Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 27.06.2018

SODOM , MARDUK , SAXON , MEMORIAM , OVERKILL , DOOL , BACKYARD BABIES , DIAMOND HEAD , AXEL RUDI PELL , NIGHT DEMON , TRAITOR , LEATHERWOLF , CIRITH UNGOL , DAWN OF DISEASE , THUNDERMOTHER , TIAMAT , ULI JON ROTH , ARMORED SAINT , THE NEW ROSES , NOCTURNAL RITES , ATTIC , CORONER - Sommer, Sonne, Riffgewitter

Es war – wie immer – ein Fest: Bei besten Wetter ging die mittlerweile 16. Auflage unseres Familientreffens entspannt über die Bühne, und einmal mehr hatten wir das beste Publikum, das man sich wünschen kann – wie uns übrigens auch zahlreiche Bands bestätigt haben. Egal, ob Black Metal, Thrash, Rock´n´Roll, Heavy Metal oder Hardrock auf dem Programm standen: Wie eigentlich immer habt ihr euch extrem sachkundig und begeisterungsfähig gezeigt. Danke dafür! Auf den nächsten Seiten findet ihr den Rückblick in Wort und Bild, und natürlich beschäftigen wir uns neben den Auftritten der Bands auch ausführlich mit dem Geschehen vor und hinter der Bühne. Darüber hinaus verweisen wir in diesem Zusammenhang auf die Mediathek des „WDR Rockpalast“, wo ihr die bewegten Bilder zu dem tollen Pfingstwochenende findet. Bis zum nächsten Jahr!

FREITAG

Die Death-Metal-Soldaten DAWN OF DISEASE stehen Punkt 15 Uhr Gewehr bei Fuß, um das Rock Hard Festival 2018 zu eröffnen. Die Niedersachsen liefern regelmäßig ansprechende Veröffentlichungen ab und haben einen Fundus, aus dem sie heute Nachmittag schöpfen können. Allesamt in schwarzen Longsleeves, geben die fünf auch optisch ein geschlossenes Bild ab. Mit dem Midtempo-Stampfer ´The Unrotten´ und ´Ashes´ sind Dawn Of Disease thematisch firm in Death-Metal-Sujets. Das Publikum lässt sich gern von Sänger Tomasz zu gereckten Pommesgabeln und rhythmischem Mitgrölen animieren. (gb)
Im Vorabbericht war die Rede davon, dass ATTIC mit „Sanctimonious“ das beste Achtziger-King-Diamond-Album am Start haben, das weder aus den Achtzigern noch von King Diamond stammt. Und mit dieser Scheibe und älteren Nummern zelebriert das Quintett – vor den Augen seiner Eltern – den angekündigten hochkarätigen Auftritt. Ob es sich bei der Truppe um „Gelsenkirchen´s Finest“ handelt, muss jeder selbst entscheiden, da später am Abend ja noch Sodom folgen. Auf jeden Fall gibt es atmosphärische 40 Minuten und einen geschmackvollen Bühnenaufbau mit vielen Kerzen, einem umgedrehten Kreuz sowie diversen Altarschranken und eine Show, die auch dem King gefallen dürfte. Mit der Schlussnummer ´The Headless Horseman´ hinterlässt man bei seinem zweiten Ritual im Amphitheater ein rundum zufriedenes Publikum. (wk)
Spätestens als ´Vantablack´, diese schwarzselige Überhymne mit ihren hypnotischen und halluzinatorischen Riffkreiseln, den Beton im Theaterrund in eine gräuliche Wabermasse verflüssigt zu haben scheint, haben DOOL sie alle: In den ersten Reihen kreisen doomtrainierte Rotorenschädel, weiter hinten schwanken im Sog der wirbelnden Gitarrenbrandung geschlossenäugig im Traumtanz versunkene Enkeltöchter der Hippie-Generation, und auf den Rängen lassen sich selbst Alt-Saxonianer zu gefälligem Respektsnicken hinreißen. Eine der stärksten Bands dieser Zeit, live mächtiger noch als auf Platte, beweist eindrucksvoll, dass sie auch Open Air kann, und zwar selbst dann, wenn die Frühabendsonne noch lächelt. ´Oweynagat´, der zweite große Hit der Holländer, beschließt und krönt den Set – auch in Sachen würdevoller Anstand, denn Heroine Ryanne van Dorst widmet ihn ohne Pathos dem Promoter Daniel „Bidi“ van Drongelen, Freund der Band und großherziges Szeneoriginal, der ein Jahr zuvor beim Rock Hard Festival tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden worden war. Ein großer Auftritt, der berührt, der mitreißt, der in vielen Zuschauern eine Sehnsucht nach mehr geweckt haben dürfte. Keep it coming, guys. (td)
Im NWOBHM-Veteranen-Duell mit Saxon legen DIAMOND HEAD heute vor, und das auf ganz hohem Niveau. Seit ein paar Jahren ist Mastermind Brian Tatler wieder in der Spur, und einen großen Anteil daran hat sein dänischer Frontmann Rasmus Bom Andersen, der, als die meisten der heute gebotenen Nummern geschrieben wurden, noch gar nicht geboren war. Vollkommen egal, denn der Glatzkopf schafft es problemlos, britisches Kulturgut wie ´Borrowed Time´, ´Play It Loud´, ´Helpless´, ´In The Heat Of The Night´, ´Shoot Out The Lights´, ´It´s Electric´, ´Lightning To The Nations´ und ´The Prince´ (passend am Vorabend der royalen Hochzeit) sowie die zwei aktuellen Nummern gesanglich zu veredeln. Im Publikum stehen natürlich auch die Herren von Night Demon, zu deren Haupteinflüssen die Briten sicherlich zählen. Die Schlussnummer des gänsehautträchtigen Sets ist wie gewohnt ´Am I Evil?´. Klar, dass das Amphitheater mitsingt und durchdreht. Die anschließenden Pausengespräche drehen sich ausschließlich um die Frage, wie groß die Band wohl geworden wäre, wenn man mit dem dritten Album keinen Rohrkrepierer vorgelegt hätte. (wk)
Die einen dürften genau das herbeigesehnt haben, wovor viele andere sich gefürchtet haben werden: weltschmerzvolle Rotweinmusik mit TIAMAT. Wuchtiger als erwartet gerät dann aber der Auftritt. Die Band um den (im gesichtsgeschminkten Zustand) Fast-Tom-G.-Warrior-Lookalike Johan Edlund verzichtet ganz puristisch auf Big Lights und sonstiges Kulissenlametta. Eine weise Entscheidung, denn umso umwegloser wummern die Hits von den Nineties-Klassikern „Wildhoney“ und vor allem natürlich „Clouds“ in die Eingeweide des Publikums. „Gewaltig“, murmelt ein Begleiter aus meiner Hamburger Kleinreisegruppe, und recht hat er: Wer sich zwischen den Augen-zu-Momenten unter den Zuschauern umsieht, kann freudvolle Ehrfurcht in vielen Blicken entdecken. Die Band beendet mit einer überschwänglichen Danksagung ans Publikum ihren Special-Set, der die unausgesprochene Botschaft vermittelt, dass in den Neunzigern, einem Jahrzehnt, das geschmackssichere Metaller ja nicht in ausnahmslos guter Erinnerung behalten haben dürften, beileibe nicht alles schlecht war, sondern manches wiederentdeckenswert ist. (td)
SODOM sind extrem mutig (und nervös!), die erste Show mit Wiederkehrer Frank Blackfire (g.) und den Neuzugängen Husky (dr.) und Yorck (g.) vor imposanter Heimspielkulisse und zudem per weltweitem Livestream durchzuziehen. Der in Medley-Form präsentierte „Expurse Of Sodomy“-Einstiegsdreier ´My Atonement´ (dieses Riff!), ´The Conqueror´ (Dröhnschepper!) und das eh zum Niederknien geile ´Sodomy And Lust´ macht aber sofort klar, dass diese Besetzung Sodoms klassischen Sound absolut verinnerlicht hat und zugleich neue Akzente setzt. Blackfire übernimmt immer wieder Publikumsanimation und Backings, und live bei den Kerlen unter den Leads noch ´ne Rhythmusgitarre zu hören, ist ungewohnt, aber super, da dadurch das Energielevel steigt, ohne das Bandfundament anzutasten. Denn sonderlich filigran klingt das Gedonner gottlob immer noch nicht, auch wenn einige Leute wegen des Vierer-Line-ups und der Blackfire-Reunion scheinbar ´ne Art Kreatorisierung erwartet haben. Die Mehrzahl der Fans feiert Sodom jedoch massiv ab. Tom ist von den Reaktionen sichtlich gerührt, bittet Stagediver auf die Bühne („Aber bitte nach und nach“) und verspricht dafür „Bierchen“. Die Setlist bleibt fast komplett Old School. ´Outbreak Of Evil´ und ´Blasphemer´ klingen endlich wieder so fies, wie es sich gehört, ´Nuclear Winter´ und ´Agent Orange´ sind völlige Abrissbirnen, Sacrileges ´Lifeline´ wirkt bereits bei der Livepremiere wie ein eigener Klassiker, und das Doppel ´Ausgebombt´/´Bombenhagel´ (inklusive Nationalhymne) ist der perfekte Schlusspunkt eines schnörkellosen Auftritts, der zeigt, dass die zunächst nach ´ner Kamikazeaktion aussehende Generalüberholung der Band vollkommen gelungen ist. (jj)
 
