Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 24.06.2015

KREATOR , PENTAGRAM , ARCHITECTS OF CHAOZ , SINNER , AVATARIUM , SANCTUARY , GOD DETHRONED , VENOM , FLOTSAM AND JETSAM , OVERKILL , CHANNEL ZERO , DORO , BLACK STAR RIDERS , AIR RAID , DESERTED FEAR , SPACE CHASER , SPIDERS , MICHAEL SCHENKER´S TEMPLE OF ROCK , KATAKLYSM , VOIVOD , REFUGE , MOTORJESUS - ROCK HARD FESTIVAL 2015

Gelsenkirchen, Amphitheater
22. - 24. Mai
Kult am Kanal

Es passte alles bei der 13. Auflage unserer lauschigen „Familienfeier“: Ausnahmslos gut aufgelegte Bands, sehr angenehmes Wetter, eine ebenso souveräne wie tiefenentspannte Crew und Security, tolle Übertragungen vom WDR und „Spiegel Online“ und das beste Publikum der Welt machten unser diesjähriges Festival zum bislang erfolgreichsten der Rock-Hard-Historie. Trotz des eine Woche später in der nahegelegenen Veltins-Arena stattfindenden „Rock im Revier“-Spektakels mit Mega-Acts wie Metallica und Kiss konnten wir „volles Haus“ vermelden – dafür und für die wie immer fantastische Gänsehautatmosphäre ein fettes Dankeschön an alle Besucherinnen und Besucher. Wir sind stolz, dass wir drei Tage lang mit euch feiern durften!

Freitag
Die beste Band aus Berlin (gemeint sind nicht Die Ärzte, wie Herr Kaiser in seiner smarten Ansage feststellt) macht dem Ruhrpott schon gleich bei Festival-Eröffnung gehörig Feuer unterm Arsch. Nicht nur der mitgereiste Anhang aus der Hauptstadt geht von der ersten Sekunde an voll mit. Das Amphitheater ist bereits richtig gut gefüllt, doch von Nervosität bei SPACE CHASER keine Spur. Ihre technisch recht anspruchsvollen Thrash-Kompositionen wie ´Watch The Skies´, ´Predator´ oder das von der Single bekannte ´Skate Metal Punks´ kommen voll auf den Punkt. Bei ´Caught In A Mosh´ („diesen Song kennt ihr bestimmt, denn der ist nicht von uns...“) entwickelt sich gar ein durchaus ansehnlicher Circle Pit, der nahezu die gesamte Breite vor der Bühne in Anspruch nimmt und erst einen Tag später von Kreator übertroffen wird. Einen besseren Opener hätte man sich kaum malen können. (mm)

Den schwer geilen Jungspunden folgt der legendäre Ex-Iron-Maiden-Fronter Paul Di´Anno. ARCHITECTS OF CHAOZ sind sein erstes Bandprojekt seit Ewigkeiten, das mehr als ein halbwegs gut getarnter Maiden-Cover-Act ist. Folgerichtig spielt man nur ein einziges Jungfrauen-Stück, ´ne gar nicht mal wirklich nötige ´Killers´-Version, von dem 57-jährigen Veteranen angekündigt als „der letzte Song, den ich mit den Spice Girls geschrieben habe“. Ansonsten gibt´s einen Sack Treffer vom Debüt „League Of Shadows“, zum Beispiel die aktuelle Single ´How Many Times´, die Paul seinen diversen Ex-Frauen widmet. Di´Anno ist bei der ersten Show der Architects tierisch nervös, aber recht gut bei Stimme. Ein bisschen traurig ist es dennoch, den alten Recken im Rollstuhl zu sehen („Ich sitze hier wie ein fetter Frosch“). Seine Knieprobleme werden immer schlimmer, und die für Anfang Juni geplante OP musste verschoben werden, weil „mein Arzt an Krebs erkrankt ist“. Manche trifft´s echt richtig hart im Leben. (jj)

Thrash-Fans kommen bereits an diesem frühen Freitagnachmittag voll auf ihre Kosten. Neben den furiosen Space Chaser lassen sich auch die Arizona-Urgesteine FLOTSAM AND JETSAM nicht zweimal bitten und starten ihren sehr old-schooligen Set mit dem Kracher ´No Place For Disgrace´, ehe sich mit ´Desecrator´ ein Song vom ´86er Debütalbum „Doomsday For The Deceiver“ anschließt. Die Band agiert druckvoll und tight, zudem gehört Frontmann Eric A.K. zu der Sorte Sänger, die ihre Stimme scheinbar nie verlieren. Ergo frisst das Amphitheater den Thrash-Veteranen heute aus der Hand. Eine Überraschung gibt´s mit dem „When The Storm Comes Down“-Hit ´Suffer The Masses´, leicht getrübt wird der alles in allem starke Gig vom Weglassen der beiden Bandhymnen ´Doomsday For The Deceiver´ und ´Escape From Within´. (ps)

Die Auflösung GOD DETHRONEDs war so halbherzig und ließ die Tür so weit offen, dass es niemanden überrascht haben dürfte, dass Henri Sattler die Band eher früher als später reaktivieren würde. Dennoch ist die Freude groß, dass die Holländer wieder am Start sind, und mit ´Hating Life´ zeigen sie direkt, für was sie stehen: nämlich für Death Metal, der mit solidem Thrash-Fundament ordentlich Tempo macht und mit eingängigen Melodien gefällt. Der Sound ist erstklassig, die Band spielt tight, und Hits wie ´Soul Sweeper´, ´Villa Vampiria´ und ´Sigma Enigma´ lassen den frühabendlichen Auftritt zu einer Rückkehr nach Maß werden. Hoffentlich bekommen die Herrschaften auch bald ein neues Album auf die Kette. (ses)

Als PENTAGRAM starten, ist die Verwunderung erst mal groß: Das ist nicht der letztes Jahr wieder mal zur Band zurückgekehrte Victor Griffin, der da gerade die Gitarre bedient. Man kann es allerdings verschmerzen, denn seine wie ein jüngerer Zakk Wylde rüberkommende Vertretung klampft alle Anwesenden derart in den siebten Himmel, dass Sänger Bobby Liebling ihn immer wieder verzückt antanzen muss. Die Setlist ist von der eröffnenden Bandhymne ´Sign Of The Wolf´ über den direkt folgenden Hit ´Forever My Queen´ bis zum epischen ´Be Forwarned´ und dem das Programm abrundenden Knaller ´20 Buck Spin´ ein einziger Traum. Ob es mit an den lauten „Bobby! Bobby!“-Rufen aus dem Publikum liegt, dass man Lieblings genuschelte Ansagen kaum versteht? Egal. Es ist ein einziger Triumphzug des eigenwillig gekleideten und kauzig agierenden Mannes mit seiner tight und mächtig groovenden Band. I can´t turn back now, cause it´s the sign of the wolf! (sd)

