Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 24.05.2017

ULVER , PILLORIAN , SUBROSA , BONGZILLA , PERTURBATOR , SCHAMMASCH , ALUK TODOLO , MY DYING BRIDE , COVEN , BARONESS , WOE , PALLBEARER , AHAB , ORANSSI PAZUZU , CHELSEA WOLFE , WARNING , MYSTICUM , (DOLCH) , DEAFHEAVEN , WOLVES IN THE THRONE ROOM - Schöner dröhnen

Wenn sich das niederländische Tilburg für vier, fünf Tage mit Musikverrückten füllt, die in der Hauptlocation 013 und vor diversen weiteren Bühnen (in der ehemaligen Kirche Het Patronaat, dem Club Extase und der Kneipe Cul de Sac) nach Stoner-Helden und Doom-Legenden lechzen, während sich auf dem Billing auch noch Platz für u.a. ein langlebiges Prog-Unikat und obskuren Experimental-Kram findet, ist - richtig! - mal wieder Roadburn-Zeit. Und das Roadburn, dieses Super-Festival mit der ganz besonders entspannten Stimmung, lassen wir uns natürlich auf keinen Fall entgehen!

Donnerstag

Seltsamer Start: Im kleineren Green Room schaue ich mir 15 Minuten die US-Black-Metaller ASH BORER an, die schön räudig ballern, während zeitversetzt auf der großen Hauptbühne CRIPPLED BLACK PHOENIX das Festival mit dem einen oder anderen eher ruhigen Akzent eröffnen. Jene sind zwar generell eine tolle Liveband, verzichten bei dieser Gelegenheit aber demonstrativ auf ihren Mitsing-Hit ´Burnt Reynolds´. Davon leicht irritiert, stolpere ich in den Extase-Club, in dem ein Typ von Ash Borer mit VANUM direkt schon wieder auf der Bühne keift und klampft. Sportlich!
Im Het Patronaat sind eher folkige Töne angesagt (das Goth-Duo THOSE POOR BASTARDS und die Neofolk-Hausnummer ROME hintereinander), dazwischen überzeugen auf der Hauptbühne SUBROSA mit ihrem geigenunterstützten Doom Metal, der genauso Wucht wie Pathos hat. Ihnen folgt mit WOLVES IN THE THRONE ROOM ein absolutes Highlight. Auch wenn ein paar Patzer des aktuellen Drummers nicht verborgen bleiben, zeigt die Band mit ihren episch und atmosphärisch ausufernden Dauerblast-Abfahrten, warum sie zu Recht als Vorreiter und Speerspitze von Cascadian- und Post-Black-Metal-Kram gilt. Und überhaupt: Alleine der Mittelteil von ´Vastness And Sorrow´, für den andere Bands töten würden, haut einen mal wieder völlig um. (sd)
Der Comeback-Gig der Okkult-Rock-Pioniere COVEN in der Main Hall wird im Anschluss von vielen sehnsüchtig erwartet. Zwar besitzt Jinx Dawson immer noch eine Ausnahme-Stimme, die visuelle Darbietung inklusive schwarzer „Hui Buh“-Nachtgewänder im XL-Format wirkt hingegen reichlich abgedroschen und antiquiert. Für den meisten Gesprächsstoff sorgt leider auch nicht die Musik, sondern das Engagement des Wolfpack-44-Gitarristen Richard Lee, der auf seiner Weste Nazi-Aufnäher zur Schau stellt und auch aufgrund des Künstlernamens Ricktor Ravensbrück nur wenige Zweifel an seiner rechten Gesinnung aufkommen lässt.
Anschließend steht im Het Patronaat mit DÄLEK der erste HipHop-Act auf einer Roadburn-Bühne und beweist mit ordentlich Publikumsandrang, dass die stilistische Scheuklappenfreiheit des Veranstalterteams auf Gegenliebe stößt. Herr Dümpelmann freut sich derweil, dass DEAFHEAVEN nicht in seine Review-Schicht fallen, denn die finde er „mal so richtig kacke“. Für mich war die Band auch immer ein zweischneidiges Schwert: Musikalisch ist der Post Black Metal durchaus gehaltvoll, büßt aber immer wieder von seiner Faszination ein, sobald George Clarke zu seinem eindimensionalen Gekrächze ansetzt.
Zur Feier des „Weed Day“ stehen danach BONGZILLA auf der Hauptbühne und erinnern an die Stoner-Rock-Anfänge des Roadburn. Die Kompositionen der Amis sind zwar immer noch semi-spannend und die Vocals eher unterirdisch, dafür unterlegt das Quartett den Gig mit sehenswerten Visuals auf der großen Leinwand, zu denen man sich vorzüglich wegdröhnen kann. Auf den Nachfolger von „Amerijuanican“ (2005) müssen die Fans aber wohl noch weiter warten. Fronter Michael John Makela scherzt am Ende: „Wir spielen gleich drei neue Songs, aber erst mal drehen wir uns noch einen Joint. Das hört ihr dann zuerst!“ Danach ist Schicht im Schacht. (rb)