SAMSTAG

Auch der Samstag begrüßt uns mit gleißendem Sonnenschein, in dem TRAITOR zum mittäglichen Nackenmuskel-Aufwärmprogramm laden. Das Quartett um den singenden Drummer Andreas Mozer steigt mit dem Titeltrack seines fetten neuen Albums „Knee-Deep In The Dead“ in seinen Set ein und ist vom Zuschauerzuspruch sichtlich angestachelt. Ein perfekter Tageseinstieg also, der seinen Höhepunkt bei ´Teutonic Storm´ findet, als die Band Hate-Squad-Sänger Burkhard Schmitt als Gast auf die Bühne holt. Das Publikum feiert den Old-School-Thrash der Truppe und wird mitunter kreativ, als zum Beispiel vor ´Fuck You And Die´ ein Fan wortwörtlich crowdsurft, und zwar stehend auf einem anderen Typen. Wenn du denkst, du hast alles gesehen... Quasi auf die Sekunde genau brettern die Jungs dann über die Zielgerade, sodass die ersten Zugaberufe des Tages nicht mehr erfüllt werden können.
Solche Szenen gibt es anschließend bei NOCTURNAL RITES nicht zu bestaunen. Trotzdem ist die Stimmung gut, denn die Schweden gab es in den letzten Jahren nicht allzu häufig zu sehen, und mit „Phoenix“ haben sie außerdem eine starke neue Scheibe im Gepäck, von der es drei Songs in die heutige Setlist schaffen. Neben tollen Liedern haben die Herren offensichtlich auch eine Menge Motivation eingepackt, besonders Basser Nils Eriksson jagt dauergrinsend wie ein Derwisch über die Bühne und die vorgebauten Bassboxen, flirtet mit dem Publikum und dreht zwischendurch mit stoischer Gelassenheit sein Background-Mikro auf Arbeitshöhe, das ihm der ebenfalls gut aufgelegte Sänger Jonny Lindqvist immer wieder verstellt. Wenn der wiederum nicht gerade seine Mitmusiker neckt, heizt er der Meute ein, die jede Animation dankbar annimmt. Insgesamt also ein gelungener Gig, der darauf hoffen lässt, dass die Schweden nicht wieder zehn Jahre bis zu einer neuen Platte ins Land ziehen lassen. (mb)
Bei strahlendem Sonnenschein rennen die Wiesbadener THE NEW ROSES mit ihrer gut gelaunten Extraportion Boogie-Woogie offene Türen ein. Das Power-Quartett um Frontreibeisen Timmy Rough stützt seinen kernigen Hardrock heute zum größten Teil auf das Material der aktuellen Scheibe „One More For The Road“ (fünf von neun Songs). Der Energiebolzen ´Every Wild Heart´ erweist sich als idealer Einstieg in einen Set, der vor Gute-Laune-Hits strotzt und vor der Bühne mächtig Schwung in die müden Camper-Beine bringt. Als Ausgleich dazu treffen aber auch die leicht wehmütigen ´Life Ain´t Easy (For A Boy With Long Hair)´ und ´One More For The Road´ voll ins Schwarze und laden zum kollektiven Mitschunkeln ein. Lediglich den einen oder anderen Knaller des famosen „Dead Man´s Voice“-Albums hätte ich auf meinem Wunschzettel gerne noch abgehakt. Am Ende ist ´Thirsty´ dann aber das richtige, rockende Stichwort, um sich nach diesem brandheißen Spektakel schnellstens mit Getränken aller Art zu versorgen. (sb)
Als neben Dool und Uli Jon Roth dritte Triple Axe Attack des Festivals halten LEATHERWOLF eine Lehrstunde im Fach Melodic Metal (US-Style) ab. Bei der Band um Dieter-Bohlen-Doppelgänger Dean Roberts, der das ganze Wochenende mit eingefrorenem Grinsen durch die Gegend läuft (gell, Thomas?) und seine Felle mit kraftvollem Punch bearbeitet, hat sich nach der Verjüngungskur der Gitarrenflanken (Neuzugang Luke Man zählt erst 22 Lenze) hoffentlich endlich Besetzungskonstanz eingestellt, auch wenn man so oder so ziemlich tight daherkommt. Die kalifornischen Sonnyboys stellen gleich mit dem „Endangered Species“-Doppel aus ´Spiter´ und ´Season Of The Witch´ klar, dass sie es auch nach mehr als dreieinhalb Dekaden mit neuen Acts ihrer Zunft aufnehmen können, aber was sollte bei dem Repertoire auch großartig schiefgehen? ´Street Ready´, ´Cry Out´ oder die Medley-artig zusammengeschmolzenen Abschlussstücke ´Wicked Ways´ und ´The Calling´ gehören schließlich in jede Sammlung und gehen dem zahlreich erschienenen Publikum runter wie Sonnenöl. (as)