Die seit einiger Zeit für Aufregung sorgenden Venom Inc. mögen mit Mantas und Abaddon zwei Originalmitglieder an Bord haben, „unsere“ VENOM bieten jedoch Cronos an Bass und Mikro, und mit dem Kerl steht und fällt diese Band nun mal. Wie eine Reunion klingen würde, kann man nur mutmaßen (und wird es aufgrund der Business-Streitigkeiten hinter den Kulissen wohl nie erfahren). Die Cronos-Inkarnation von Venom hat jedenfalls keinen Bock auf ´ne pure Retrokutsche und peitscht nach dem Aufheizen des Amphitheaters mit ein paar imposanten Feuerfontänen diverse aktuelle Schoten in die Meute. Dass die alten Klassiker die geileren Songs sind, ist sonnenklar, und der pure Old-School-Gig auf dem 2013er Party.San wird unerreicht bleiben. Dennoch fügen sich aktuellere Abrissbirnen wie ´Pedal To The Metal´, ´Antechrist´ und ´Long Haired Punks´ problemlos zwischen den Classics ein (ganz weit vorn: ´Die Hard´, ´Black Metal´ und ´Witching Hour´). Cronos ist gut bei Stimme, sieht wie immer irgendwie lustig aus und glänzt mit geilen Ansagen („Hell fucking yeah!“, „Fuck yeah, you´re a loud bunch of motherfuckers!“). Das volle, die Band massiv bejubelnde Amphitheater gibt eine imposante Kulisse ab und brüllt nach Leibeskräften „Lay down your souls to the gods rock´n´roll" und „Evil – in league with Satan“ in die einsetzende Dunkelheit. (jj)

SAMSTAG

DESERTED FEAR halten die Totenkopfflagge hoch und fahren live nicht übel damit, während ihre retrospektiv ausgerichteten Alben zumindest den Schreiber dieser Zeilen kalt lassen. Die Thüringer machen alles genau so, wie es sein sollte – mit Energie, natürlicher Lockerheit und sehr authentischen Songs, die sich wegen ihrer fast verboten vorhersehbaren Strukturen regelrecht für einen morgendlichen Weckruf aufdrängen. Das Material ihrer bisher zwei Alben – „Kingdom Of Worms“ aus dem letzten Jahr steht naturgemäß im Brennpunkt – wird dementsprechend dankbar angenommen, so dass am Ende des Sets kein schattiger Fleck vor der Bühne mehr frei ist. (as)

Als zweite Band des Tages spielen MOTORJESUS vor einem bereits ziemlich gut gefüllten Amphitheater auf. Der Weg zwischen Mönchengladbach und Gelsenkirchen war allerdings scheinbar nicht lang genug für ausreichenden Bierkonsum. Anders lässt sich kaum erklären, dass Fronter Christoph Birx wahlweise über fehlendes Bier, Schokoriegel oder Lampenfieber schwadroniert. Das ist nur semi-unterhaltsam, immerhin lässt er es aber mit seinen Kollegen musikalisch krachen. Souverän performte Bretter wie ´Fist Of The Dragon´ oder ´King Of The Dead End Road´ werden gekrönt von einem Hardrock-Medley von Kiss bis AC/DC. (ln)

Bevor VOIVOD auf die Bühne stürmen, klärt Ansager Boris K. jene Fans auf, die (wie ich) über den frühen und kurzen Slot des legendären Unikats erzürnt sind, dass dieser mit ihrem späten Aufrücken auf den offenen Platz im Programm zu tun hat und das ja auf jeden Fall besser als gar kein Voivod ist. Recht hat er. Die mit neuem Bassmann auflaufenden Frankokanadier klöppeln sich daraufhin eine Dreiviertelstunde lang durch Old-School-Gerumpel (´Ripping Headaches´, ´Voivod´), Songs der proggigeren Phase (´The Unknown Knows´,´The Prow´), dazwischenliegende Karriere-Highlights (´Tribal Convictions´) und sämtliche Stärken vereinendes Neumaterial (´We Are Connected´), dessen teilweise Schrägheit von Frontmann Denis „Snake“ Bélanger mit herrlichen Grimassen und Verrenkungen visualisiert wird. Geiler geht nicht! (sd)

AVATARIUM bilden den perfekten Puffer zwischen dem erfrischenden Wahnsinn von „Bob Kanada 1“ (Voivod) und dem getriggerten Irrsinn von „Bob Kanada 2“ (Kataklysm). Leider ohne den gesundheitlich angeschlagenen Vordenker Leif Edling, der aber erneut von Tiamat-Bassist Anders Iwers würdig vertreten wird, erzeugen die Schweden mit ihrem doomigen Stoff pure Gänsehaut. Dafür sorgt vor allem Jennie-Ann Smith mit ihrer berauschenden Stimme sowie ihrem fast an Ausdruckstanz erinnernden Stageacting. Avatarium zählen zweifelsohne zu den Höhepunkten des Festivals! Ein Lob geht aber auch an die Mischpultfraktion, die einen derart kristallklaren Sound zaubert, dass man sogar die Akustikgitarre von Jennie-Ann hervorragend hört. (sg)

„Our mission is to kick your fuckin´ ass“ – so lautet die Kampfansage der Death-Metal-Terroristen KATAKLYSM. Nach einem triumphal-kämpferischen Intro brettern die Kanadier von null auf hundert los und lassen das Amphitheater beben. Die Truppe hat eine unendlich düstere, aggressive Kraft, die sie auf das durchgängig headbangende und moshende Publikum überträgt und damit eine sehr dynamische Show abliefert. Von Klassikern wie ´Crippled And Broken´ bis zu brandneuen Tracks wie ´Thy Serpent´s Tongue´ wird alles so brutal und böse hinausgewuchtet wie nur irgend möglich. Geschmackssache bleibt allerdings das permanente Geplapper von Fronter Maurizio Iacono: Für die einen ist es coole, mitreißende Animation, für die anderen der berühmte „touch too much“. So oder so haben die Jungs die Hütte aber abgerissen. Killer! (mam)

Warrel Dane sieht ungesund aus und vermittelt nicht den Eindruck, den Irren auf der Bühne nur spielen zu müssen, singt SANCTUARYs alte und neue Songs aber annehmbar. An seiner Leistung Anfang der Neunziger würde er nach über 20 Jahren naturgemäß selbst im Idealfall nicht kratzen, doch schon zuletzt bei Nevermore war es damit offengestanden nicht mehr weit her. Mitbegründer/Bassist Jim Sheppard wird vertreten, das Klassiker-Programm (´Die For My Sins´, ´Battle Angels´, ´Future Tense´, ´Taste Revenge´) verursacht ebenso wie der Titelsong des Comeback-Albums der Seattle-Legende leichte Gänsehaut und stößt auf großen Anklang. Ein flaues Gefühl bleibt hinterher dennoch zurück. (as)

