill (u.a. Wacken-Kreditkarte, Postkarten mit Wacken-Gras oder -Schlamm, Wacken-Dildo) folgen nun also der Unterhaltungs-Overkill und zusätzliches Futter für die gesichteten Übertragungswagen und Kamerateams von u.a. Sat1, ZDF, RTL, NDR, N-TV (die während des Festivals mehrmals täglich live berichten) oder WDR.

Eine positive Neuerung stellt hingegen der zusätzliche Eingang zur Party Stage dar, auch wenn sich der Erfolg nicht im erhofften Maße einstellt. Zu viele Leute nutzen nach wie vor den Haupteingang und stellen sich einfach hinter die bereits Anwesenden, anstatt den Platz an den Seiten der Bühnen zu nutzen. So gibt´s mal wieder jede Menge Gedrängel auf dem Weg zur Wet Stage - genauso wie beim Versuch, während eines Auftritts auf der Black Stage von deren linker Seite zur Party Stage zu gelangen, wofür schon mal 20 Minuten Gehweg in Kauf genommen werden müssen. Vielleicht könnte ein hinter dem Haupteingang platziertes Leitsystem mit Absperrgittern die Leute dazu bringen, den Platz insgesamt besser zu nutzen. Noch besser wäre es, die Party Stage abzuschaffen oder zu einer der beiden Hauptbühnen upzugraden, so dass sich im Innenbereich nur noch zwei Bühnen befinden. Von der gesparten Kohle für Gagen, Bühnenkonstruktion und Crew könnte man den Ticketpreis wieder ein wenig senken. Das Festival dürfte auch mit weniger Bands auskommen, und ein sinnvoller genutzter Platz im Innenraum würde für eine deutlich bessere und entspanntere Atmosphäre sorgen. So ist das Gelände mit ca. 77.000 Zuschauern (subjektiv gefühlt) einfach überlastet, und man hofft eigentlich immer, dass es nicht aus irgendeinem Grund zu einer Massenpanik unter den Zuschauern kommt.

Zunächst geht´s am Mittwochabend aber noch halbwegs entspannt los: Auf der Biergartenbühne eröffnen traditionell die W:O:A FIREFIGHTERS mit ihrem Blaskonzert das Festival, bevor an gleicher Stelle THE SMACK BALLZ das Publikum mit Coverversionen einiger Rock- und Metal-Klassiker in Wallung bringen.

Dass sich hinter der ersten Secret-Show des Festivals FREI.WILD aus Tirol verbergen, hatte sich schon einige Tage vorher rumgesprochen und für kontroverse Diskussionen gesorgt (mehr zu den Hintergründen in einer unserer nächsten Ausgaben), was die Band allerdings nicht davon abhält, auf der Wet Stage einen überzeugenden und gefeierten Auftritt hinzulegen, bevor es bei ONKEL TOM traditionell richtig voll und schweißtreibend zur Sache geht.

Donnerstag

Am Donnerstag lässt es sich Veranstalter Thomas Jensen dann nicht nehmen, das Festival mit seiner alten Coverband SKYLINE zu eröffnen, die vor 19 Jahren der eigentliche Auslöser war, das Festival zu gründen. Man wollte der Truppe nämlich eine Auftrittsmöglichkeit besorgen.

Anschließend beweist der immense Zuschauerzuspruch vor der Black Stage, dass SCHANDMAUL zumindest kommerziell gesehen den Mittelalter-Szenegrößen wie In Extremo oder Subway To Sally ganz eng an den Fersen hängen. Die überzeugende Performance der Band wird von einem lauten und klaren Sound unterstützt, der D-A-D auf der Party Stage das Leben schwer macht. Wer nicht gerade einen Platz direkt zwischen Bühne und Mischpult ergattert hat, muss am Rand oder weiter hinten stehend damit leben, dass ständig der Sound von der Hauptbühne oder der P.A. des Videoscreens, der vor dem Eingang zur Party Stage platziert ist, in die Klänge der Party Stage geweht wird, was sich während des gesamten Wochenendes nicht mehr ändern soll. Aber auch insgesamt wird es zu erheblichen qualitativen Soundunterschieden kommen. Von gut und normal laut (u.a. Der W) über krawallig, laut und matschig (z.B. Airbourne) und gerade mal Zimmerlautstärke (In Flames) bis hin zu transparent-druckvoll und verdammt laut (Heaven & Hell) ist alles vertreten.

Zwar kann DER W später keine ganz so große Masse wie Schandmaul vor die Black Stage locken; er legt mit seiner Band aber wie schon auf dem WFF einen soliden Auftritt hin, der auch dem ihm gegenüber kritisch eingestellten Teil des Publikums Respekt abverlangen dürfte.

Zeitgleich entlarvt eine auf die Party Stage geschobene rosa Backline schon von Weitem, wer hinter der zweiten Secret-Show des Festivals steckt. J.B.O. passen natürlich perfekt zu diesem Ballermann-Event und sorgen für entsprechende Stimmung, auch wenn sich die Frage stellt, warum dieser Auftritt unbedingt geheim gehalten werden musste.

Anschließend wundert man sich über die Anwesenheit der durchs Frühstücksfernsehen und Boulevard-TV-Magazine gehypten THE BOSSHOSS. Was die Band auf einem Heavy-Metal-Festival zu suchen hat, scheinen auch die paar tausend Neugierigen vor der Party Stage nicht so genau beantworten zu können und schauen dem Treiben relativ teilnahmslos einfach nur ein bisschen zu.

Der von den meisten Leuten mit der größten Spannung erwartete Auftritt des gesamten Festivals dürfte ohne Frage die Abschiedsshow von RUNNING WILD sein. Doch bevor es losgeht, entert eine Darstellertruppe des Hamburger „Dungeon“ die Bühne und gibt eine sich ewig streckende und gähnend langweilige Piraten-Schauspieleinlage zum Besten. Oder besser gesagt: zum Schlechtesten. Fremdschämfaktor zehn! Nach einer Pause folgt ´Chamber Of Lies´ als Intro, bevor es nach einer weiteren Pause endlich mit ´Port Royal´ losgeht. Für einen Abschied einer solch bedeutenden Band hätte man sich ohne Frage einen schöneren Spannungsbogen gewünscht. Zudem bietet die Bühnenshow absolut nichts Spektakuläres oder Außergewöhnliches. Kein Backdrop, keine Aufbauten sowie ein sehr verhaltener Einsatz von Pyros sind diesem Abschied eher unwürdig. Sich nur auf ein paar Gitarrenboxen-Wände zu verlassen, wird sich im Verlaufe der Show noch als Fehlkalkulation erweisen, weil sich die Aufmerksamkeit so komplett auf die wenig engagiert zu Werke gehenden Musiker richtet. Zumindest hat man mit u.a. ´Tortuga Bay´, ´Purgatory´ und ´Raging Fire´ einige Songs fernab der Standard-Setlist im Programm, die dem einen oder anderen Die-hard-Fan diverse Tränchen in die Augen treiben. Alles in allem will während der gesamten, immer mal wieder durch längere Pausen unterbrochenen Show der Funke aber nicht so richtig aufs Publikum überspringen. Lediglich bei den Klassikern ´Prisoners Of Our Time´, dem um einen Mitsingteil verlängerten ´Branded And Exiled´ und der unvermeidlichen allerletzten Zugabe ´Under Jolly Roger´ kommt ordentlich Stimmung in die Meute, die sich anschließend zwar nicht richtig enttäuscht abwendet, aber zum größten Teil doch auf deutlich Spektakuläreres und Überzeugenderes gehofft hatte. Dennoch keine Frage, dass der nahezu zeitgleiche, solide, aber ohne nennenswerte Höhepunkte dargebotene Auftritt von LACUNA COIL mehr oder weniger untergeht.

Im Vergleich zu einigen ihrer anderen Shows in diesem Jahr (u.a. Sweden Rock, Museumsmeile in Bonn) legen HEAVEN & HELL die Messlatte für den Nachwuchs heute noch mal deutlich nach oben. Ein fetter, klarer und im Laufe der Show immer lauter werdender Sound sowie eine gesangliche Meisterleistung von Ronnie James Dio und ein spielfreudiger Tony Iommi bieten den Klassikern und neuen Songs des Quartetts einen perfekten Rahmen und fegen alle Zweifel an der Headliner-Tauglichkeit der Band für solch ein großes Festival im Nu hinweg. Ein sehr überzeugender Abschluss des Tages und eine der besten Shows der Band in diesem Jahr! (ah)

Freitag

Feuer, Donner und Krieg - als VREID zum Black´n´Roll bitten, setzt gerade eine Völkerwanderung von den unzähligen Festival-Campingplätzen in Richtung der Bühnen ein. Ist es beim ersten Song des Sets - ´Jarnbyrd´ vom „I Krig“-Album - noch recht übersichtlich vor der Black Stage, toben beim Folgestück ´Disciplined´ einige tausend Fans mehr. Inhaltlich kämpft der Vierer gegen deutsche Eindringlinge, und dabei wird so manches deutsche Kriegsschiff im Oslofjord versenkt. Vreid zählen zweifelsohne zu den besten Songwritern der norwegischen Schwarzmetall-Gegenwart, denn jede Nummer schüttelt dich ordentlich durch und hat Ohrwurmqualitäten. Was die Bühnenpräsenz des Quartetts betrifft, muss man jedoch gravierende Abstriche machen, denn die Jungs bleiben etwas blass und statisch.