„Das ist nichts weniger als der schönste Tag in meinem Leben“, strahlt Sänger Tim Baker nach dem Auftritt der Kauz-Metal-Könige CIRITH UNGOL vor mehr als 7.000 Zuschauern im Amphitheater (noch nie haben sie für eine größere Menschenmenge gespielt). Nur Schlagzeuger Robert Garven ist ein wenig betrübt, da ihm seine Kollegen vorwerfen, zu sehr auf die Tube gedrückt zu haben: „Normalerweise ist es unser Ziel, live langsamer zu spielen als auf Platte, damit die Songs noch heavier sind.“ Dafür ist aber wohl auch der Adrenalinspiegel zu hoch. Der Opener ´Atom Smasher´ muss anfänglich ohne Vocals auskommen, doch schon beim ersten Semi-Hit ´Join The Legion´ direkt im Anschluss sind Band und Technik bestens im Einklang. Und das Qualitätslevel fällt keineswegs ab, ´Blood And Iron´ bereitet den Boden für den Übersong überhaupt: ´I´m Alive´ wird von den Ungol-Legions leidenschaftlich mitgetragen. Der Bass (fachmännisch bedient von Jarvis Leatherby) hat so verdammt viel „bottom end“, dass die eine oder andere Schlaghose vibriert. „Dürfen wir wiederkommen?“, fragt Garven zu späterer Stunde. Man darf tatsächlich gespannt sein, was die Zukunft für Cirith Ungol bringt. (mm)
Nach kauzig kommt krass: MARDUK verlieren keine Zeit und lassen mit ´Panzer Division Marduk´ das Maschinengewehr losrattern. Zwar würde es den Schweden sicher entgegenkommen, wenn es schon dunkel wäre, aber auch so verfehlt der Black Metal der Truppe um Gitarrist Morgan und Sänger Mortuus nicht seine Wirkung. ´The Blond Beast´ vom letzten Album „Frontschwein“ ist ein veritabler Hit, und ´The Levelling Dust´ jagt einem auch bei Sonnenschein einen kalten Schauer über den Rücken. Auch die beiden Songs vom neuen Longplayer „Viktoria“ fügen sich nahtlos in den Set ein. ´Werwolf´ fällt live nicht so sehr aus dem Rahmen, wie man hätte denken können, und ´Equestrian Bloodlust´ ist ein typischer Highspeed-Kracher, der sich mühelos mit den Klassikern der Band messen kann. Ein starker Auftritt, der lediglich vom arg dominanten Triggersound des Schlagzeugs getrübt wird – besonders da Marduk sich in dieser Hinsicht auf den Alben stark zurückhalten. (ses)
Während der zweite Festivaltag auf sein Finale zusteuert, blicken AXEL RUDI PELL auf nahezu bis zum Bersten gefüllte Ränge. Der Bochumer Blondschopf und seine routinierte Truppe liefern nach allen Regeln der Kunst ab und bekommen den Spagat zwischen neueren und etablierten Stücken nahezu perfekt hin. Nachdem das Eröffnungs-Triple der aktuellen „Knight´s Call“-Platte das Amphitheater in Stimmung gebracht hat, kommt das Konzept alt/neu bei den überlangen Medley-Großartigkeiten ´Game Of Sins´/´Tower Of Babylon´ (neu) und ´The Masquerade Ball´/´Casbah´ (alt) mit ihren erhabenen Melodie-Klanglandschaften am stärksten zum Ausdruck. Sternstunde ist jedoch wie so oft der Übersong ´The Line´, der meisterlich zwischen laut und leise balanciert und von Goldkehlchen Johnny Gioeli stimmlich mit einer unglaublich emotionalen Vielschichtigkeit getragen wird. Das obligatorische ´Rock The Nation´ ist schließlich der schwungvolle Schlusspunkt einer Band, die sich heute zum Headliner der Herzen gespielt haben dürfte. (sb)
Die ewigen Underdogs haben mal wieder ein Heimspiel in Gelsenkirchen – zum ersten Mal als Headliner. Es soll ja Leute geben, die mit OVERKILL nichts anfangen können, aber eins steht fest: Das Amphitheater besteht heute nur aus Die-hard-Supportern der Jungs aus New Jersey. Overkill steigen mit ´Coma´, dem Opener des ´91er Albums „Horrorscope“, in ihren Set ein. Vom ersten Moment an kocht der Pit, und die Band dankt es mit einer überwältigend vitalen Performance und perfektem, druckvollem Sound. ´Infectious´, ´Blood Money´, ´Thanx For Nothin´´ – die Hits kommen Schlag auf Schlag. Und wenn nicht um 23 Uhr Schluss sein müsste, würden Overkill ihre Klassiker-Alben „Horrorscope“ und „Feel The Fire“ komplett spielen. So gibt es „nur“ sechs Songs von beiden Scheiben plus Must-Plays wie ´In Union We Stand´ und ´Fuck You´. Ein starker Auftritt, der sicher nicht der letzte der Band in Gelsenkirchen gewesen sein dürfte. Wer schon viermal da war, kann auch noch ein fünftes Mal kommen. (ses)