Freitag

Verzwickte Lage zum Start in den Freitag. Der Roadburner hat die Wahl: Meditatives Schlangestehen vor dem Het Patronaat, um mit ein bisschen Glück einen Blick auf das düstere Treiben von Schammasch zu erhaschen - oder atonales Avantgarde-Geklöppel von MAGMA in der Haupthalle. Die Entscheidung fällt auf Letzteres, aber zu so früher Stunde können einem die Gründer des Zheul und Erfinder der Kunstsprache Kobaïanisch echt den letzten Zahn ziehen, da mag ihr Opus „Mekanïk Destruktïw Kommandöh“ noch so genial sein. „Man sollte sich dem Ganzen eben eher von der Jazz-Seite aus nähern!“, doziert Prof. Dr. Dr. Kaiser und zupft sich die letzten Krümel seines Kaassoufflés aus dem Schnurri. Raus aus der Matinee, um doch schnell mal in die Klangwelten von SCHAMMASCH einzutauchen, die Schweizer Kuttenträger spielen heute nämlich ihr Doppelalbum „Triangle“ komplett durch. Gesamtkunstwerk hin oder her - bei gut 100 Minuten Spielzeit lässt sich die eine oder andere Länge live leider nicht vermeiden.
Partout kein Durchkommen gibt es danach bei den Psychedelic-Doom-Rockern RUBY THE HATCHET im winzigen Extase. Also rüber zu OATHBREAKER in der Haupthalle. Die Flamen sind Teil des „Church Of Ra“-Kollektivs ihrer Kollegen Amenra, wissen mit ihrem Post Black Metal durchaus zu überzeugen, können allerdings mit der perfekten Inszenierung einer CHELSEA WOLFE im Anschluss nicht mithalten. Die elegante Erscheinung im schwarzen Umhang versteht es absolut meisterhaft, sich und ihre makellose Stimme in Szene zu setzen. Und bei jedem „Thank you“, das sie ins Mikro haucht, entfährt den versammelten Herren ein leises, verliebtes „Awwwwww“.
Bleibt ein Moment Zeit für die Überraschung des Tages: Von ihrer ruhigen Seite zeigen sich die amerikanischen Sludge-Doomer SUBROSA in einem „Subdued“-Set. Im intimen Sitzkreis können sich die federleichten Harmonien, der fantastische Gesang und die feinen Violinen- und Querflöten-Einlagen zu einer betörenden Atmosphäre entfalten - ein echtes Erlebnis! (kk)
Ein weiteres Highlight des Tages sind die belgischen Post-Noise-Metaller AMENRA, deren düster-atmosphärische Sounds von rau gebellten Vocals begleitet durch die Haupthalle wabern. Schwarz-weiß gehaltene, apokalyptisch anmutende Naturimpressionen untermalen die garstig-schöne Stimmung, die ihren Höhepunkt findet, als Scott Kelly von Neurosis und Kurator John Dyer Baizley die Bühne betreten.
Eine ganze Ecke dreckiger geht´s bei den Noise-Stoner-Corelern WHORES. zu, die mit blecherner Mülltonne auf der Video-Leinwand zeitgleich den Green Room beschallen. Es folgt eine der schwierigsten Entscheidungen des Festivals: Schon eine Stunde vor Beginn wartet eine lange Menschenschlange vor dem Het Patronaat, um DEN Hype-Act des diesjährigen Roadburns - ZEAL & ARDOR - zu sehen. Wer den Schweizer Durchstarter Manuel Gagneux und seine exzentrisch-eingängige Mixtur aus Black Metal und Gospel erleben will, reiht sich besser jetzt ein, doch zeitgleich performt die Kurator-Band BARONESS auf der Main Stage, die erstmals seit acht Jahren wieder im Roadburn-Line-up steht. Zeal & Ardor enttäuschen nicht. Zwar rauscht gleich zweimal die P.A. ab, doch das kommentiert Gagneux mit einem schicksalsergebenen „Das passiert nun mal, wenn man Satansmucke in einer Kirche spielt!“. Am Ende bekommen die Jünger, was sie wollen, nämlich den spirituellen Smasher ´Devil Is Fine´.
Mit wildem Stilmix geht´s weiter durch den Abend von den in weißen Klamotten performenden, leicht kauzigen Acid-Rockern HARSH TOKE über die hypnotischen Britain-Krautrocker GNOD bis hin zu den Old-School-Hardcore-Punkern INTEGRITY, die allerdings nur mäßig viele Besucher in die große 013-Halle ziehen. Stattdessen punktet der französische DJ PERTURBATOR, der die Kulturkirche erneut prall füllt und mit seinem leicht retro angehauchten Synthie-Elektro-Sound selbst den coolsten Kuttenträger zum Tanzen bringt. (cs)