NAPALM DEATH sind da aus ganz anderem Holz geschnitzt und explodieren förmlich auf der Bühne. Aber der Matschklang... Schade, dass die Bands der Party Stage an diesem Wochenende generell mit dem miesesten Sound bestraft werden.

UFO klingen hingegen glasklar, begeistern die Ü-40-Fraktion mit ehrwürdigen Klassikern, bleiben aber - wie beim Rock Hard Festival - ´Doctor Doctor´ schuldig. Muss man nicht verstehen...

ENDSTILLE haben sich wenige Tage vor ihrem Wacken-Auftritt von Frontmann Iblis getrennt (schmutzige Wäsche soll an dieser Stelle außen vor bleiben), können aber auf die Hilfe eines Freundes bauen: Mannevond von Norwegens Schwarzmetall-Kommando Koldbrann packte seine Spikes, Nägel, Schminke und Tierschädel ein, übte mit den Kieler Sprotten ein paar Stunden lang - und legt einen bärenstarken Auftritt hin. Was wie eine unmögliche Herausforderung klingt, gestaltet sich als logisch, denn Endstille und Koldbrann sind dicke Kumpelbands und haben schon so manches Konzert gemeinsam bestritten. Die Norddeutschen beschränken sich - zu meinem ausdrücklichen Gefallen - überwiegend auf ihre ultra-fiesen Midtempo-Nummern, denn genau da liegen ihre Stärken. Der Norweger brüllkreischt coole Texte ins Rund, deren Bedeutung ihm vermutlich ein Rätsel ist, und die Meute tobt. Mitten im wogenden Fan-Meer ackert ein riesiger Circle-Pit, als ob da eine Band vom Kaliber Hatebreed eine Wall Of Death inszeniert. ´Frühlingserwachen´ und ´Monotonus´ sind heute meine Favoriten. Ob wir die Schwarz-Metaller künftig immer in dieser personellen Konstellation sehen werden, bleibt abzuwarten.

GAMMA RAY zelebrieren das krasse Gegenteil einer auf Zerstörung und Destruktivität fußenden Show eines Black-Metal-Schwadrons. Bei Kai Hansen und Kollegen wird gelacht, gescherzt und hochmelodisch gespielt. Vermutlich haben Endstille zu Kai gesagt: „Wir brauchen keine Soli - hier, du kannst unsere auch noch haben!“ Egal, die Klientel wird bestens bedient, das musikalische Niveau ist ansprechend, und den Bunte-Bandshirts-Trägern gefällt der Auftritt.

Zurück zur rohen Energie: WALLS OF JERICHO prügeln an der Grenze zur Stumpfheit, der Moshpit wabert, und Brüllmadame Candace stapft über die Bretter wie Rumpelstilzchen auf Pille.

Im krassen Kontrast dazu TRISTANIA - ebenfalls eine Band, in der eine Frau am Mikro einen Gegenpol zu den Herren an den Instrumenten bildet. Mariangela Demurtas, so heißt die Holde, die vor zwei Jahren Goldkehlchen Vibeke ablöste, schmachtet pathetisch, melancholisch und weitgehend sinnfrei. Der generell matte Auftritt zeigt klar auf, dass die norwegischen Gothic-Metaller ihren Zenit längst überschritten haben.

NEVERMORE riffen locker und mitreißend ihr einstündiges Power-Programm runter. Wichtigste Erkenntnis: Mit halblangen Haaren sieht Fronter Warrel Dane komisch aus. Das sagen alle Weiber. Also, sowohl die Online-Foto-Miezen als auch die, ähem, anderen Miezen.

