Podblitz

Podblitz 25.05.2016

KETZER - Podblitz mit Marius Beh (Ketzer)

Kennt man KETZERs aktuelles Album „Starless“, das eine ähnliche Abkehr vom extremeren Sound der Anfangstage markiert, wie sie auch In Solitude oder Tribulation vollzogen haben, wundert man sich gar nicht so sehr darüber, was Marius Beh so alles auf seinem Handy hört. Wir klopfen den Gitarristen im Shuffle-Modus ab.

DANZIG – Bodies
(von „How The Gods Kill“, 1992)
»Das Titelstück mag ich auch sehr gern. Die ganz neue Platte hab ich noch nicht gehört, wobei ich sagen muss, dass er mir später nicht mehr gefallen hat, so ab Mitte der Neunziger. Das gilt auch fürs Visuelle; da gibt es ein paar Videos, die mir gar nicht mehr zusagen. Die alten Clips sind natürlich legendär, vor allem von ´She Rides´ und natürlich ´Mother´.«

KATE BUSH – Running Up That Hill
(von „Hounds Of Love“, 1985)
»Das stammt von einem meiner Lieblingsalben. Man glaubt es vielleicht nicht, aber davon, dass wir in unserem Freundeskreis immer viel diskutierten und uns untereinander austauschten, was Musik angeht, haben wir profitiert. Es bereichert dein Wissen. Kate Bush habe ich, wenn mich nicht alles täuscht, im Englischunterricht in der Schule entdeckt. Wir haben uns Videoclips angeschaut, die Texte dazu analysiert und dergleichen. Dabei ist dieses Lied irgendwie hängen geblieben, weshalb ich mir mehr von ihr angehört habe. Damals war ich noch recht jung, so 15 oder 16. Ich finde ihre Sachen insgesamt gut.«

GRAVE PLEASURES – Lipstick On Your Tombstone
(von „Dreamcrash“, 2015)
»War ja klar... Neue Band, aber ich kannte natürlich zuvor schon Beastmilk, auf die ich voll eingestiegen bin. „Climax“ war ein supergeiles Album, und in der neuen Besetzung habe ich sie jetzt schon mehrmals live gesehen. Sie sind eine sehr starke Band. Ich bin froh, dass sie weitergemacht haben, nachdem ihr Gitarrist ausstieg, das wäre sonst schade gewesen. Ich erwarte noch eine ganze Menge von ihnen. Innovative Musik.«

PATTI SMITH – Where Duty Calls
(von „Dream Of Life“, 1988)
»Die ist auch eine meiner Favoritinnen unter den Sängerinnen, obwohl ich gar nicht so viel über ihre Hintergründe weiß. Ich habe sie wohl irgendwann über einen Freund entdeckt und fand ihre Sachen einfach von der Atmosphäre her sehr gut. Ich habe noch mehr Alben von ihr dabei, die Musik spricht für sich. Die Frau ist eine tolle Sängerin, da ist mir die Geschichte drum herum egal. Es gibt eben Künstler, deren Musik man einlegt, woraufhin die Stimmung im Raum sofort umschlägt, und sie gehört dazu.«

BLACK SABBATH – Iron Man
(von „Paranoid“, 1970)
»Haha, okay. Nicht gerade originell, aber das war vermutlich mein erster richtiger Metal-Song. Mit zehn bin ich gern Skateboard gefahren und schaute mir oft entsprechende Videos an, in denen auch immer gute Musik lief. Mein Vater meinte einmal zu mir, ich würde Sachen hören, die es schon zu seiner Zeit gab. Das hatte ich nicht gewusst, und die erste Band, die er mir empfahl, waren Sabbath mit diesem Album - was sonst? Daraufhin entdeckte ich die ganze Musik der Siebziger, Deep Purple und so. Zweifellos eine der wichtigsten Bands meiner Jugend.«

THE BLUE ANGEL LOUNGE – Winter
(von „A Sea Of Trees“, 2014)
»Eine sehr gute deutsche Band. Wie nennt man das: auch Postpunk? Egal, sie haben sich vor einiger Zeit getrennt, sollen aber angeblich wieder Konzerte geben. Ich habe die Jungs selbst mal in Köln live gesehen und finde, dass unbedingt mehr Leute sie kennen sollten, vor allem wenn sie auf Zeug wie Joy Division stehen.«

JEFF BUCKLEY – Jewel Box
(von „Sketches For My Sweetheart The Drunk“, 1988)
»Für mich einer der größten Sänger aller Zeiten. Der Mann hatte so viel Ausdruck, besonders bei Konzerten, einfach unglaublich. Leonard Cohen sagte einmal, Buckleys Version seines Songs ´Hallelujah´ sei die beste, nichts würde da heranreichen.«

Pic: Andreas Schiffmann

Bands:
KETZER
Autor:
Andreas Schiffmann

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.