Samstag

Wer am Vorabend gutes E, wie wir „party people“ der frühen Neunziger sagen, eingeworfen hat, tanzt am Samstagnachmittag um 15 Uhr wahrscheinlich immer noch, wird sich bei der Haupthallen-Kollabo des Engländers THE BUG mit EARTH-Mitglied DYLAN CARSON aber wahrscheinlich ein bisschen verarscht vorkommen, denn um ansehnliche Zeitlupen-Moves zu dem Ambient/Drone-Gedröhn der beiden hinzukriegen, muss man erst mal halb Tilburg leer kiffen - vor allem natürlich auf E. Ich kann mir das jedenfalls nicht antun und gehe rüber ins Extase, wo WOE (ha!) ansehnlich die USBM-Fahne hochhalten und im Anschluss die Berliner eBay- und Discogs-Könige (DOLCH) erneut beweisen, dass sie mit ihrem atmosphärischen Downtempo/Doom-Derivat mit Black-Metal-Geschmäckle weit mehr sind als ein (nun auch schon länger anhaltender) Underground-Hype. Verbreitet Stimmung, hat was!
Die Finnen ORANSSI PAZUZU dürfen mit ihrem schwarzen Sludge-Lärm dieses Jahr auf der Hauptbühne ran, nachdem sie 2016 Het Patronaat entweiht haben, und ziehen beinahe das komplette Publikum, was wohl auch an der gerade mal ausnahmsweise nicht so starken Konkurrenz in den Neben-Venues liegt (u.a. der, wenn ich mich nicht verzählt habe, 21. GNOD-Gig des Wochenendes, diesmal mit KURO), sind zumindest für echte Doomheads aber nur ein Vorgeschmack auf das, was da denn folgen möge, nämlich Patrick Walkers Wiederbelebung der - man kann das wirklich so schreiben - UK-Legende WARNING für einen (erst mal) exklusiven „Watching From A Distance“-Gig, der vor allem bei ´Footprints´ gestandenste Männer zu Tränen rührt - auch wenn man sich, ich bin da jetzt ganz ehrlich, schon hin und wieder fragt, ob Walkers grummeliges, karges Auftreten, das auch eine Art von Bocklosigkeit transportiert, nicht ein bisschen arg prätentiös ist.
Durchatmen und dann weiter quasi ohne Unterbrechung: Ähnlich wie auf Platte gehen MEMORIAM um Frontmann Karl Willetts auch auf der Bühne als durchaus hörenswertes Death-Metal-Kommando der alten Schule durch, erreichen andererseits aber nie die beinahe maschinelle, unaufhaltsame Durchschlagskraft von dessen Ex-Band Bolt Thrower, zudem ist der Sound nicht gerade der beste des Tages (dafür berühren die Kriegseinspieler im Hintergrund). Die zeitgleich im aus allen Nähten platzenden Green Room anfangenden AHAB wirken mit ihrem gar nicht mal immer so langsamen Funeral-, Quatsch: Nautic Doom alles in allem jedenfalls nicht nur tighter und rabiater, sondern auch frischer und sogar brutaler.
ULTHA aus Köln, wegen gemeinsamer Auftritte mit Inquisition neuerdings auf der Shitlist in diversen, hüstel, „autonomen“ Kreisen (als gäbe es keine wirklichen Feinde), rechtfertigen die Terz, die um sie gemacht wird, im Extase mit Nachdruck, mich erinnert der Auftritt der (Post-)Black-Metaller an eine wunderbare Roadburn-Show der Franzosen Celeste, die mich 2012 ebenfalls zum Fan werden ließ. Trotzdem besser, mal ein Auge auf MY DYING BRIDE in der Haupthalle zu werfen, denn ihr 1993er Eisen „Turn Loose The Swans“, das im Fokus steht, ist nun mal DAS Album der Briten, und ja: Nie wieder hat Aaron Stainthorpe schöner gelitten, und er kann das immer noch mitreißend, mit großer Geste und blütenweißem Hemd.
Erneutes Bühnenhopping kurz vor dem Tagesende: ALUK TODOLO sind als eher böses Spacerock-Kollektiv tatsächlich viel eindringlicher als große Teile der Konkurrenz (verwirrendes Licht auch!), bei den ausgebuddelten Schweden-D-Beatern DISFEAR (letzte Veröffentlichung 2008!) fliegen im Patronaat Mähnen und ganze Leiber, und SERPENT VENOM lassen es im Extase eher gemächlich angehen (prima für ein letztes Pilsje!). Den Gnadenschuss geben uns schließlich die, nun ja, Industrial-Black-Metaller MYSTICUM, die ich weder in der „In The Streams Of Inferno“-Inkarnation von 1996 noch in der „Planet Satan“-Version von 2014 sonderlich spannend finde, die heute auf der Hauptbühne mit ihren Podesten, den Videoeinspielern und Projektionen sowie - vor allem - grandiosem Licht aber wirklich mächtig was hermachen und ähnlich wie Rammstein in den besten Momenten in erster Linie über die Optik kommen. „Ist ja hier wie im Berghain“, meint Katharina, und Recht hat sie. Dance, party people, dance! (bk)