Und dann kommt sie! Die Band der Stunde und der Zukunft gleichermaßen! Die geilste Erfindung seit geschnitten Brot! AIRBOURNE! Und was können sie? Nichts. Lustlos eiern sie rum. Dreimal verpassen sie ihre Einsätze und müssen Songs aufs Neue starten. Das erste Drumsolo kommt nach zwei Songs, und phlegmatisches Gitarrenstimmen wird zum gleichberechtigten Show-Bestandteil. Klar, nach einem einzigen Album und wochenlangem Urlaub kann man schon mal völlig ausgebrannt und müde sein. Offenbar selber merkend, dass man überwiegend Mumpitz verzapft, kraxelt Kollege Joel auf eine Licht-Traverse, hampelt oben ein bisschen verrückt rum, um den restlichen Mist zu kaschieren, und kraxelt wieder runter. Wow. Mal im Ernst: DAS soll die Zukunft des Rock´n´Roll sein? Ein matter, uninspirierter Auftritt und Lieder, die es bei AC/DC zu deren kompositorischen Glanzzeiten nie und nimmer auf eine Single-B-Seite geschafft hätten? Na, viel Spaß dabei...

P.S.: An dieser Stelle lasse ich Platz für Himmelsteins Klammerbemerkung, der sich seine Wunderkapelle selbstredend schöngehört und -geguckt hat. (wrm) (Fuck off! - ah)

In Wacken gibt´s nicht nur jede Menge Bühnen mit Programm, gelegentlich bekommt man auf dem Campingplatz auch noch eine kleine Privatvorstellung geboten. So am frühen Freitagabend, als Musiker/Produzent Waldemar Sorychta dem Rock-Hard-Camp einen Besuch abstattet und auf seiner mitgebrachten E-Gitarre spontan ein paar Soli zockt (leider nur unplugged). Das ist auf jeden Fall mehr Rock´n´Roll als die überraschende Ansage der gleichzeitig spielenden HAMMERFALL, man möge im Publikum doch bitte die Walls Of Death unterlassen, damit Wacken ein friedliches Festival bleibt. Dass die wenigsten Todeswände bei leicht angeschnulzten Melodic-Power-Metal-Bands stattfinden, sondern eher bei beinharten Hardcore-Shows, scheint in dem Moment allerdings niemanden zu stören. Stattdessen bangen zehntausende Fans brav zu der ultra-professionell performten Show der Schweden, die mit leuchtenden Neonröhren, einem riesigen stufenförmigen Bühnenpodest und perfekt getimten Gitarren-Posing-Einlagen auch genügend visuelle Gimmicks liefern.

Wem der Sound von Hammerfall nicht zusagt, der darf im Metalmarkt-Zelt den AC/DC-Coverversionen der Girls von BLACK THUNDER lauschen oder im Sumpf vor der Biergarten-Bühne die Rübe zu ´Master Of Puppets´ oder ´Smoke On The Water´ schütteln - das Ganze dargeboten von THE SMACK BALLZ, die u.a. mit einer akustischen Flying V, einem Akkordeon und einem Cajón auftreten.

Dreckiger und räudiger geht´s bei den reanimierten New-Jersey-Thrashern WHIPLASH zu - und das nicht nur, weil sich vor der Wet Stage bereits eine beachtliche, nach Pisse riechende Lache gebildet hat. „Ich habe die Jungs zum ersten Mal gesehen, und es war total geil!“, strahlt ein leicht zerrupft aus dem überfüllten Zelt stolpernder Holländer nach der 40-Minuten-Show. Und auch eine deutsche Clique bestätigt mit rotgemoshten Rüben den guten Eindruck, den das US-Gespann hinterlässt: kein überflüssiges Geschwätz, sondern ein Song nach dem anderen voll auf die Zwölf.

Im Gegensatz zu Airbourne dürfen sich BULLET FOR MY VALENTINE über einen guten Sound auf der Black Stage freuen. Statt eines dumpfen Audiobreis knallen druckvolle, klar abgemischte Songs aus den Boxen, und auch bei der Zahl der Fans können die Waliser noch eine kleine Schippe drauflegen.

Da sieht es bei COHEED AND CAMBRIA vor der Party Stage zur gleichen Zeit schon anders aus. Dort geht es gemütlich zu. Gerade mal geschätzte 2.000 Besucher lümmeln sich vor der Bühne rum und lauschen den astrein gespielten Progressive-Rock-Tracks der New Yorker um Kreativ-Kopf Claudio Sanchez.

