Interview

Interview 08.07.2022, 14:20

VORGA - Interview mit dem Tipp des Monats 07/22

Ein neuer Stern erhellt den düsteren Black-Metal-Himmel. Die 2016 gegründeten VORGA bestehen aus Mitgliedern aus Großbritannien, Bulgarien und Deutschland. Nun veröffentlicht die Combo mit Bandsitz in Karlsruhe ihr erstes Album namens „Striving Towards Oblivion“. Die perfekte Gelegenheit, um bei Fronter Atlas anzuklopfen. Er verrät uns, wie es zur Gründung der Band kam, welche Bedeutung die Bühnenoutfits haben und was wir von VORGA erwarten können.

Hallo Atlas! Beschreib uns zu Beginn bitte einmal euren Stil kurz und knapp in drei Worten.

»Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Zerstörung und der Verderbnis, die durch die Menschheit verursacht werden. Ebenso auf dem Schaden, den wir unserer Welt und einander bewusst zufügen und der zu Gefühlen wie zum Beispiel Depressionen und Nihilismus führt und die Welt noch weiter auseinanderreißt.«

Welchen Song würdest du Leuten empfehlen, die VORGA vielleicht noch nicht kennen und der eure Musik perfekt widerspiegelt? Oder kannst du sogar einen persönlichen Lieblingssong für dich ausmachen?

»'Disgust' ist ein großartiger Titel, um einen Eindruck von unserem Stil zu bekommen, da er sich aus einer ausgewogenen Mischung aus Aggression und Atmosphäre zusammensetzt. Mein persönlicher Favorit ist 'Taken', weil dieser Titel musikalisch als auch textlich eine Menge Energie und Leidenschaft hat und ein wirklicher toller Song ist, um ihn live zu spielen.«

Ihr stammt alle aus verschiedenen Ländern. Wie kam es zur Gründung? Und wie funktioniert die Zusammenarbeit, also wie schreibt ihr Musik und wie macht ihr Liveauftritte möglich?

»Ich habe das Projekt alleine ins Leben gerufen, als ich noch in Großbritannien gelebt habe. Nachdem ich nach Deutschland umgezogen bin, habe ich nach Mitgliedern für Aufnahmen und Live-Auftritte gesucht und glücklicherweise das perfekte Team für diesen Job gefunden. Ich war mir nie sicher, ob es nur ein Soloprojekt sein würde oder ob es möglich wäre, daraus eine mehrköpfige Band zu machen, aber ich bin sehr zufrieden damit, wie es sich entwickelt hat. Obwohl zwei von uns keine deutschen Staatsbürger sind, leben wir alle hier, sodass es kein Problem ist, zusammen zu spielen. Wenn es darum geht, die Musik zu schreiben, ist es hauptsächlich eine Soloarbeit von mir, denn so hat es angefangen. Ich habe eine ziemlich ausgeprägte Vision davon, wie VORGA klingen soll, und die Musik und die Texte sind ziemlich persönlich für mich.«

Ihr habt dieses Jahr euren Debüt-Langspieler namens „Striving Towards Oblivion“ auf den Markt gebracht. Wie ist das Album entstanden und woher nehmt ihr eure Inspiration?

»Das Album war die Fortsetzung sowie Verfeinerung dessen, was mit unserer ersten EP „Radiant Gloom“ begonnen hatte. Black Metal, aber mit einem starken melodischen Fokus sowie viel Energie und Katharsis – etwas Starkes und voller Emotionen. Die Inspiration kam von meinem Wunsch, diese Gefühle aus meinem Inneren herauszuholen. Dinge auszudrücken, die ich in meinem täglichen Leben nicht ausdrücken kann, welche jedoch trotzdem in mir leben.«

Ich habe euch leider noch nicht live gesehen, die Fotos von euren Shows sehen aber vielversprechend aus. Was bedeutet euer Bühnenoutfit für euch?

»Wir freuen uns immer, Live-Shows spielen zu können, sodass du hoffentlich eines Tages die Gelegenheit dazu bekommst! Mit den Bühnenoutfits der Band versuche ich, eine zukunftsorientierte Vision der Black-Metal-Ästhetik mit meiner eigenen Leidenschaft für Science-Fiction und der Zukunft zu verbinden. Es war mir wichtig, dass wir nicht wie viele andere Black-Metal-Truppen aus den vergangenen 30 Jahren aussehen und ich wollte einen Bandnamen sowie eine Vision, die sich auf Science-Fiction beziehen. Ich wollte einen Stil kreieren, der zeigt, wie eine futuristische Black-Metal-Band aussehen könnte, ohne die ursprüngliche Intention und Aggression des Corpsepaints zu verlieren.«

Was sind eure Pläne für die Zukunft, womit können wir von VORGA noch rechnen?

»Momentan nehmen wir den Nachfolger zu unserem Album „Striving Towards Oblivion“ auf. Mit dem kommenden Album wird die Musik noch atmosphärischer und wir kreieren ein noch breiteres, melancholischeres Klangbild. Wir versuchen außerdem so viel wie möglich live zu spielen. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr viele Gelegenheiten bekommen werden, um in Deutschland und darüber hinaus auftreten zu können.«

Danke für deine Zeit. Möchtest du zum Abschluss noch etwas loswerden?

»Ich möchte allen danken, die uns in den ersten Jahren unterstützt haben, jetzt legen wir erst richtig los. Und herzlichen Dank für das Interview!«

https://vorga.de/

https://www.facebook.com/VorgaBand/

Bands:
VORGA
Autor:
Lisa Scholz

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