Festivals & Live Reviews

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SKULL FIST , SABATON , POWERWOLF , GRAVE DIGGER - Oberhausen, Turbinenhalle

Es ist das letzte Konzert der erfolgreichen „Power of Metal“-Tournee. Auch bei dieser Show ist die Turbinenhalle in Oberhausen schon im Vorfeld so gut wie ausverkauft und das kleine Kontingent an Tickets an der Abendkasse im Nu an den Mann gebracht. Kein Wunder bei diesem Billing.

Die kanadischen Achtziger-Heavy-Metal-Newcomer SKULL FIST beginnen pünktlich um 19:30 Uhr mit 'Ride The Beast' von ihrem Debüt-Album „Head Öf The Pack“. Obwohl sie musikalisch nicht so ganz in die Reihe der anderen Power-Metal-Bands passen, findet die Mehrheit des Publikums aber schnell Gefallen an ihrem old-schooligen Metal. Als bei 'Tear Down The Wall' und 'Commit To Rock' eine Gummipuppe ins Publikum geschmissen wird, tobt die Menge ordentlich und man kann sagen, dass die Band mit ihrem erfolgreichem 30-Minuten-Auftritt einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Nur knappe zehn Minuten später stehen POWERWOLF auf der Bühne. Nach den ersten Sekunden verkündet Sänger Attila, dass es technische Probleme gibt und überbrückt die Situation sehr sympathisch, indem er das Publikum nach der Frage, wie man die Situation nun am besten beschreiben könnte, einfach dreimal „peinlich“ rufen lässt. Mit ihrem Eröffnungssong 'Sanctified With Dynamite' vom im Juli veröffentlichten Album „Blood Of The Saints“ haben die Power-Metaller sofort die Halle in ihren Bann gezogen. Die Hände fliegen nur so in die Luft, die Songs werden mitgegröhlt und man kann erkennen, dass die Anwesenden deutlich Spaß an der Band haben. Besonders 'We Drink Your Blood' und 'Resurrection By Errection', den Atilla mit dem Spruch „Es dürfen nur Männer mitsingen, die mit einer Latte ins Konzert gekommen sind“ ankündigt, schlagen richtig ein. Mit ihrer schaurig gestalteten Kulisse und Kostümierung, sowie dem abschließenden Lied 'Lupus Dei' hat die Band einen unglaublich genialen Auftritt hingelegt, den vielleicht nicht jeder erwartet hätte.

GRAVE DIGGER, eigentlich schon zweiter Hauptakt, haben genau wie POWERWOLF ein 60-Minuten-Set im Gepäck. Sie beginnen mit 'Paid In Blood', aber nach der starken Show von POWERWOLF hat die Band Schwierigkeiten, die Meute mitzureißen. Vielleicht liegt es an den zu rund 80% vertretenen SABATON-Fans, denen die zweite Band aufgrund der musikalischen Ähnlichkeit zu den Schweden einfach besser gefällt. Jedenfalls überzeugt erst der drittletzte Song 'Excalibur' die Menge - und somit findet der Abgang mit 'Rebellion (The Clans Are Marching)' und 'Heavy Metal Breakdown' doch noch unter tosendem Beifall statt.

Nach dem gewohnten 'The March To War' beginnt die vor Kraft strotzende Hauptband SABATON um 22:45 Uhr mit 'Ghost Division' und das Publikum ist von der ersten Minute an begeistert. Besonders Sänger Joakim unterhält die Besucher durch witzige Kommentare und seinen ordentlichen Bierkonsum, der durch „Noch ein Bier“-Rufe aus dem Publikum ausgelöst wird. Wegen der fantastischen Live-Qualitäten der Band dürfte so ziemlich jeder Zuschauer eine Gänsehaut bekommen haben. Die epischen Melodien in Verbindung mit der Stimmgewalt der Besucher können kaum eine bessere Stimmung im Raum erzeugen. Neben Klassikern wie 'Primo Victoria', 'The Price Of A Mile' oder 'Cliffs Of Gallipoli' wurde selbst 'Panzer Battalion', das laut der Band nicht auf der Setlist stand, auf Anfrage der Meute gespielt.

Zum Ende der Show stehen die Fans glücklich und in Schweiß gebadet vor der Bühne und feiern das wohl nicht mehr zu toppende Endkonzert einer genialen Tour.

Setlist Sabaton

The March To War
Ghost Division
In the Name of God
White Death
Screaming Eagles
The Price of a Mile
Swedish Pagans
40:1
Cliffs of Gallipoli
Into the Fire/Attero Dominatus
Purple Heart
---
Coat of Arms
Saboteurs
Panzerkampf
Primo Victoria
Metal Rippe
Dead Soldier's Waltz

Bands:
SABATON
POWERWOLF
SKULL FIST
GRAVE DIGGER
Autor:
Lisa Wätjen

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