MOTÖRHEAD knattern gewohnt solide, angeführt von Lemmys knarzigem Rock´n´Roll-Organ, durch ihren 75-Minuten-Set. Und das derart laut, dass man sogar in den angrenzenden Camping-Bereichen locker Klassiker wie ´Killed By Death´ oder ´Ace Of Spades´ mitgrölen kann. Der Versuch, Motörhead weniger wie eine One-man-Show von Lemmy aussehen zu lassen, gelingt allerdings nur bedingt. Zwar darf Gitarrist Phil Campbell noch ein paar gut gemeinte Animationsversuche in Richtung Publikum starten, doch Frontwarze Lemmy hat schon nach wenigen Sekunden keinen Bock mehr auf das Gelaber, schiebt seinen Cowboyhut zurecht und sagt ungeduldig den nächsten Song an.

Aus dem Versuch, die Death-Metal-Supergroup INSIDIOUS DISEASE zu sehen, bei der u.a. (Ex-)Mitglieder von Napalm Death, Morgoth, Dimmu Borgir und Old Man´s Child mitspielen, wird leider nichts, denn a) werden die Pfützen auf dem Weg zur Wet Stage immer größer, und b) strömen derart viele IN FLAMES-Fans zur Black Stage, dass es kaum möglich ist, sich in die Gegenrichtung zu bewegen. Als Intro zum insgesamt fünften Wacken-Auftritt der Göteborger flimmert ein fünfminütiger Film über die Leinwände. Dann Pyro-Geknalle, der schwarze Vorhang fällt, dicke Spots tauchen die Bühne in blaues Licht, doch die Band ist viel zu leise, und der Sound wabert so dumpf aus den Boxen, dass es schwer fällt, einen Song zu erkennen. „Dreht mal lauter!“, quengeln die ersten ungeduldigen Fans in Richtung des Quintetts, das als Vertretung für Gitarrist Jesper Strömblad Niclas Engelin mit an Bord hat. Es dauert eine ganze Weile, bis sich die Tonqualität bessert. Schade, denn mit diesem anfänglichen Manko lässt sich die opulente visuelle Show der Freitagsheadliner nur halb so gut genießen. Optisch fahren die fünf Schweden, die alle einheitlich in schwarzen Klamotten gekleidet sind, das volle Brett. Riesige LED-Screens im Bühnenhintergrund und in luftiger Höhe über der Bühnenkante zeigen kurze Video-Sequenzen oder Fantasiemuster, Pyro-Explosionen knallen einem die Gehörgänge weg, und getreu dem Bandnamen schießen alle paar Songs Feuerbälle und Funken-Fontänen in die Höhe. Für einige begeisterte „Aaaaahhhs!“ und „Oooohhhs!“ sorgen insbesondere die vom Dach des FOH-Turms und zwei weiteren Boxen- und Lichtspot-Türmen in den dunklen Abendhimmel abgefeuerten Flammen. Die Best-of-Setlist enthält als besonderes Schmankerl den erst zum zweiten Mal live performten „Come Clarity“-Track ´Dead End´, den Anders Fridén wie schon auf dem Album gemeinsam mit Sängerin Lisa Miskovsky singt.

Wer die Jubiläumsshow von DORO im vergangenen Dezember verpasst hat, kann sich vor der True Metal Stage noch mal über exakt die gleichen Bühnenaufbauten und Live-Gimmicks freuen, die es letztes Jahr zur Geburtstagssause zu sehen gab. Jede Menge Pyros, eine Burgenlandschaft auf dem Backdrop und ein mit glühenden Augen auftauchendes überdimensionales Monster sorgen für ein astreines Konzert, bei dem auch der Sound stimmt.

Beendet wird der Wacken-Freitag ab zwei Uhr von ASP, die auf der Party Stage vor einigen tausend Fans einen soliden Gig abliefern, und den in diesem Festival-Sommer allgegenwärtigen AMON AMARTH, die auf der Black Stage inklusive Wikingerschiff und obligatorischer Flammen eine kurzweilige Show hinlegen. (cs)

Samstag

Dritter und letzter Wacken-Tag: Die Frisur liegt, die Sonne brutzelt erbarmungslos auf Deutschlands härtesten Acker, und Teile der Rock-Hard-Belegschaft machen sich nach einem kurzen Stelldichein bei EINHERJER, die in Wacken ihr Comeback zelebrieren, auf den gefühlte sieben Kilometer langen Weg zur Party Stage, um sich von Englands feinstem Grindcore-Kommando Napalm Death die Mittagsmesse lesen zu lassen. So recht in Stimmung ist man zwar - auch angesichts des üblen Gestanks, der inzwischen über dem Festival-Gelände liegt - nicht, aber die Aussicht auf Barney und seine Jungs weckt die Lebensgeister. Endlich angekommen, ist die Verwunderung jedoch groß: Das sind nie im Leben Napalm Death. Selbst nach drei Tagen und diversen Drinks in Schleswig-Holsteins Diaspora wird so viel schnell klar. Des Rätsels Lösung: SUIDAKRA, die ursprünglich am Vortag spielen sollten, haben mit den Engländern ihren Auftritt getauscht, was aber wohl nicht alle mitbekommen haben.