SONNTAG

Als ich am Sonntagmorgen zu THUNDERMOTHER will, habe ich ein Déjà-vu aus dem letzten Jahr, denn vor dem Einlass steht wie anno 2017 vor dem Night-Demon-Gig eine lange Schlange. Zum Glück schaffe ich es noch rechtzeitig, um den Auftritt der Damen in voller Länge sehen zu können. Dabei entpuppt sich die AC/DC-Gedächtnis-Mucke als grandioser Soundtrack für den Start in den dritten Festivaltag, was neben mir offensichtlich noch viele andere Besucher so sehen. Mehr jedenfalls, als Sängerin Guernica Mancini erwartet zu haben scheint, denn sie braucht ein bisschen, um in Sachen Stage-Acting auf Betriebstemperatur zu kommen. Stört aber nicht weiter, musikalisch sind die Damen nämlich voll auf der Höhe, bei ´Revival´ gibt´s einen Mitsingpart, und spätestens als Gitarristin und Bandkopf Filippa Nässil bei ´Shoot To Kill´ einen Ausflug auf die Ränge unternimmt, erreicht die Stimmung ihren Höhepunkt. Eine tighte Performance, gute Songs und viel Spaß inne Backen: Genau so geht Rock´n´Roll! (mb)
Pünktlicher als die Maurer nehmen MEMORIAM kurz vor 13 Uhr ihr Arbeitsgerät zur Hand. In der Mittagssonne haben sich zahlreiche Zuschauer eingefunden, um den Briten bei der Maloche zuzuhören. Nach der Auflösung der legendären Death-Metaller Bolt Thrower hat Sänger Karl Willetts mit früheren Bolt-Thrower- und Benediction-Mitgliedern Memoriam gegründet. Gemäß ihres Namens erinnern sie – und zwar an Bolt Thrower. Stoisch schleppend ackern die vier sich durchs Mitwipp-Midtempo. Willetts bleibt in den Songpausen in Kontakt mit dem Publikum und genießt diesen sichtlich. Fast höflich spricht er heute mit den Zuschauern über den Herkunftsort der Band, Birmingham, „the birthplace of Metal“. Nach dem Schwergewicht ´Resistance´ gibt es ´Nothing Remains´, ungewöhnlich nachdenklich von Willetts angesagt, denn der Song handele ganz un-death-metallisch von seiner Mutter – und Demenz. „Old-School-Death-Metal will never die“, zumindest diese Gewissheit gibt er seinen ergebenen Fans mit auf den Weg. (gb)
NIGHT DEMON sind Wiederholungstäter. Nachdem im letzten Jahr viele Fans aufgrund des Andrangs beim Einlass nicht rechtzeitig in den Genuss des Auftritts der vielleicht zurzeit weltweit populärsten Newcomer-Band im traditionellen Metal-Bereich gekommen sind, funktioniert diesmal alles reibungslos. Das Maiden-Cover ´Wasted Years´ ist bereits längere Zeit nicht mehr im Set, bei der kürzeren Festival-Spielzeit fällt heute leider auch ´Maiden Hell´ unter den Tisch. Aber auch so ist man natürlich bestens aufgestellt: Der Auftritt des Sensenmannes bei ´The Chalice´ hat schon jetzt Kultfaktor. Und ´Night Demon´ ist eine Bandhymne, die es sehr wohl mit den Jaguars, Blitzkriegs und Diamond Heads dieser Welt aufnehmen kann. Die Kalifornier beweisen in Gelsenkirchen auf großer Bühne ein weiteres Mal, dass sie durch harte Arbeit kurz vor dem nächsten Level stehen. Doch was kommt danach? Wie würden Night Demon mit zwei Gitarristen und doppelstimmigen Leads klingen? Und was wäre, wenn man Jarvis den Bass wegnimmt und ihn als alleinigen Frontmann loslässt? Think big! (mm)
Mit dem galoppierenden ´All Night Long´ liefert ULI JON ROTH einen Einstand nach Maß – und setzt mit ´The Sails Of Charon´ noch einen drauf. Die mit orientalischem Feeling an ´Gates Of Babylon´ erinnernde Nummer lässt einen schon zur Kaffeestunde die geistige Lavalampe einschalten. Während der ellenlangen Jams kommen die drei (!) Gitarren prima zur Geltung, auch wenn Ulis Shred-Solo über allem steht. Der Sänger macht einen prima Job und schafft es, streckenweise zu klingen wie der junge Klaus Meine. Ein Highlight des Wochenendes! Dann wird es skurril: Ein Party-Schiff zieht mit Wummer-Techno auf dem Kanal vorbei. „Da müssen wir jetzt warten“, meint Uli. „Ist ja auch noch die falsche Tonart.“ Also warten Band und Publikum geduldig, bis der Maestro das Signal zum Weitermachen gibt. Bei ´In Trance´ und ´Pictured Life´ sind alle wieder auf den Beinen. Statt der Hendrix-Kamellen ´All Along The Watchtower´ und ´Little Wing´ hätte ich mir allerdings noch ein, zwei Scorps-Smasher vom Kaliber ´Virgin Killer´ gewünscht. (fm)