Sonntag


Passend zur Katerstimmung des letzten Festivaltages ist auch das Programm ein Wechselbad der Gefühle: Auf der Hauptbühne sind TEMPLE OV BBV eine hart knallende Schräg-Kooperation des „Artist In Residence“ Gnod und der Niederländer Radar Man Of The Moon, und meine Güte, ist das nach ein, zwei Bier zu viel am Vorabend erst recht Hirnfickmusik. Sich dann noch direkt die nicht minder krachigen OXBOW im Het Patronaat zu geben, ist mit Kopfschmerzen eigentlich keine schlaue Idee, aber wenn man die alles andere als alltägliche Band um den interessanten Hünen-Frontmann Eugene Robinson nach einer längeren Pause schon mal sehen kann, sollte man das auch tun, und ihre Musik zwischen doomigen und jazzigen Akzenten kommt auch ziemlich geil.
Auf dem Weg zurück ins 013 bekomme ich mit, wie der Green Room bei der Ein-Mann-Industrial-„Band“ AUTHOR & PUNISHER wackelt, bevor mit PALLBEARER etwas durch und durch Roadburn-Typisches auf der Hauptbühne steht. Waren die eigentlich irgendwann schon mal spannender, oder liegt´s an mir, dass ich mich auf deren tieftraurige Grundstimmung heute nicht so richtig einlassen kann? Passend zum etwas langweiligen neuen Album ist das Ganze zwar durchaus mehr als solide, aber der entscheidende Funke will trotzdem nicht recht überspringen. An dem mangelt es bei VALBORG und mir dann allerdings nun wirklich nicht, denn das sehr eigensinnige Düster-Metal-Gestampfe ist genau mein Ding. Die Bonner hämmern und grölen einen im Green Room noch mal ordentlich wach, und es freut einen wirklich zu sehen, dass die Weirdos vom Rhein im Mekka für die etwas anderen Bands vom Publikum gut aufgenommen werden. (sd)
Als PALLBEARER die Hauptbühne betreten, ist die Bude prall gefüllt - erstaunlich für den letzten Festivaltag, an dem sonst viele schwerst verkaterte Besucher bereits abreisen. (Das mit dem „schwerst verkatert“ glauben wir euch beiden sofort - zwei Rezis von ein und derselben Band sind in dem Fall wohl besser als eine, was? - Red.) Melodisch, melancholisch, episch - die US-Doomster nutzen die Chance und legen einen Gig hin, der ergreifender gerät als das songwriterisch etwas lieblos wirkende aktuelle Album, das - Achtung, Pointe! - ausgerechnet „Heartless“ heißt. Einzig das Overacting des Bassisten, der seinen Undercut-Seitenscheitel eine Spur zu gewollt hin- und herschwingt, nervt. Abzüge in der B-Note.
LES DISCRETS müssen danach vor weniger Leuten ran - leider. Denn Fursy Teyssier, ein zierlicher Wuschelkopf-Franzose mit weit aufgeknüpftem Oberhemd, Romantikblick und Hang zum elektronisch verklöppelten Blackgaze, zaubert die Soundfigürchen seines Bandprojekts mit viel Liebe zum Detail und atmosphärischem Gespür in den Äther - ähnlich wie Pallbearer überzeugender als auf dem jüngst erschienenen Album („Predateurs“). Weniger Zuschauer, ja. Aber deren Zuneigung ist am Ende des einstündigen Sets dafür umso inniger.
Um die Gunst des Albums müssen ULVER gar nicht erst kämpfen. Wenn es einen archetypischen Roadburn-Act gibt, dann wohl dieses Ex-Black-Metal-Experimental-Ungetüm, das zu immer neuen Klanggestalten mutiert. Die Halle ist brechend voll, Ulver spielen Songs vom aktuellen Album „The Assassination Of Julius Caesar“ - und versetzen große Teile des Publikums in eigentümlich verklemmt-gehemmte Hipster-Wackeldackel-Schwingungen, die man nur mit viel Großzügigkeit als Dancemoves bezeichnen kann. Egal. Von einer regelrechten Drumbatterie hingeklotzte Beats, Keith-Jarrett-artige Jazzpiano-Tupfer, Synthwave-Teppiche und primitivistisch coole Strichmännchen-Visuals machen das Konzert zu einem Erlebnis, bei dem selbst eher gemütliche 280-Pfünder in Tanzlaune verfallen. Muss man erst mal schaffen.
Die letzte Festivalstunde auf der Main Stage gehört dann PILLORIAN. Die Band um John Haughm ist ein Bastardbaby der großartigen Black-Post-Doom-Metaller Agalloch, die sich 2016 aufgelöst haben. Wie der Vorgänger beweist das Quartett ein ausgeprägtes Talent für unaufdringliche, kunstvoll gewobene Melodien, geht aber brachialer vor. Mit einer erfrischend bodenständigen Bang-your-head-till-you´re-dead-Performance schickt das Quartett die - kurz nach Mitternacht merklich ausgedünnte - Menge mit einem geschmackvollen Black-Metal-Brett ins Bett. (td)

Das Roadburn zelebrierten einmal mehr mit mächtig Spaß (und noch mächtigeren Kaassoufflés) in den Backen: Boris Kaiser (bk), Ronny Bittner (rb), Simon Dümpelmann (sd), Conny Schiffbauer (cs), Thorsten Dörting (td) und Katharina Kaiser (kk). Die Fotos schoss Eus „Dutch Connection“ Straver.

Bands:
WOLVES IN THE THRONE ROOM
BONGZILLA
CHELSEA WOLFE
COVEN
ULVER
AHAB
ORANSSI PAZUZU
ALUK TODOLO
MY DYING BRIDE
MYSTICUM
DEAFHEAVEN
PALLBEARER
PILLORIAN
SUBROSA
PERTURBATOR
BARONESS
(DOLCH)
SCHAMMASCH
WOE
WARNING
Autor:
Katharina Pfeifle
Thorsten Dörting
Boris Kaiser
Simon Dümpelmann
Conny Schiffbauer
Ronny Bittner

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