Na ja, dann halt weiter zu RAGE, die an diesem Tag - passend zum Wetter - ihren x-ten Bandfrühling erleben. Schon als Peavy die Bühne betritt, wird er begeistert abgefeiert. Hier und heute kann die deutsche Metal-Institution rein gar nichts falsch machen, und sie ballert dem Mob eine Stunde lang Bandklassiker um die Ohren. Um das 25-jährige Bandjubiläum standesgemäß zu begehen, hat man zudem diverse Gastmusiker am Start, von denen Blind Guardians Hansi Kürsch erwartungsgemäß am lautesten bejubelt wird. Gute Show!

Danach fällt die Entscheidung schwer, welche Band man sich bei zeitgleichem Start geben soll: CATHEDRAL oder Kampfar? Nach dem etwas hüftsteifen Beginn, den die englischen Doom-Kings vor einer überschaubaren Zuschauermenge auf die Bretter legen, folge ich Herrn Mühlmann ans andere Ende des Geländes, denn seine blumige Beschreibung der norwegischen Old-School-Pagan-Black-Metaller hat mich neugierig gemacht. „Da müssen wir hin!“, so die Worte des Wölfchens. „Geiler Sound, und der Sänger ist ein blonder Hüne mit Matte und Stachelarmbändern, der geil rumbrüllt. Das sind so Typen wie wir!“ Schön. Und warum singen die Norweger dann plötzlich deutsches Liedgut mit dem Titel ´Caramba, Caracho, ein Whisky´? Fuck! Hat mir die Sonne das Resthirn aus dem Schädel gebrutzelt? Oder war Heino im Land der Elche tatsächlich so eine große Nummer, dass man ihn covern muss? Natürlich nicht, denn der gottesfürchtige Tom Angelripper alias ONKEL TOM ist kurzerhand für die aufgrund eines familiären Todesfalls verhinderten Norweger eingesprungen und heizt die Menge gut für die wenig später folgenden TESTAMENT an.

Und bei denen wird es es richtig voll. Die Bay-Area-Thrasher stehen diesmal in Bestbesetzung, also mit Fusion-Gott Alex Skolnick, der sich mit seinem kongenialen Widerpart Eric Peterson die ausgefeilten Gitarrenparts teilt, auf der Bühne und zeigen recht schnell, dass während dieses Konzerts keine Gefangenen gemacht werden. Frontsau Chuck Billy spielt auf seinem Mikroständer Luftgitarre und peitscht die Menge an, Greg Christian und Paul Bostaph grooven wie Hölle, und der Sound ist perfekt und null übersteuert. So muss es sein! Dazu noch ein kerniges „Show me those fuckin´ horns!“ von Chuck, und gut und gerne 30.000 Pommesgabeln werden in den Himmel über Wacken gereckt.

Moment mal - Pommesgabeln? Da war doch was! Richtig. Auch Wackens prominenteste Pommesgabel, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU), schaut zu Wahlkampfzeiten natürlich gerne beim WOA vorbei. Zwar gibt Metal-Harry etwas widersprüchlich „Ich komme nicht her, um die Musik zu hören, aber ich identifiziere mich mit dem Festival!“ zu Protokoll, als man ihn im Backstage-Bereich um ein Zitat bittet, aber es darf dennoch bezweifelt werden, dass der Christdemokrat die Wählerstimmen des Mobs, der sich jetzt vor der Bühne von HEAVEN SHALL BURN eine amtliche Wendeltreppe in den Allerwertesten treten lassen möchte, für sich verbuchen wird. Es dürften sich inzwischen ähnlich viele Zuschauer wie gestern Nacht bei In Flames bei den Thüringer Freigeistern eingefunden haben, und die starren verblüfft und anfangs spürbar unsicher auf die riesige Menschenmasse. Sänger Marcus verhaut denn auch mal gleich sympathisch die erste Ansage („Es ist echt nichts Besonderes... Ach Scheiße, wir sind noch ziemlich nervös. Ich meinte natürlich, es ist etwas ganz Besonderes, hier auftreten zu können!“), legt mit seinen Jungs dann aber einen dermaßen überzeugenden Gig hin, dass man die Band zu den absoluten Festival-Gewinnern zählen muss. Selbst ohne Wall Of Death, die ansonsten fester Bestandteil fast jeder Heaven-Shall-Burn-Show ist und diesmal aufgrund massiver Sicherheitsbedenken von der Festival-Leitung verboten wurde, rult das Quintett ohne Ende und macht hier und jetzt klar, dass Metalcore auch in Wacken längst angekommen ist und zu den akzeptierten Musikstilen gehört. Und das ist vielleicht der größte Erfolg, den man als „junge“ Band bei diesem ursprünglich extrem auf traditionellen Metal ausgerichteten Event erreichen kann - selbst wenn er klar zu Lasten der zeitgleich auftretenden BORKNAGAR geht, bei deren Show sich nur wenige hundert Fans verlieren.