Was lange währt, wird endlich gut und füttert das Phrasenschwein, aber es stimmt: Nachdem CORONER jahrelang auf unserer Wunschliste fürs Festival standen, gibt sich die nicht erst seit gestern wiedervereinigte Band endlich die Ehre und zeigt sich wie erwartet extrem routiniert, aber keineswegs gelangweilt. Mit ihrem sperrigen Einstieg scheinen es sich die Schweizer Prog-Thrash-Vorreiter, bei denen Schlagzeug-Veteran Diego Rapacchietti (u.a. 69 Chambers) Marky Edelmann ersetzt, selbst schwermachen zu wollen, doch spätestens ab ´Divine Step (Conspectu Mortis)´ fällt einem wieder ein, dass das erlauchte Trio eine Menge Quasi-Hits geschrieben hat (´Masked Jackal´, das Finale ´Die By My Hand´), für die dann auch tatsächlich mehr Zuschauer als erwartet in der Hitze bleiben. An diesem Wochenende sonst eher selten gesehene Stagediver fliegen, und Keyboarder Daniel Stössel (oder was auch immer er am Bühnenrand bedient) bleibt neben den traumhaft sicher musizierenden Hochleistungssportlern ein Statist. Wann kommt ein neues Album? (as)
Die BACKYARD BABIES sind fraglos die Paradiesvögel in diesem metallischen Rahmen, aber etwas mehr Publikumsinteresse hätte ich schon erwartet. So jedoch müssen sich die seit vier Jahren wieder aktiven Schweden mit einem halb vollen Innenraum begnügen, dessen Resonanz sich jedoch hören und sehen lassen kann. Die Setlist bietet einen Best-of-Querschnitt mit dem Schwerpunkt auf Songs von „Total 13“ und „Making Enemies Is Good“, zudem feiert die nagelneue Single ´Shovin´ Rocks´ ihre Live-Premiere. Dregens Outfits (diesmal: Eierwärmer-Kopfsocke und brusthohe Schlabberbuxe) werden zwar immer beschissener, aber dafür gibt Nicke verlässlich die coole Rampensau. Bis auf Drummer Peder scheinen alle schon mächtig vorgeglüht zu haben und stolpern deswegen mitunter etwas tollpatschig über ihre Kabel, strahlen damit aber auch reichlich Mittelfinger-Punk-Attitüde aus, die die Stimmung zunehmend befeuert. Obwohl manche True-Metaller meckern – ich hatte Spaß!
Es gibt Stimmen, die die Klamottenwahl von John Bush (leuchtend rotes Hemd und Buntfaltenhose mit ornamentalen Stickereien) für ähnlich fragwürdig wie die von Dregen halten, aber Mode soll hier nicht das Thema sein, denn ARMORED SAINT spielen die Show ihres Lebens! Ich habe die Band schon oft gesehen, und sie war immer bärenstark, aber noch nie so überragend wie hier. Die eigens für das Rock Hard Festival eingeflogenen Kalifornier brennen ein Hit-Feuerwerk sondergleichen ab, das mit ´March Of The Saint´ anfängt, über ´Last Train Home´, ´Symbol Of Salvation´ sowie ´Aftermath´ führt und mit ´Can U Deliver´ ein furioses Finale feiert. Überdies gibt es mit ´On The Way´ und ´Spineless´ zwei Schmankerln, die seit Ewigkeiten (2001 bzw. 1991) nicht mehr live zum Zuge kamen. Die Band spielt arschtight und strotzt nur so vor Spielfreude. Besonders John Bush, der allein schon mit seiner Körperspannung pure Energie ausstrahlt, sammelt Kilometergeld und flitzt von einer Bühnenseite zur anderen, während er gewohnt göttlich singt. Kurzum: ein Konzert zum Einrahmen. PS: Im November kommen die Herren auf Clubtour. (ms)
SAXON sind wahrscheinlich die Band, die ich mit am häufigsten live gesehen habe – wenn auch ohne jeden Vorsatz, waren Biff Byford & Co. doch auf gefühlt jedem zweiten Motörhead-Konzert und jedem Festival mit am Start, das ich je besucht habe. Ich vermute mal, manchem RHF-Gänger geht es ähnlich. Von Überdruss dennoch keine Spur: Die Ränge sind pickepacke voll. Warum, ist klar: Geliefert haben die Briten noch jedes Mal, so auch heute. Biff ist gut bei Stimme, die Band – allen voran Bass-Springteufel Nibbs Carter – überaus spielfreudig, und Evergreens wie ´Motorcycle Man´, ´747 (Strangers In The Night)´, ´Denim And Leather´ und ´Princess Of The Night´ machen auch beim 100. Hören noch Spaß. Zwar gibt es Geunke einiger („älterer“) Redaktionsmitglieder wegen zu vieler neuer Songs im Set. Ich als Saxon-Gelegenheitshörer finde allerdings, dass aktuelle Titel wie ´Thunderbolt´, ´Nosferatu´ ´Sons Of Odin´ oder auch halbwegs neue Stücke wie ´Sacrifice´ keineswegs gegen die Klassiker abstinken. Kurz: Saxon langweilen zu keiner Sekunde und erweisen sich wenig überraschend als würdiger Headliner. (fm)