DORO ist clever genug, in ihre Setlist immer wieder Warlock-Nummern einzustreuen. Ein reiner Warlock-Set ist allerdings eine Rarität und eine feine Sache. Zu Anfang reicht die Ansage von Kollege Peters aber scheinbar nicht aus, denn ihr Keyboarder präsentiert die Protagonistin gleich noch mal. Was folgt, ist eine Zeitreise in die Achtziger und Neunziger, wobei man endlich mal wieder ´Earthshaker Rock´, ´Hellbound´, ´Out Of Control´ oder ´East Meets West´ zu hören bekommt. In ihrer unnachahmlichen Art (Stageacting und Ansagen wie „Let me hear you auf den Rängen!“ oder „Superschön, heute hier zu sein“) bietet das Düsseldorfer Fräuleinwunder zusammen mit ihrer fünfköpfigen Band ein kurzweiliges Programm, das letztlich wegen des Priest-Covers ´Breaking The Law´ und der eigenen Nummer ´Revenge´ (die immerhin nach den alten Warlock klingt) gar kein reiner Warlock-Set ist. Macht aber nix. (wk)

Für den Soundtrack zur sportlichen Entleibung sind KREATOR stets ein gern gesehener Gast im Amphitheater. Und Milles „Are you ready to kill each other?“ lässt nicht lange auf sich warten. Kein Wunder, denn die deutschen Thrash-Metal-Titanen haben an diesem Samstagabend viel größere Showtrümpfe in der Hinterhand. Fette Videoleinwände rahmen die Bühne ein, Klopapierbahnen, Nebelkanonen und Konfetti machen aus dem Headliner eine totale Zerstörung mit Partyhütchen. Quasi in Hörweite ihrer Altenessener Wurzeln ist die Show so unprätentiös humorig, wie der Ruhrpott nur sein kann. Zusätzlich haben die Jungs ihre Tour-Klassiker um überraschende alte Perlen wie ´Renewal´ und den Rausschmeißer ´Betrayer´ nach ´Flag Of Hate´ ergänzt. Zwischen proaktivem Abriss und Old-School-Nostalgie ist die Show auch ein Statement. Das Rock Hard Festival ist nicht orts- oder personengebunden, sondern „ein Festival von Fans für Fans“, erklärt Mille. Dem ist nichts hinzuzufügen. (ln)

SONNTAG

Der Sonntag wird von den Göteborger Iron-Maiden-Fans AIR RAID eingeläutet, die es mit viel Energie und Frische schaffen, eine ansehnliche Zuschauermenge vom Zeltplatz ins weite Rund des Amphitheaters zu locken. Der stimmlich bestens aufgelegte Frontmann Arthur und seine Nebenleute servieren Underground-Hits wie ´When The Sky Burns Red´ von der Debüt-EP und ´Wildfire´ vom aktuellen zweiten Album „Point Of Impact“, und im weiten Rund zucken mit jeder Minute mehr Nackenwirbel. (mr)

Auch die SPIDERS machen alles richtig. Ihre Riffs spielen sie extrem druckvoll und tight, dazu besitzen sie eine charismatische Ausstrahlung zwischen glamourös und leicht verrockt. Vor allem aber haben sie mit Ann-Sofie Hoyles eine fantastische Frontfrau in ihren Reihen. Hoyles verliert nie den Kontakt zum Publikum und singt die ausnahmslos starken Songs mit extrem viel Gefühl und noch mehr Dreck in der Stimme. Außerdem steuert sie ein paar exzellente Mundharmonika-Soli bei, und jeder weiß, dass Mundharmonika-Exzellenz nichts Geringes ist. Mit jedem Song wird es voller vor der Bühne, Fäuste werden gen Himmel gereckt, altgediente Old-School-Metaller pfeifen die Refrains. Es ist ein kleiner Triumphzug, den die Spiders hier mittags um eins veranstalten. Begeisterung ist der verdiente Lohn. (tb)

Früher war alles besser? Von wegen! Mit der Triple Guitar Attack Alex Scholpp, Alex Beyrodt und Christoph Leim sind SINNER so stark wie nie, zumal der Gesang von Namensgeber Matt mit zunehmendem Alter wärmer und variabler geworden ist. Die im Laufe der Jahre immer offensichtlicheren Thin-Lizzy-Referenzen passen natürlich prima zum heutigen Headliner, aber die besten Resonanzen gibt es bei alten Gassenhauern wie ´Born To Rock´ und ´Germany Rocks´. Ob angesichts der eigenen Diskografie ein Billy-Idol-Cover sein muss, sei zwar mal dahingestellt; gut gemacht ist die Interpretation von ´Rebel Yell´ allemal. Den Herren ist die Spielfreude anzusehen, und ihre gute Laune überträgt sich aufs Publikum, das fleißig am Fistraisen ist. (ms)

Ähnlich wie Voivod haben CHANNEL ZERO unter merkwürdig wenig Publikumszuspruch zu leiden. Die Band lässt sich von der überschaubaren Kulisse aber nicht beeindrucken, spielt ein grandioses Konzert und feuert bestens gelaunt einen mutigen Set ab, der sich aus Songs der Alben von „Unsafe“ bis „Kill All Kings“ zusammensetzt. Frankys Plauderton-Ansagen sind die sympathischsten des gesamten Festivals, er kommt ohne ein einziges „motherfucker“ aus und spricht die Leute gar als „ladies and gentlemen“ an. Als er dann beim Rausschmeißer ´Black Fuel´ (was für ein unglaublicher Song!) die Reise auf die Ränge antritt, sich singend zwischen die Leute pflanzt und Fotos mit Fans macht, hat er die Meute endgültig im Sack, beschämt jeden, der nicht da war, und holt für seine Truppe locker den Titel „Sieger der Herzen“. (hl)

Nach dem Rage-Split durfte man auf den ersten Festivalauftritt von Peavy mit seinen alten Weggefährten Manni Schmidt und Christos Efthimiadis gespannt sein. Und die Wiedervereinigung unter dem Namen REFUGE klappt wie am Schnürchen. Einerseits, weil bei Peavy die Spielfreude, die bei Rage zuletzt gefehlt hat, zurückgekehrt ist, andererseits, weil die alten Nummern der fünf gemeinsamen Alben einfach klasse sind. Zwar kann man über die Songauswahl streiten, aber Klassiker wie ´Firestorm´, ´Solitary Man´, ´Nevermore´, ´Death In The Afternoon´, ´Enough Is Enough´, ´Invisible Horizons´, ´Certain Days´, ´Light Into The Darkness´, ´Shame On You´, ´Baby, I´m Your Nightmare´, ´Don´t Fear The Winter´ und das abschließende ´Refuge´ machen trotz des etwas bescheidenen Sounds einfach Spaß. Das Comeback der Tres Hombres ist geglückt. (wk)

