Festivals & Live Reviews


Pic: David Jackson

Festivals & Live Reviews 11.11.2019, 13:14

STEEL PANTHER - Köln, Essigfabrik

Das zweite November-Wochenende in Köln steht unter dem Stern von STEEL PANTHER. Sowohl Samstag als auch Sonntag spielen die Glam-Rocker in der Essigfabrik auf und beide Termine sind restlos ausverkauft – auch weil es sich um die einzigen deutschen Konzerttermine handelt und das Quartett erst im nächsten Jahr wieder nach Deutschland kommt.

Im Glam-Outfit bei bitterer Kälte auf den Einlass zu warten, ist bekanntlich kein Spaß, doch ein paar Konzertgänger fahren lautstark Steel Panther hörend mit einer Rikscha an der Schlange auf und ab und heizen den bibbernden Besuchern schon mal ein bisschen ein. 
Vorband des ersten Abends ist das Münsteraner Trio Eat The Gun, am zweiten Abend soll es das Ruhrpott-Quintett Fools Errant werden. EAT THE GUN präsentieren am Samstag melodischen, nicht besonders originellen Hardrock und scheinen ein paar eigene Fans mitzubringen. Beim Mitklatschen und -Springen steigt trotz weit geöffneter Tore langsam die Temperatur vor der Bühne.

Kuschelig, aber nicht zu voll, wird es zum Auftritt von STEEL PANTHER, die mit 'Eyes Of A Panther' in ihr Set starten. Bei 'Asian Hooker' darf ein junger Brasilianer aus dem Publikum an die Gitarre ran. Im Gepäck haben die kalifornischen Hair-Metaller außerdem ihr brandneues Album „Heavy Metal Rules“, von dem drei Songs zum Besten gegeben werden. Der durch das Musikvideo bekannte Track 'All I Wanna Do Is Fuck (Myself Tonight)' findet schnell Anklang und 'I Ain't Buying What You're Selling' entpuppt sich als die ruhige Nummer des Abends. Währenddessen ist Schlagzeuger Stix am Keyboard zu finden, Satchel wechselt zur Akustik-Gitarre, Michael schlägt zartere Töne an und Lexxi legt den Bass zur Seite und sieht einfach nur gut aus.

Auf der Bühne nicht fehlen dürfen natürlich: Frauen. Eine 16-Jährige bekommt den Ehrenplatz auf einem Barhocker in der Mitte der Bühne. Sie wird von allen Bandmitglieder mit (angeblich) improvisierten Strophen umworben – außer von Lexxi. Statt zu singen, legt er lieber noch mehr Lipgloss auf. Zu 'Party All Day (Fuck All Night)' und '17 Girls In A Row' können, wie gehabt, alle Frauen auf die Bühne. Doch wer den ganzen Abend nur auf Brüste gewartet hat, dürfte an diesem Abend aufgrund der geringen Freizügigkeit ein wenig enttäuscht sein.

Angesichts der Schlammschlacht mit Mötley Crüe darf natürlich ein Tritt in diese Richtung nicht fehlen und „Du hast einen kleinen Schwanz“-Witze gibt es zur Genüge. Zum Abschluss des Gigs wird noch ein Circle Pit eröffnet, was Satchel mit einem begeisterten „Sie machen ihr eigenes Gloryhole“ quittiert. Alles in allem ist das Verhältnis zwischen Musik- und Redeanteil deutlich angenehmer als bei der letzten Tour und so geht ein unterhaltsames Konzert mit besagtem 'Gloryhole' zu Ende.

Setlist STEEL PANTHER

Eyes Of A Panther
Let Me Cum In
All I Wanna Do Is Fuck (Myself Tonight)
Asian Hooker
Party Like Tomorrow Is The End Of The World
Poontang Boomerang
Fuck Everybody
I Ain't Buying What You're Selling
Weenie Ride
Party All Day (Fuck All Night)
17 Girls In A Row
Community Property
Death To All But Metal
Gloryhole

Bands:
STEEL PANTHER
Autor:
Lisa Scholz

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