Auch AXEL RUDI PELL hat es nach diesem Parforceritt nicht leicht, ist aber Profi genug, um das Beste aus der Situation zu machen. Frontmann Johnny Gioeli gehört mit Sicherheit zu den technisch besten Sängern des Festivals und vermittelt Gänsehaut-Atmosphäre, dazu lässt Axel die Fender Strat röhren und jaulen, dass es eine echte Freude ist, und schafft es, den Gig für Melodic-Rock-Gourmets zum echten Genuss werden zu lassen. Klasse! (tk)

Für TROUBLE interessieren sich erstaunlich wenige Leute. Die Doom-Legende spielt mit ihrem neuen Sänger Kory Clarke vor einem recht überschaubaren Wet-Stage-Publikum. Der gewohnt basslastige Sound sorgt für Kopfnicken; weiterhin gewöhnungsbedürftig bleibt allerdings der rohe Gesang von Kory Clarke, der das weinerliche, sanftere Organ von Eric Wagner vermissen lässt.

Derartige Besetzungsprobleme sind Peter Tägtgren fremd. Der Mann ist schon immer sein eigener Herr gewesen, und es ist eigentlich egal, wer seine Backing-Band bei PAIN stellt. Peter schreit und spielt sich auf der Party Stage wieder gewohnt souverän durch harte und tanzbare Industrial-Beats und bedankt sich vor dem finalen ´Shut Your Mouth´ noch ausdrücklich beim Publikum, dass es hier und nicht „da drüben“ ist.

Mit „da drüben“ ist die Black Stage gemeint, auf der IN EXTREMO parallel einen denkwürdigen Gig hinlegen. Es ist erstaunlich, dass Bands, die mit genrefremden Klängen arbeiten, immer noch denken, das Wacken-Publikum würde die Truppe auseinandernehmen, sobald die Musik nicht dem metallischen Reinheitsgebot entspricht. Fronter Micha wirkt zu Beginn ein wenig verschüchtert. Dabei besteht kein Grund zur Beunruhigung. Die Menge frisst den „sieben Köchen“ beim gleichnamigen Opener direkt aus der Hand, und die Combo entfesselt mit ihren partykompatiblen Nummern ungeahnte Energien beim Publikum. Mit den mächtigen Pyros, die beim ´Sängerkrieg´ zum Einsatz kommen, heizt man den Leuten nicht nur sprichwörtlich ein.

Wie gut, dass im Anschluss eine weitere Band auftritt, die die Feierfreudigkeit des Publikums bedient: Vor zwei Jahren noch ins Nachmittagsprogramm auf der Party Stage verbannt, dürfen VOLBEAT heute auf der True Metal Stage einen wohlverdienten Slot um 20:30 Uhr belegen. Die Band hat sich dafür ordentlich ins Zeug gelegt: Das Bühnenbild kann sich sehen lassen, und Michael Poulsen tritt heute nicht im schwarzen Feinripp, sondern im Barkeeper-Outfit (bestehend aus Hemd, Krawatte und Weste) auf. All diese Äußerlichkeiten würden natürlich nicht viel nützen, wenn die musikalische Darbietung nicht stimmen würde. Doch auch hier hat man weiter zugelegt: Im Vergleich zur letzten Tour konzentriert man sich auf die harten Highlights und bietet mit dem Misfits-Cover ´Angelfuck´ eine exklusive Coverversion. Michael Poulsen sollte nur die Portionierung seines Haargels an den etwas wärmeren Bühnendress anpassen. Der gute Mann ist bereits nach einigen Songs dermaßen am Ölen, dass ihm das weiße Zeug auf die Stirn suppt und er kurzzeitig so aussieht, als hätte er eine Gesichtsbesamung hinter sich.