MICHAEL SCHENKER ist optisch und spielerisch in so guter Verfassung wie lange nicht mehr. Inzwischen hat er für seinen TEMPLE OF ROCK die richtigen Mitstreiter gefunden: Neben der alten Scorpions-Rhythmusfraktion Francis Buchholz und Herman Rarebell gehört dazu an vorderster Front der etwas exaltiert wirkende Doogie White (ex-Rainbow), der immer noch bestens bei Stimme ist. Die Setlist brennt ein Best-of-Feuerwerk ab, das den Bierumsatz in ungeahnte Höhen treibt und nicht nur die Altrocker aus voller Kehle mitsingen lässt. Zum Zuge kommen etliche Klassiker von UFO (´Doctor Doctor´, ´Lights Out´, ´Rock Bottom´) und den Scorpions (´Lovedrive´, ´Coast To Coast´, ´Rock You Like A Hurricane´), wobei die 2011er Komposition ´Before The Devil Knows You´re Dead´ in dieser stolzen Reihe locker mithalten kann. Ein größeres Kompliment kann es nicht geben. (ms)

Nach dieser Hochglanzvorstellung verbreiten OVERKILL frech Aufruhr. Das Amphitheater ist fast so gut gefüllt wie bei Doro gestern. Rasant, energiegeladen und routiniert feuern die fünf New Yorker ihr Hit-Arsenal ab. Schon nach dem ersten Song ´White Devil Armory´ hallen „Overkill!“-Rufe durchs Rund. Zu ´Electric Rattlesnake´ rasten die Thrasher im Moshpit aus, und ´In Union We Stand´ animiert zum Mitgrölen. Bei ´Rotten To The Core´ gibt es ein Meer gereckter Fäuste bis auf die Ränge hinauf, ´End Of The Line´ produziert Crowdsurfer am laufenden Band, und ´Bring Me The Night´ und ´Welcome To The Gutter´ werden genauso abgefeiert. Schließlich verabschiedet der wie eh und je drahtige Bobby Blitz sein zuvor als Familie und Freunde gehätscheltes Publikum herzhaft mit ´Fuck You´. (gb)

Mit zehn Minuten Verspätung und ´Bound For Glory´ vom Debüt steigt der Thin-Lizzy-Nachfolger BLACK STAR RIDERS in seinen 80-minütigen Headliner-Set ein, der gekonnt zwischen den bekannten Klassikern und aktuellen Eigengewächsen pendelt. Die Band mit Neuzugang Robbie Crane am Bass ist in extrem guter Spiellaune, Sound und Posen stimmen. Frontmann Ricky Warwick sieht mittlerweile aus wie Mike Ness´ kleiner Bruder, seine Ansagen kommen auch ähnlich pathetisch, ein bisschen zu oft spricht er seine „brothers and sisters“ an. Höhepunkte sind die letzten fünf Songs, stimmiger geht es einfach nicht: ´Finest Hour´, ´Emerald´, ´The Killer Instinct´, ´Rosalie´ und ´Whiskey In The Jar´, die beiden letzten traditionell mit großartiger Publikumsbeteiligung. Dass BSR die Lizzy-Hymne ´The Boys Are Back In Town´ vom normalerweise vorher kommenden ´Cowboy Song´ entkoppelt haben und letzteren gar nicht spielen, ist die einzige Enttäuschung des tollen Festival-Abschlusses. (js)     


Auf dem Rock Hard Festival ließen drei Tage lang selig grinsend die Kuh fliegen: Holger Stratmann (hs), Michael Rensen (mr), Boris Kaiser, Thomas Kupfer, Jens Peters (jp), Ronny Bittner (rb), Jan Jaedike (jj), Andreas Schiffmann (as), Matthias Mader (mm), Wolfram Küper (wk), Hendrik Lukas (hl), Sebastian Schilling (ses), Marcus Schleutermann (ms), Tobias Blum (tb), Simon Dümpelmann (sd), Laura Niebling (ln), Patrick Schmidt (ps), Stefan Glas (sg), Gretha Breuer (gb), Mandy Malon (mam), Alexandra Michels (am), Conny Schiffbauer und Robert Fust (Rock-Hard-Stand). Die Fotos knipsten Thorsten Seiffert, Holger Stratmann und Jens Peters.


In unserem YouTube-Channel erwarten euch Video-Interviews vom Festival mit u.a. PENTAGRAM, VOIVOD, SANCTUARY, REFUGE, OVERKILL, KREATOR und DORO.
www.youtube.com/user/RockHardMegazine


Mitschnitte diverser Shows des Wochenendes findet ihr beim WDR unter rockpalast.de.

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UND WAS MEINT...?

Holger Stratmann

Wer war die beste Band des Festivals?
Eindeutig Black Star Riders. Ich war vier Tage lang heiser, das hat noch niemand geschafft.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Keine. Die Spiders hätte ich mir räudiger vorgestellt, waren aber trotzdem gut.

Wer war die größte Überraschung?
Doro Pesch hat in der Gunst der Besucher mit Sicherheit den größten Sprung nach oben gemacht, überrascht hat mich das allerdings nicht.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Michael Rensen, weil er diese blöde Frage hier partout nicht streichen will.

Deine Wunschbands für 2016?
Verrate ich auch dieses Jahr nicht, die Konkurrenz liest immer noch mit.

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Thomas Kupfer
Wer war die beste Band des Festivals?
Motorjesus, Black Star Riders, Spiders, Flotsam And Jetsam, Kreator

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Gab es nicht

Wer war die größte Überraschung?
Für mich Flotsam And Jetsam. Prima Sound und dazu ein Klassiker nach dem anderen. Damit hätte ich nicht unbedingt gerechnet. Auch sehr geil: Doros Old-School-Set.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Kein einziger - die sind doch alle voll lieb, ey! Ganz stark war aber der Auftritt von Jens Peters: Der hat nicht nur nackt getanzt, sondern gleichzeitig Ronny beim Zelteaufbauen geholfen. Ein Tausendsassa!

Deine Wunschbands für 2016?
Metal Church, Lamb Of God, Tribulation, Band Of Spice, My Sleeping Karma, Blackberry Smoke

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Jens Peters
Wer war die beste Band des Festivals?
Ganz schwer zu sagen, dazu waren zu viele Bands zu gut. Drei Highlights waren Doro (geile Setlist und energetische Show), Michael Schenker (wer mit ´Doctor Doctor´ in seinen Set startet, kann nur gewinnen) und Motorjesus (immer geil).

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Keine. Venom waren mir ein bisschen zu tight, die Herrschaften hätten ruhig mehr rumpeln dürfen. War aber trotzdem geil.

Wer war die größte Überraschung?
Unser Biergarten-DJ Martin Brumley, der mit seiner „Burning Steel Metalparty“ und vollem Einsatz drei Tage lang die Bühne gerockt hat. Danke, Martin, super war´s!

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Unsere Chefreds Michael „Drunkard“ Rensen und Boris „Cpt. Porno“ Kaiser: Ersterer war drei Tage lattenstramm (Beweisfoto in den Randnotizen), Letzterer klebte ständig lüstern an sämtlichen (!) Frontfrauen des Festivals. Pfui!

Deine Wunschbands für 2016?
Wie immer: Twisted Sister und Lizzy Borden. Und außerdem die Backyard Babies.

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Michael Rensen
Wer war die beste Band des Festivals?
Voivod (´The Unknown Knows´!), Overkill

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Bis auf den Fremdschäm-Alarm am Ende des Sinner-Sets war alles top.

Wer war die größte Überraschung?
Avatarium, Deserted Fear

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Jens „Paparazzo“ Peters, der Ronny dazu anstiftete, mich um ein Bier aus dem Crew-Tresor zu bitten, nur um dann wieder eines seiner „rasend komischen“ „Spaß-Fotos“ zu schießen. Und Boris „Spaßbremse“ Kaiser, der nicht bei meiner feuchtfröhlichen Vegan-Straight-Edge-Party mitmachen wollte.

Deine Wunschbands für 2016?
Between The Buried & Me, Metal Church mit „The Human Factor“-Set

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Wolfram Küper
Wer war die beste Band des Festivals?
Freitag: Venom erfüllen die Erwartungen und scharen die Legions wieder hinter sich. Samstag: Souveränes Heimspiel von Kreator mit phänomenaler Setlist. Albern nur die Konfettikanone. Sonntag: Overkill blasen mal wieder alles weg! Es gilt die „Big 4“ neu zu definieren (natürlich mit Overkill und Kreator).
 
Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Schlecht waren weniger die Bands als einige Soundmänner. Besonders bei den Black Star Riders hat der Mann am Mischpult total versagt.
 
Wer war die größte Überraschung?
Die Bundesligaschlusskonferenz mit unwürdigem Ende. Unsäglich, dass es der HSV in die Relegation geschafft hat.
 
Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Niemand. Man muss den Typen nur aus dem Weg gehen...
 
Deine Wunschband für 2016?
Fates Warning mit John Arch.

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Stefan Glas
Wer war die beste Band des Festivals?

Samstag: Avatarium, Doro (Crowdsurfing bei ´Für immer´ – unfassbar!), Voivod (Snake sieht immer mehr wie der kleine psychopathische Bruder von Wolfgang Niedecken aus), Motorjesus (´Speed Of The Beast´ war der geilste Arschtritt des Tages!) und Kreator

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Vielleicht Voivod, weil sie ´Ravenous Medicine´ nicht gespielt haben? Nein, natürlich nicht! Es gab keine schwache Band am Samstag.

Wer war die größte Überraschung?
Wenn Kataklysm nicht mit Vollgas losbrettern, grooven sie sogar.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Der Schiffmann. Ich hatte mir fest vorgenommen, ihm auf die Nase zu hauen, weil er sich für unser AC/DC-Mixtape auch ´What Do You Do For Money Honey´ ausgesucht hatte. Und dann läuft er mir beim Festival kein einziges Mal über den Weg. Verdammt, ganz umsonst Boxtraining genommen...

Deine Wunschbands für 2016?
Lethal, Armored Saint, Spectral & Watchtower

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Jan Jaedike
Wer waren die besten Bands des Festivals?
Die geballte Blondinenpower: Doro (still reigning) und Avatarium (ich bekam echt feuchte Augen)

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Die eher brünette Konkurrenz der Spiders bleibt blass und uncharismatisch.

Wer war die größte Überraschung?
Black Star Riders (klingen nicht wie ´ne Opa-Band, oder ich bin inzwischen selbst ein Opa...), die Deutsche Bahn (beendet pünktlich zur Anreise ihren scheiß Streik)

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Matthias Mader (kramt wirklich bei jeder verdammten musikhistorischen Diskussion mehr Details aus dem Langzeitgedächtnis als ich, fast so schlimm wie Boris...)

Deine Wunschbands für 2016?
Master, CJ Ramone, Exciter, irgendwas Black-Metallisches und natürlich Babymetal

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Gretha Breuer
Wer war die beste Band des Festivals?
Pentagram – trotz Bobby Lieblings fehlgeschlagener Inszenierung als Sexsymbol: Wahnsinns-Atmosphäre

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Channel Zero – Langeweile mit großen Egos

Wer war die größte Überraschung?
Avatarium – schön, schön, schön

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Ernsthaft? Keiner.

Deine Wunschbands für 2016?
Anthrax, Procession, Vallenfyre, Lvcifyre

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Matthias Mader
Wer war die beste Band des Festivals?
Venom. Klar habe ich Mantas´ genial-dilettantisches Gitarrensolo ebenso vermisst wie Abaddons Drum-Gerumpel, aber bei der supertighten ´Warhead´-Version hatte ich dann doch Freudentränen in den Augen. Schwamm drüber, dass Kreator am Samstag als Headliner die wesentlich größere Dicke-Eier-Bühnenshow am Start hatten.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Objektiv betrachtet war keine Band wirklich schlecht. Aber Kataklysms getriggerte Doublebass-Dauerbeschallung ist mir leider recht schnell auf den Keks gegangen. Ebenso wie ihre prolligen „Muthafucka“-Ansagen – das kam ein bisserl angestrengt aggro rüber...

Wer war die größte Überraschung?
Zwei Performances hätte man im Vorfeld das Prädikat „Katastrophen-Potenzial“ zuschreiben können. Aber sowohl Warrel Dane von Sanctuary als auch der zweitbeste Gitarrist der Welt, Michael Schenker, hatten sich voll im Griff. Beide Auftritte besaßen zahlreiche Gänsehautmomente.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Niemand. Nur dass Herr Kupfer der Meinung ist, Mythra hätten damals nicht mehr als fünf Platten verkauft, ist ein ziemlicher Affront.

Deine Wunschbands für 2016?
Seventh Son (Barnsley), Vardis (Wakefield) und Iron Maiden (East London)

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Simon Dümpelmann 
Wer war die beste Band des Festivals?
Voivod (was auch vorher schon klar war)

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Keine wirklich schlechte gesehen, allerdings gehört diese ´Germany Rocks´-Nummer von Sinner mit zum Albernsten, was ich je gehört habe.

Wer war die größte Überraschung?
Cronos´ stilsichere Bühnengarderobe

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Eigentlich eher ich den anderen (z.B. mit längeren Referaten über die Großartigkeit Voivods und die Albernheit von ´Germany Rocks´)

Deine Wunschbands für 2016?
Armored Saint, Griftegård, Sulphur Aeon, Vektor

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Sebastian Schilling 
Wer war die beste Band des Festivals?
Doro. Super Band, super Sound, viele Hits und eine megasympathische Doro, die bei bester Stimme war. Gleichauf: Schenker und seine Truppe.
 
Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Channel Zero. Laaangweilig. Kreator werden mir in diesem Leben ebenfalls live nix mehr geben.
 
