Podblitz

Podblitz 25.01.2012

DARK FORTRESS , TRIPTYKON - Podblitz mit V. SANTURA (TRIPTYKON/DARK FORTRESS)

V. Santura, Produzent und TRIPTYKON- und DARK FORTRESS-Gitarrist, gewährte uns einen Einblick in seine iPod-Musiksammlung.

PORTISHEAD - Mysterons
(vom „Dummy"-Album)

»Vor allem „Dummy", aber auch das Album danach ist für mich eine absolute Gänsehaut-Platte. Die TripHop-Atmosphäre ist meiner Ansicht nach dem Black Metal ähnlich. Beide Genres sind sehr düster, mysteriös und ein bisschen depressiv. Auf Portishead hat mich, glaube ich, meine ältere Schwester gebracht. Das ist definitiv eine Band, die mich schon seit zehn Jahren oder länger begleitet.«

TYPE 0 NEGATIVE - Liver
(von „World Coming Down")

»Zu der Band habe ich vor allem eine enge Beziehung, weil wir mit Celtic Frost 2007 eine US-Tour mit Type 0 gespielt haben. Eigentlich bin ich seitdem erst wirklich auf die Band gekommen. Für mich war die Tour zum damaligen Zeitpunkt das Allergeilste und Größte, was ich je gemacht hatte. Es ist traurig zu wissen, dass so etwas nie wieder stattfinden kann, weil Pete Steele ja leider gestorben ist. Seitdem höre ich Type 0 immer mit etwas nostalgischen Gefühlen, wobei ich das Album hier ehrlich gesagt noch gar nicht so gut kenne. Damit muss ich mich noch mal auseinandersetzen.«

AMORPHIS - Morning Star
(von „Tuonela")

»Mein absolutes Lieblingsalbum ist die Scheibe davor, die „Elegy". Ich bin prinzipiell Fan der Phase mit Pasi Koskinen (Amorphis-Sänger von 1996 bis 2004 - ln). Alles, was davor oder danach war, spricht mich nicht so an. Der Song hier im Speziellen ist für mich jetzt nicht so wichtig, aber „Tuonela" im Gesamten finde ich toll. Das ist auch wieder so eine sphärische, sehr getragene, melancholische Musik, also eher was für die ruhigen Momente. Ich bin aber nicht nur ein Liebhaber melancholischer Musik. Es ist Zufall, dass das durch die ersten drei Songs jetzt so wirkt. Ich mag auch energetische Musik, ich will nicht nur deprimierenden Sound (lacht).«

ANATHEMA - Inner Silence
(von „Resonance")

»Das ist ja auch wieder melancholisch, verdammt (lacht). „Resonance" ist ein Album, mit dem ich mich noch auseinandersetzen muss, aber die „Alternative 4" gehört definitiv zu meinen Top-Ten-Alben aller Zeiten. Anathema sind eine Band, die von ihrer emotionalen Tiefe lebt und es schafft, das live auch mit Gänsehaut zu vermitteln. Ich habe sie letztes Jahr auf dem Summer Breeze live gesehen und war sehr beeindruckt. Sie waren für mich die beste Band des Festivals.«

DELERIUM - After All (Andrew-Sega-Remix)
(von „Chimera")

»Das war ein Tipp meines Backliners. Damit hat er richtig ins Schwarze getroffen. Speziell dieses Album finde ich extrem geil, und ´After All´ ist auch ein bisschen der Hit darauf, wobei das hier eine Remix-Version ist, die mir nicht so gut gefällt. Die Musik ist recht elektronisch, getragen, triphopig, wobei die Bezeichnung TripHop hier vermutlich etwas unkorrekt ist. Ich bin übrigens kein genereller Fan dieses Genres. Dass TripHop jetzt zweimal hier auftaucht, ist Zufall.«

PESTILENCE - Soul Search
(von „Spheres")

»Es gibt einen sehr simplen und triftigen Grund, warum ich dieses Album auf meinem iPod habe: Ich nehme meinen Job ernst. Ich habe im Dezember 2010 mit der Band in meinem Studio die aktuelle Pestilence-Scheibe „Doctrine" produziert und mir vorher ihre essenziellen Alben analytisch angehört. Da gehört „Spheres" natürlich dazu, denn obwohl es ironischerweise damals ihre Karriere ziemlich zerstört hat, gilt es heute als eines der wichtigsten Alben der Band.«

Bands:
TRIPTYKON
DARK FORTRESS
Autor:
Laura Niebling

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos