Festivals & Live Reviews

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SODOM - SODOM - RockHard Festival

Pünktlich zum Abendprogramm um kurz vor 8 betreten die Gelsenkirchener Thrashurgesteine SODOM die Bühne und bringen bereits nach den ersten Songs das gutgefüllte Amphitheater zum Überkochen.

Onkel Tom ist bei seinem Heimspiel von Anfang an bestens gelaunt und unterhält die fleißig headbangende Meute mit den Angelripper-typischen Showeinlagen. Zu diesem Zweck übernimmt er kurze Zeit selber die Kamera (mit der Material für eine DVD gefilmt wird) und schwenkt eine Kutte mit Schalke-Backpatch. SODOM überzeugen mit einer guten Songmischung aus allen Epochen, von den neuesten Titeln der Marke 'Buried in the Justice Ground' und 'Axis of Evil' über 'Sodomized' bis hin zu den älteren Pflichtstücken 'Ausgebombt' und 'Bombenhagel'. Das gesamte Set wird von Pyroeinlagen begleitet und klingt nach einer guten Stunde Spielzeit "gemütlich" aus.

Direkt im Anschluss dann die versprochene Überraschung: Ein Reunionauftritt der Rock Hard-Hausband RANDALICA samt den Sodom-Mannen Bobby und Bernemann. Götz "Sir Pommes" Kühnemund beginnt das Gute-Laune-Set mit dem Track 'Tote auffe Tanzfläche'. Die Rock Hard-Mannschaft (Götz im Anzug am Mikrofon, Herausgeber Holger Stratmann in Kutte mit Stirnband an der Klampfe und der erklärte Fankfurter Eintracht-Fetischist Frank Albrecht am Playback-Bass) legt trotz langjähriger Bühnenabstinenz ein erstaunliches Tempo vor, bei dem sogar das Mikro nicht mitkommt. 'Nach uns die Sintflut' läutet dann den wohl feuchtesten Teil des Abends ein: Nach dem letzten Riff des Songs fallen die ersten Tropfen aus den Wolken. Diese schütten sich dann aus Freude am ersten und einzigen Welterfolg RANDALICAs, 'Potent, willig und solo', völligst aus vor Freude. Der von SODOM ordentlich auf Fahrt gebrachte Moshpit, kam freilich auch hier nicht zur Ruhe. Brüllwürfel Götz hat so ziemlich jeden mitgerissen, und Frank und Holger hat man wohl mit dem Lasso wieder von der Bühne holen müssen. Noch lange nach dem letzten Ton stand eine Riesenmeute direkt vor der Bühne unter dem Segel und war von dort auch nicht wegzubewegen. Dass dies am Platzregen lag, ist wohl nur ein Gerücht. Gute Show, Pech beim Wetter Wetter, dafür aber eine umso bessere Atmosphäre. Prost!

Thomas Dietz und Sascha Nieroba

Bands:
SODOM
Autor:
Sascha Nieroba

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