Wer war die größte Überraschung?
Avatarium. Die Songs könnten mehr auf den Punkt kommen, aber die Sängerin ist genial!
 
Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Eigentlich alle. Eingebildete Schnösel ohne Ahnung von Musik.
 
Deine Wunschbands für 2016?
Sodom, Megadeth, Morbid Angel, Bolt Thrower, Helloween

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Boris Kaiser
Wer war die beste Band des Festivals?
Kreator und Venom (perfekte Headliner!), Avatarium (entspannt, sympathisch, an der Grenze zur Magie) sowie Doro mit einer reinrassigen, energetischen, knackharten Metal-Show. ´Metal Racer´, ey!

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Der erste „geheime“ Peters-And-The-Big-Boobs-Babies-Auftritt im Backstage-Bereich. Besonders ekelhaft: Jens´ „Moonwalk“ übers Catering (Burgunderbraten, Milchreis) – barfuß und mit Elefantenrüssel-Schlüpper.

Wer war die größte Überraschung?
Jens Peters - immerhin MIT Elefantenrüssel-Schlüpper („Ich hab´s vor dem Festival nur noch zur Pediküre geschafft, nicht mehr zum Waxing!“)

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Rensen mit seinen beknackten „Anfeuerungsrufen“ („Kopf in Topf, Fuß ins Mus!“, „Halt den Rüssel in die Schüssel!“)

Deine Wunschbands für 2016?

Sorcerer, Metal Church, Blues Pills

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Robert Fust
Wer war die beste Band des Festivals?
Venom! Das hat mit dem Achtziger-Gerumpel überhaupt nix mehr zu tun, vor allem der Drummer ist Mickey-Dee-mäßig richtig gut.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Es gab diesmal keine schlechte Band, echt nicht.

Wer war die größte Überraschung?
Der Wettergott

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Alle sind dermaßen beschäftigt herumgeflitzt, da war keine Zeit zum Sich-auf-den-Sack-Gehen.

Deine Wunschbands für 2016?
Orange Goblin, Hitten, Lizzies, Seita, Palace, Nitrogods, Night, Siena Root, Baby Woodrose, Black Horizonz, Tribulation, Bushfire, The Midnight Ghost Train, Wucan, The Colts, Daily Thompson

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Andreas Schiffmann
Wer war die beste Band des Festivals?
Voivod, Avatarium

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Sinner, ein Garant für irrelevante Musik seit 24 Jahren

Wer war die größte Überraschung?
Flotsam And Jetsam und Channel Zero, da braucht man keine Thrash-Kinder mit Hightops

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Keiner

Deine Wunschbands für 2016?
Triumph, King´s X, Metal Church mit Mike Howe

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Laura Niebling 
Wer war die beste Band des Festivals?
Kreator
 
Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Voivod. Und mit schlecht meine ich: mir
persönlich egal.
 
Wer war die größte Überraschung?
Deserted Fear

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten
auf den Sack gegangen?
Matthias „Ja, der war doch gerade noch hier!?“
Mader. Du Phantom!

Deine Wunschband für 2016?
The Night Flight Orchestra

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Stefan Geide
Wer war die beste Band des Festivals?
Overkill, Kreator, Flotsam And Jetsam, Sinner, Black Star Riders

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Schlechte Bands konnte man wirklich mit der Lupe suchen und wäre nicht fündig geworden!

Wer war die größte Überraschung?
Der energiegeladene Auftritt der Spiders, die ich so dynamisch nicht in Erinnerung hatte

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Absolut keiner!

Deine Wunschbands für 2016?
Rhino Bucket, UFO, American Dog, Vicious Rumors, The Answer, Spiritual Beggars

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Jörg Staude
Wer war die beste Band des Festivals?
Von der Klassikerdichte und dem Sänger her sicherlich Schenker mit seinem Mix aus UFO/Scorpions/MSG-Hits.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Man wird mich steinigen, aber ich mochte und mag Overkills „Stimme“ nicht.

Wer war die größte Überraschung?
Doros Zeitreise. Hut ab!

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Wie immer natürlich Herr Dümpelmann. Seine rhetorischen Fähigkeiten, Beschimpfungen mit Begriffen aus dem Tierreich zu verzieren, sind aber trotzdem aller Ehren wert.

Deine Wunschbands für 2016?
Godsmack, The Last Internationale, Palace Of The King

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Marcus Schleutermann
Wer war die beste Band des Festivals?
Channel Zero: Belgium´s Bay Area!

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Keine

Wer war die größte Überraschung?
Doro: Damals. Düsseldorf. Daumen hoch!

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Ronny Bittner, weil er penetrant behauptet, ich sähe mit meinem längeren Bart wie Peavy aus.

Deine Wunschband für 2016?
Triumph

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Hendrik Lukas
Wer war die beste Band des Festivals?
Channel Zero – nett und nahbar, musikalisch fettestes Brett. Voivod – wie immer bestechend und auf ewig einzigartig. Avatarium – die Doom-Entdeckung schlechthin. Overkill können sowieso nur gut.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Pentagram – hüftsteif und lahmarschig. Sanctuary – freilich eine Enttäuschung auf hohem Niveau. Die Band spielt super, aber Warrel wird live wohl nie mehr gut singen.

Wer war die größte Überraschung?
Black Star Riders – dass die irgendwie gut sind, ließ sich angesichts des geballten Talents ahnen. Aber wie verdammt gut sie waren, hat dann doch noch mal überrascht.

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Da kann ich nicht liefern – alles nette Menschen,

Deine Wunschbands für 2016?
Transport League, Kenn Nardi, Confessor, Obliveon, Cynic, Solstice (US), Dim Mak, Gorguts, Boss Keloid, Tau Cross, The Ghost Next Door, Raubtier, Vektor. Außerdem müssen wir noch immer die Schweisser-Reunion anleiern.

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Ronny Bittner
Wer war die beste Band des Festivals?
Objektiv gesehen wahrscheinlich Kreator, mein persönliches Highlight waren allerdings Refuge. Die alten Rage-Klassiker endlich mal live und dann auch noch im damaligen Line-up zu sehen, sorgte bei mir für die eine oder andere Freudenträne.

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Channel Zero blieben in meinen Ohren weit hinter ihren auf den Alben gesetzten Standards zurück.

Wer war die größte Überraschung?
Black Star Riders

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Thomas Kupfer maulte drei Tage lang rum, weil er für ein fünfminütiges Video-Interview mit seinem Buddy Blitz von Overkill verpflichtet wurde. Dabei ist Zompf eigentlich sonst nicht so kamerascheu, und letztlich lachten die beiden sich beim Interview wieder halb tot.

Deine Wunschbands für 2016?
Vektor, SpiralArms, Black Breath, Devin Townsend Project, Rage

Mandy Malon
Wer war die beste Band des Festivals?
Venom

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Refuge

Wer war die größte Überraschung?
Kataklysm

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Hatte mit allen Spaß, kann also nur loben, vor allem Robert für seine Playlist am Rock-Hard-Stand – die war Killer!

Deine Wunschbands für 2016?
Inquisition, Archgoat, Enforcer

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Alexandra Michels
Wer war die beste Band des Festivals?
Black Star Riders. The boys are back in town!

Wer war die schlechteste Band des Festivals?
Wir buchen keine schlechten Bands! Ganz schön haarig war allerdings das bauchfreie Outfit von Venom-Fronter Cronos. Augen zu und durch...

Wer war die größte Überraschung?
Refuge trieben gestandenen Kuttenmetallern bei ihrer ersten Deutschland-Show Freudentränchen in die Augen. Paul Di´Anno bewies gesundheitlich bedingt auf der Bühne nicht nur Sitzfleisch, sondern auch volle Stimmpower. Daumen hoch für so viel Einsatz!

Welcher Rock-Hard-Mitarbeiter ist dir am meisten auf den Sack gegangen?
Ich selbst – schon wieder beim Wettschminken gegen Sleazy Peters abgestunken. Kleiner Trost: Der Mann ließ selbst Doro und Bobby Liebling ganz schön blass aussehen.

Deine Wunschbands für 2016?
Heaven´s Basement, Rage, Evergrey, Death Angel, Iced Earth, Symphony X, Kvelertak, Danger Danger



Randnotizen

Evil Obelix im Sport-BH
Christian „Speesy“ Giesler, immerhin Bassist einer der wichtigsten Metal-Bands des Planeten, verriet kurz nach dem Gig sein Geheimrezept, um an BC-Rich-Instrumente zu kommen. Die KREATOR-Bässe sind nämlich nicht – wie in dieser Größenordnung üblich – Bestandteil irgendwelcher Ausrüsterverträge. „Den einen habe ich bei Autoteile.de ersteigert. Und der andere schimmelte im Proberaum von Darkness vor sich hin. Anstelle einer teuren Lackierung habe ich einfach schwarze d-c-fix-Folie aus dem Baumarkt draufgemacht. Ausgeschnitten, geklebt – sieht wie neu aus. So machen wir datt im Ruhrpott!“ (hs)

Wenn ein egal wie betrunkener, freundlich lächelnder Tom Angelripper den Bierbecher zum Anstoßen ausstreckt, macht man da gerne mit. Seltsam wird es, wenn er einen dann freudestrahlend mit „Doro“ anspricht, zumal am gleichen Tag bereits Holger Stratmann scherzte, ob man die Avatarium-Sängerin sei. (gb)

Doro und Jennie-Ann Smith legten sich mächtig ins Zeug, die coolste Rockerin des Wochenendes war aber eine andere. Die ca. dreijährige Tochter eines Crew-Mitglieds drehte am Samstagmittag vor der ersten Band völlig unbeeindruckt von den immer zahlreicher auftauchenden langhaarigen Bombenlegern mit einem winzigen Laufrad vor der Bühne ihre Runden. Die ganz in Pink gekleidete junge Dame raste wie vom wilden Watz gebissen durch den Innenraum, nutzte die großen, in den Betonboden eingelassenen Gummi-Schutzkappen als Sprungschanzen und übte schließlich noch von der Bühnenabsperrung aus das Stagediven in die Arme der mächtig verzückten Security. (mr)

Großer Andrang beim Bundesligahören im Biergarten. Da der kleine Fernseher nicht ausreicht, werden die Boxen aufgedreht, und es kommt zum Massenhören. Dabei sind die Sympathien im Abstiegskampf ausgeglichen verteilt. (wk)

RYKER´S-Bassist Chris Luft taucht am Samstagabend lattenstramm wie tausend Russen im Backstage-Bereich auf und verkündet, dass seine Band gerade an einem neuen Album arbeite. Seine Frau Tanja sprengt währenddessen ein TV-Interview mit Doro, indem sie Frau Pesch ziemlich, nun ja, freudetrunken um den Hals fällt. (mr)

Weil die BLACK STAR RIDERS pausenlos das Tempo hochhielten, geriet Sänger Ricky Warwick in unerwartete Nöte und hatte gerade noch Zeit, neben der Bühne in einen Becher zu pinkeln, anstatt die 50 Meter zur Toilette zu laufen. Die Crew sah allerdings nur jemanden breitbeinig vor ihrem Equipment stehen und geriet dezent in Panik. Lediglich einer hatte die Situation sofort durchschaut und versprach, sich umgehend um die warme Brühe zu kümmern, was dem guten Ricky dann doch irgendwie peinlich war. (hs)

DOROs ´Für immer´ weckt Gefühle. Andreas (nicht Herr Schiffmann!), Boris Kaisers alter Kumpel und Plattensammler-Nerd (seines Zeichens stolzer Besitzer einer „Wiped Out“ von Raven auf gelbem Vinyl), fühlt sich beim Auftritt der Grande Dame des deutschen Metal in seine Pubertät zurückversetzt: „Mensch, als wäre es gestern gewesen, kann ich mich noch daran erinnern, wie ich diese Nummer mit Boris zusammen in seinem Kinderzimmer lauthals mitgesungen habe.“ Auch heute grölt der Kaiser die Warlock-Nummer leidenschaftlich und wie ein junger Hirsch posierend mit. „Zu diesem Song hatte ich mit 13 eine Liebesbeziehung“, lässt er die Umstehenden mit erhobener Faust wissen. Hach, Boris, wer von uns nicht? (mm & ln)

Da waren die Merchandiser aber von der schnellen Truppe. Das T-Shirt von VENOM INC. mit den Namen von Mantas, Abaddon und dem „Demolition Man“ (Atomkraftler sowie früher Venom-Roadie) auf dem Rücken war bereits fertig gedruckt. Ich gehe davon aus, dass der Träger nicht Cronos über den Weg gelaufen ist, machte er doch einen körperlich unversehrten Eindruck. (mm)

Skandal und Highlight des Festivals zugleich: Party-Hard-Peters verzichtete dieses Jahr komplett aufs Blankziehen. Dafür brachte der Kollege seine Eltern mit, die unserer Chefetage wegen angeblicher Rufschädigung ihres Zöglings ordentlich die Ohren langzogen. Wenn die wüssten... (am)

Man kennt´s zwar schon aus den vergangenen Jahren, aber Kollege Rensen schafft es, jedes Mal noch einen draufzusetzen: Diesmal kam er bereits am ersten Festivaltag lattenstramm im Backstage an, plünderte den Biercontainer (siehe Foto) und versuchte anschließend noch, aus den Umkleiden der Musiker Schnapsflaschen zu entwenden. Dazu grölte er: „Wir ham den Kanal, wir ham den Kanal, wir ham den Kanal noch lange nicht voll!“, „Wenn das Wasser im Rhein-Herne-Kanal goldner Wein wär“ und noch die eine oder andere Textzeile, die man an dieser Stelle besser nicht wiedergibt. (jp)