Auch im Hause MACHINE HEAD hat man für einen so großen Gig einiges investiert. Bekam man die Band in letzter Zeit fast nur im Vorprogramm von Slipknot und Metallica zu Gesicht, wird man heute mit einer für Machine-Head-Verhältnisse gigantischen Licht- und Leinwand-Show verwöhnt. Auch musikalisch lässt man nichts anbrennen, verzichtet genau wie Volbeat auf zähe Songs und wählt mit ´Imperium´ einen mitreißenden, knackigen Opener. Auch sonst gibt´s ENDLICH mal andere Songs zu hören. Kein ´Hallowed Be Thy Name´, dafür länger Ungehörtes wie ´None But My Own´ oder ´Struck A Nerve´, zu dem ein gigantischer Circle-Pit ausgerufen wird. Als Verschnaufpause erklingt nicht ´Descend The Shades Of Night´, sondern ´The Burning Red´. Und auch bei den Ansagen tut sich was: Heute ist für Robb Flynn das Publikum nicht „awesome“, sondern - Überraschung! - „amazing“ und „wow“. Nur das „Prost, motherfuckers, Prost!“ bleibt, aber das sei dem becherwerfenden Frontmann, der sich über jeden Fang wie ein kleines Kind freut, ruhig gegönnt.

Einerseits ist der Machine-Head-Gig so mitreißend, andererseits ist das Gelände so voll, dass ein Durchkommen so gut wie unmöglich ist, weshalb ich es erst pünktlich zu den Schlussakkorden von ENSLAVED zur ebenfalls gut besuchten Party Stage schaffe. Nach dem Machine-Head-Auftritt setzt eine Massenflucht ein, bei der mindestens ein Drittel der Zuschauer den Platz verlässt, um sich entweder auf den Heimweg zu begeben oder das Festival auf dem Zeltplatz ausklingen zu lassen.

Die „amazing looking crowd“, die SAXON-Fronter Biff lobt, ist nach hinten und zu den Seiten hin auf jeden Fall durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Gebührend gefeiert wird der Saxon-Gig zum 30-jährigen Jubiläum dennoch. Die von den Fans bestimmte Setlist wird mit Unterstützung einer monströsen Licht- und Pyroshow in die Menge gefeuert. Allerdings ist die Gigantomie auch etwas zu viel des Guten. Es blitzt und blinkt oftmals so hell, dass man ständig am Blinzeln ist. Außerdem merkt man der Band an, dass sie mit dem langen Set zu kämpfen hat. Es wird sogar ein Song gestrichen, obwohl die Combo bereits zehn Minuten früher anfängt und die Spielzeit gnadenlos überzieht.

Leidtragende sind KORPIKLAANI, die parallel zum Saxon-Finale nebenan auf der Party Stage in ihren Set einsteigen und es sich mit der Darbietung einiger fader Tracks auch selbst nicht leicht machen. Zumindest kann sich die Band darüber freuen, dass nach dem Auftritt von TURISAS viele Fans den Weg direkt zu ihnen finden. Die finnischen Kollegen mussten unberechtigterweise im Wet-Stage-Zelt ran, das schon zu Beginn hoffnungslos überfüllt ist. Auch von draußen ist kein Blickfang möglich, weil die Betreiber der nebenan aufgestellten Toilettenhäuschen eine Wasserleitung direkt aufs Gelände laufen lassen, wodurch sich eine riesige Schlammpfütze direkt vor dem Eingang bildet. Hier besteht definitiv Optimierungsbedarf.

Vor der Black Stage können sich die Hartgesottenen zu später Stunde noch von GWAR mit den gewohnten Kunstblut-Spritzereien nass machen lassen. Die Aliens haben wieder mal kein Erbarmen mit der Menschheit, und so wird diesmal u.a. Barack Obama (im Superman-Kostüm) enthauptet, bevor SUBWAY TO SALLY den Vier-Bühnen-Wahnsinn mit einem Schrei ausklingen lassen. (rb)

In Wacken machten es sich gemütlich: Andreas Himmelstein (ah), Thomas Kupfer (tk), Ronny Bittner (rb), Conny Schiffbauer (cs), Wolf-Rüdiger Mühlmann (wrm) und Friso Gentsch (Fotos)

Bands:
HEAVEN AND HELL
MOTÖRHEAD
IN FLAMES
Autor:
Ronny Bittner
Thomas Kupfer
Conny Schiffbauer
Andreas Himmelstein
Wolf-Rüdiger Mühlmann

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