Im härtesten Theater der Welt wuselten für euch hinter und vor den Kulissen herum: Holger Stratmann (hs), Thomas Kupfer (tk), Boris Kaiser (bk), Jens Peters (jp), Ronny Bittner (rb), Isabell Raddatz (ir), Alexandra Michels (am), Andreas Schiffmann (as), Marcus Schleutermann (ms), Sebastian Schilling (ses), Gretha Breuer (gb), Matthias Mader (mm), Jan Jaedike (jj), Wolfram Küper (wk), Mike Borrink, Michael Rensen, Stefan „Hacky“ Hackländer (sh), Thorsten Dörting (td), Felix Mescoli (fm), Simon Bauer (sb), Conny Schiffbauer, Maximilian Bloom (mb) und Robert Fust (Rock-Hard-Stand). Die Fotos schoss Thorsten Seiffert.


UND WAS MEINT…?


BORIS KAISER

Wer war die beste Band des Festivals?
Es ist ja irgendwo reichlich bescheuert, das eigene Festival abzufeiern, aber ganz ehrlich: Ich kann mich kaum entscheiden, so viele geile Gigs habe ich im Laufe der drei Tage gesehen. Primi inter pares: Dool, Sodom, Cirith Ungol, Overkill, Night Demon, Uli Jon Roth, Armored Saint. Und natürlich Attic. Mit ihren Eltern als Backing-Band NOCH diabolischer!

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Ich fand alles zumindest unterhaltsam, aber wenn ich mich entscheiden MUSS: Die großen Backyard Babies waren sicherlich schon mal energetischer...

Wer war die größte Überraschung?
Ganz klar Tiamat. Edlund & Co. stellten selbst in den Neunzigern keine Macht auf der Bühne dar, und „aktuelle“ Live-Mitschnitte auf YouTube ließen so einige bereits im Vorfeld an der Qualität der Band zweifeln. Am Freitag vor Ort war´s dann aber ein so angenehmer wie melancholischer Trip zurück.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Wolfgang Liu Kuhn. War wegen anderer beruflicher Verpflichtungen nämlich nicht vor Ort, dabei wollte ich unserem Grazer Urgestein doch noch mal ausführlich erklären, warum sein verhasstes Wien eben doch ´ne wunderschöne Stadt ist. Nächstes Jahr, Wolfgang!

Wunschbands für 2019
Ghost? Weiß nicht, ob das noch realistisch ist; wahrscheinlich nicht. Ansonsten: Fifth Angel wären mal geil. Oder Possessed. Wir geben uns auf jeden Fall Mühe – versprochen!

Thomas Kupfer

Wer war die beste Band des Festivals?
Neben den Headlinern Dool und The New Roses.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?

Habe keine wirklich schlechte gesehen.

Wer war die größte Überraschung?
Matthias Mader: Steht selbst nach zwei Kisten Bier pro Tag immer noch wie ´ne Eins!

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Ebenfalls Matthias Mader! Hat sich ständig am Bierausschank vorgedrängelt, der alte Springinsfeld…

Wunschbands für 2019
Grave Pleasures, Lamb Of God, Ghost, Tribulation, Motorjesus.


Thorsten Dörting


Wer war die beste Band des Festivals?
Dool.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?

Axel Rudi Pell.

Wer war die größte Überraschung?
Uli Jon Roth.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Der Frühstücks-Bacon-Brater im Hotel Maritim, der ist ja jedes Pfingstwochenende indirekt auch ein Rock-Hard-Mitarbeiter. Alter, durch und weich, aber nicht chipslettig-brikettig!