Wer Herrn Jens Peters sucht, der arbeitet mittlerweile in Sibirien. Strafgefangenenkolonie, Eiszapfen warmlutschen. (mr)

Weil sie seit vier Wochen nicht mehr gespielt hatten, hielten die BLACK STAR RIDERS vor der Show noch eine kleine akustische Bandprobe in der winzigen Umkleidekabine ab. Der Nuclear-Blast-Abgesandte Jaap Wagemaker, der eigentlich tagtäglich mit Metal-Stars zu tun hat und normalerweise durch nichts zu erschüttern ist, bekam tatsächlich Herzrasen. „Solchen Legenden dabei zuzusehen, wie sie Thin-Lizzy-Songs durchgehen, das kann man nicht mit Geld bezahlen. Einmalig!“ (hs)

Cronos sollte seinen Trainingsplan beim Eisenbiegen überarbeiten. Mit Plauzenansatz sieht er in seinem Bühnenoutfit mit dem knappen Shirt und der bis über den Bauchnabel hochgezogenen Büx aus wie evil Obelix im Sport-BH. (rb)

Dass von der Bühne aus gesehen mittig rechts auf halber Höhe der Ränge selbst bei härtestem Death-Metal-Trommelfeuer seelenruhig Socken gestrickt werden, gehört für viele langjährige Besucher zum gewohnten Festival-Bild. In diesem Jahr kam auch noch eine kleine Häkelkolonie dazu. Eine junge Dame schuf einen wunderhübschen pink-lila-uringelben Klorollenhut, den sie mit einem breiten Grinsen einem Rock-Hard-Redakteur überreichte. Der wusste gar nicht, wo er sich lassen sollte vor Glück... (mr)

Während OVERKILL beim Andrang ihrer Autogrammstunde einen Mordsspaß haben und sich mit den Fans so was wie eine Papierkugelschlacht liefern, bestätigt eine der anwesenden Security-Kräfte, was wir Metal-Fans schon immer wussten: „Das hier ist alles wirklich kein Stress, die Leute sind ja superentspannt. Am schlimmsten ist das Publikum bei Schlager-Events.“ (sd)

Bei der Veranstaltungsleitung machte man sich schon Sorgen, als es hieß, MICHAEL SCHENKER möchte ganz allein, ohne seinen Tourtross, vom Hotel abgeholt werden. Gab es etwa Zank? Oder gar erhöhten Diven-Alarm? Alle Fahrer waren verplant, also wurden die Rock-Hard-Mitarbeiter der Reihe nach gefragt. Da unsere Karren aber viel zu spärlich für einen Musiker dieser Größenordnung sind, blieb nichts anderes übrig, als mit meinem abgerockten Mercedes (240 D, Baujahr 1983, keine Umweltplakette, keine Klimaanlage, Wert: ca. 500 Euro) vorzufahren. Des Rätsels Lösung: Michael war neugierig auf das Festival und hatte keine Lust, mit seiner japanischen Begleitung so lange zu warten, bis die letzte Person aus seiner Entourage abfahrbereit war. Stattdessen: interessierter Smalltalk auf dem Weg zum Festival, alles ganz unkompliziert. Nur auf die Frage, was denn seine momentane Lieblingsnummer aus dem aktuellen Set sei, hieß es, es wäre „alles gleich nett“. Da war die Charme-Offensive von Conny Schiffbauer beim WDR-Interview natürlich erfolgreicher: ´Rock Bottom´! (hs)


Eure Meinung

Dieses Trio stammt aus Münster und Haltern am See, wobei Klaus und Felix ihrem Kumpel bei der Namensangabe ins Wort fallen, aber einhellig der Meinung sind, dass es an Pfingsten nirgendwo schöner ist. Immerhin besuchen sie das Festival teilweise schon zum 13. Mal. 2015 sind die Jungs vor allem scharf auf Motorjesus, Kreator, Doro, Michael Schenker und Venom, aber auch generell Bands, „die man nicht so auf dem Schirm hat“. Veränderungen an der Organisation sehen sie allenthalben im Kleinen, doch die seien immer positiver Art, also darf man auch 2016 mit ihnen rechnen.

Sascha (22) und Lena (21) sind zum ersten bzw. fünften Mal am Start, vorrangig wegen Kataklysm, Motorjesus und Overkill. Die zwei kommen aus der Nähe von Osnabrück und stören sich nur an der Parkplatzsituation, während Sascha erfreut bemerkt, dass der Zeltplatz mittlerweile mit genügend Toiletten und Duschen ausgestattet sei. Das Paar guckt womöglich so schief, weil es laut Sascha „nicht ganz“ zusammen sei, aber was nicht ist...

Sven (34) und Alex (20) aus Balve, die sich zum ersten Mal ins Getümmel am Kanal stürzen, sind wegen Sanctuary, Kreator und Doro („nimmt man halt mit“) sowie Space Chaser, Voivod, Venom und Motorjesus vor Ort. Sie halten das Festivalgelände für ausgesprochen sauber, sind auch sonst praktisch wunschlos glücklich und planen das Rock Hard Festival voraussichtlich auch nächstes Jahr wieder fest ein.

Auf jeden Fall müssen die beiden ihrer türkischen Zeltnachbarin (20) dieses Heft nach Frankreich schicken, wo sie studiert. Gekommen ist sie mit dem Bus und war zwar schon häufiger in Deutschland, aber noch nie auf einem Festival, die ja hier alle so cool seien. Da es kein „kommerzielles“, sondern ein familiäres sein sollte, entschied sie sich für die Party in Gelsenkirchen, wobei Doro, Flotsam And Jetsam, Venom, Overkill und Kreator den Ausschlag gaben.

(Aufgezeichnet von Andreas Schiffmann)

Bands:
BLACK STAR RIDERS
PENTAGRAM
MOTORJESUS
SANCTUARY
SPIDERS
ARCHITECTS OF CHAOZ
FLOTSAM AND JETSAM
REFUGE
AVATARIUM
SPACE CHASER
AIR RAID
GOD DETHRONED
KATAKLYSM
DORO
SINNER
VENOM
MICHAEL SCHENKER´S TEMPLE OF ROCK
DESERTED FEAR
CHANNEL ZERO
VOIVOD
OVERKILL
KREATOR
Autor:
Patrick Schmidt
Boris Kaiser
Tobias Blum
Marcus Schleutermann
Hendrik Lukas
Conny Schiffbauer
Ronny Bittner
Jan Jaedike
Alexandra Michels
Wolfram Küper
Matthias Mader
Holger Stratmann
Sebastian Schilling
Gretha Breuer
Thomas Kupfer
Laura Niebling
Jens Peters
Robert Fust
Mandy Malon
Michael Rensen
Andreas Schiffmann
Simon Dümpelmann
Stefan Glas

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