Wunschbands für 2019

Ghost, Dark Angel, Grave Pleasures, Dokken, Atlantean Kodex (ja, wieder mal), Nasty Savage, Der Weg einer Freiheit, Hällas, Znöwhite (Tagträumchen), Cult Of Luna, Roky Erickson, Avatarium (ja, schon wieder).


Mandy Malon

Wer war die beste Band des Festivals?
Uli Jon Roth! ´Pictured Life´ unter strahlend blauem Himmel bei warmem Sonnenschein, was kann´s Schöneres geben?

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Das Einzige, was mich echt enttäuscht hat, war der klickende Bassdrum-Sound bei Marduk, die ansonsten trotz Tageslicht ´ne saubere Show gespielt haben.

Wer war die größte Überraschung?
Sodom als Quartett – ich würde sagen, das Ding ist gelungen und die Rückbesinnung zur Old School nur zu begrüßen.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter hat dir den größten Schrecken eingejagt?
Boris Kaiser. Als ich nach einer Weile mal wieder backstage nach meinen Schützlingen von Marduk schauen wollte, kam mir Boris entgegen und berichtete mit total ernster Miene, dass man mich schon die ganze Zeit suche, weil es ein großes Problem mit Marduk gebe und ihr Auftritt nach dem Interview mit Kollege Schilling auf der Kippe stünde. Mein Gesicht in dem Moment hätte man fotografieren sollen – Hut ab für den gelungenen Scherz, der im Nachhinein kaum lustiger hätte sein können.

Wunschbands für 2019
Enforcer, Degial, Nifelheim, Saracen, Angel Witch, Portrait, Uncle Acid & The Deadbeats, Bölzer, Tribulation, Aura Noir, Obituary (mit Old-School-Set).


Felix Mescoli

Wer war die beste Band des Festivals?
Overkill haben live ja noch nie geschwächelt, aber mit Jason Bittner am Schlagzeug war das echt noch mal eine ganz andere Hausnummer.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Diamond Head, können vielleicht aufm Hänger beim Dorf-MC noch was reißen.

Wer war die größte Überraschung?
Leatherface, die sich, nachdem ich mich total auf sie gefreut hatte, als Leatherwolf entpuppt haben.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?

Wer auch immer Krombacher als Backstage-Bier ausgesucht hat.

Wunschbands für 2019
Leatherface, Gluecifer, The Obsessed, Goo Goo Dolls.


Gretha Breuer

Wer war die beste Band des Festivals?

Tiamat.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Backyard Babies.

Wer war die größte Überraschung?
The New Roses.

Wunschbands für 2019
Misery Index, Satyricon, Okkultokrati.


Stefan „Hacky“ Hackländer

Wer war die beste Band des Festivals?
Eindeutig Dool, besser geht´s kaum.

Was war die größte Überraschung?
Der Humor von UIi Jon Roth! Danke an das Party-Techno-Boot, das während seines Auftritts durch den Kanal rauschte.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Ronny, weil er mich nachts – unter wildem Klopfen – noch aus meinem Hotelzimmer in die Bar gezerrt hat.

Wunschbands für 2019
Watain, Grave Pleasures, Ahab.


Wolfram Küper

Wer war die beste Band des Festivals?
Diamond Head, Tiamat.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?

Fehlanzeige.

Wer war die größte Überraschung?
Dool (sind ja doch kein Hype…).

Wunschbands für 2019
Trust (sofern Bernie vorher seine Texte lernt), Lizzy Borden, Watchtower.


Andreas Schiffmann

Wer war die beste Band des Festivals?
Abgesehen von den stets professionellen Lieferanten in der Headliner-Position: Dool und Armored Saint.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Tiamat (mehr oder weniger tadellose Darbietung, aber Atmosphäre Fehlanzeige) und die Trigger-/Kriegsnervensägen Marduk.

Wer war die größte Überraschung?
Die alterslosen Diamond Head, Cirith Ungol und Leatherwolf.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Persönliche Begegnungen sind schön und selten, also keiner.

Wunschbands für 2019
Kriegen wir King´s X noch vor der Rente ins Amphitheater, Holger?


Jens Peters

Wer war die beste Band des Festivals?
Ganz schwierige Frage, dieses Jahr gab´s ziemlich viele Highlights. Wenn ich mich festlegen muss: Freitag Dool, Samstag Cirith Ungol, Sonntag Armored Saint.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Gab´s nicht, alle waren auf ihre Weise unterhaltsam bis super.

Wer war die größte Überraschung?

Night-Demon-Vorturner Jarvis. Mehr dazu in den Splittern...

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?

Boris Kaiser. O-Ton vom Sonntag: „Jens, ich geh mal Pipi machen. Passt du auf mein Bier auf und tust mir keine Drogen rein? Das wär gut. Ich muss morgen aufs Kind aufpassen.“ Spaßbremse!

Wunschbands für 2019

Jetzt aber endlich: Nifelheim. Skid Row. Lizzy Borden. The Hellacopters. Danke!


Matthias Mader

Wer war die beste Band des Festivals?
Diamond Head.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Marduk (Panzer Division destroyed?).

Wer war die größte Überraschung?
Leatherwolf. Immer noch so stark wie in den Achtzigern. Triple Axe Attack reloaded.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Niemand!

Wunschbands für 2019
Immer noch Vardis. Dazu Blitzkrieg. Def Leppard mit einem einmaligen Set, bestehend aus den ersten beiden Alben. Und als Special Guest: Cock Sparrer.


Maximilian Blom

Wer war die beste Band des Festivals?
Overkill (live einfach eine Bank), Armored Saint (was hätte nur alles aus dieser Band werden können?), Night Demon & Thundermother (ziehen beide zu früher Stunde schon viele Leute vor die Bühne und liefern energiegeladene Shows ab).

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Tiamat (Downer zwischen Diamond Head und Sodom, außerdem is´ mir dat einfach nix).

Wer war die größte Überraschung?
Uli Jon Roth (entpuppt sich als großer Entertainer und sorgt mit brillanter Band und einem Sack voller Hits für den einen oder anderen dieser viel zitierten magischen Momente).

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Kollege Peters, durch dessen Klamottenwahl ich tagelang einen Ohrwurm von ´Girls, Girls, Girls´ mit Kirchenorgeln hatte (siehe Randnotizen).

Wunschbands für 2019
Angelus Apatrida, Lost Society, Skindred, Nervosa, Trallery.


Alexandra Michels

Wer war die beste Band des Festivals?
Uli Jon Roth, der außerdem auch die besten Ansagen des Festivals rauskloppte.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Backyard Babies (leider!).

Wer war die größte Überraschung?
Thundermother. Rockten total übernächtigt vom letzten Gig als Sonntags-Opener alle aus den Socken.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?

Boris „Imperator“ Kaiser schien am Vormittag des Festival-Samstags plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Die Sorge, wir hätten ihn in den Wahnsinn und somit zum Sprung in den Rhein-Herne-Kanal getrieben, war jedoch unbegründet: Unser royaler Chefredakteur hatte seelenruhig im TV die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle mitverfolgt. Dass er dabei vor lauter Rührung sämtliche Taschentuch-Bestände des Festivals eliminierte, ist natürlich nur ein Gerücht... – oder?

Wunschbands für 2019
Amorphis, Inglorious, Rage, Skid Row, Angel Dust.


Simon Bauer


Wer war die beste Band des Festivals?
Overkill (das musikalische Äquivalent einer Abrissbirne).

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Attic (diese Stimme... nein. Nein!).

Wer war die größte Überraschung?
Diamond Head.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Hacky, weil er mich wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit auf mein Faible für Sonata Arctica reduzieren wird.

Wunschbands für 2019
Amorphis, Devin Townsend Project, Atlantean Kodex, Sonata Arctica, Exodus (another lesson in violence!).


Ronny Bittner

Wer war die beste Band des Festivals?
Ich hatte am meisten Spaß mit Sodom, Thundermother, Coroner und Armored Saint.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Mit Attic konnte ich am wenigsten anfangen, und Memoriam fand ich überraschend langweilig.

Wer war die größte Überraschung?
Uli Jon Roth, und zwar in allen Belangen.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter hat eine Auszeichnung verdient?
Boris Kaiser. Bei der Attic-Ansage die Eltern der Musiker auszurufen, hat für den ersten Lacher des Festivals gesorgt.

Wunschbands für 2019
Rage, Death Alley, Zeal & Ardor, John Bush plays Anthrax, The Crown und Obscura.


Marcus Schleutermann

Wer war die beste Band des Festivals?

Armored Saint.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?

Manche haben zwar meinen Geschmack nicht getroffen, aber schlecht war keine.

Wer war die größte Überraschung?

Uli Jon Roth.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Keiner.

Wunschbands für 2019
Y&T, Heathen, Warrior Soul, Savage Messiah, Eclipse.


Isabell Raddatz

Wer war die beste Band des Festivals?
Armored Saint, Coroner, Night Demon.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Schlecht war keiner, aber Attic rangieren einfach satellitenartig außerhalb meiner Ton-Komfortzone.

Wer war die größte Überraschung?

Thundermother legten zur Mittagsstunde die Rock-Messlatte gleich mal auf die höchste Stufe und pusteten jegliche Müdigkeit mit ihrer Energie davon.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
(Hippie-Modus an.) Niemand, es war erneut ein wunderbar friedliches, freundliches und familiäres Festival. (Hippie-Modus aus.)

Wunschbands für 2019
Clutch, Zeal & Ardor, Tribulation, Rose Tattoo, Mastodon, Meshuggah.


Sebastian Schilling


Wer war die beste Band des Festivals?

Sodom, Coroner, Tiamat, Axel Rudi Pell, Marduk, Memoriam.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?

Bei Attic war der Gesang doch manchmal arg daneben. Schlecht geht aber trotzdem anders.

Wer war die größte Überraschung?
Memoriam haben sich eingegroovt und mich zum ersten Mal live überzeugt. Coroner waren ganz großes Kino.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold…

Wunschbands für 2019
Morbid Angel, Deicide, Lamb Of God, The Haunted, Solstice.

Bands:
ULI JON ROTH
SAXON
ARMORED SAINT
MEMORIAM
MARDUK
AXEL RUDI PELL
NOCTURNAL RITES
THUNDERMOTHER
LEATHERWOLF
BACKYARD BABIES
CORONER
CIRITH UNGOL
SODOM
DOOL
DIAMOND HEAD
THE NEW ROSES
TIAMAT
DAWN OF DISEASE
ATTIC
TRAITOR
OVERKILL
NIGHT DEMON
Autor:
Simon Bauer
Boris Kaiser
Marcus Schleutermann
Stefan Hackländer
Conny Schiffbauer
Jan Jaedike
Ronny Bittner
Felix Mescoli
Alexandra Michels
Wolfram Küper
Thorsten Dörting
Matthias Mader
Holger Stratmann
Isabell Raddatz
Sebastian Schilling
Gretha Breuer
Thomas Kupfer
Jens Peters
Maximilian Blom
Michael Rensen
Mandy Malon
Andreas Schiffmann
Mike Borrink

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