Festivals & Live Reviews

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HAMMERFALL , AMARANTHE , VICIOUS RUMORS - Oberhausen, Turbinenhalle

Der Livepräsentation des neuen HAMMERFALL-Albums „Infected“ durfte man durchaus mit Spannung entgegen sehen. Wie präsentieren sich die Schweden auf der Bühne? Wie wirken die neuen Songs und wie passen sie zu den alten Nummern? Dementsprechend voll ist die Turbinenhalle. Die Tour-Shirts für 20 Euro gehen gut weg und werden stolz zur Schau getragen.


Es ist nach wie vor eine bodenlose Frechheit, eine Band vor offiziellem Konzertbeginn für eine knappe halbe Stunde auf die Bühne zu schicken. Heute haben DEATHDESTRUCTION diese zweifelhafte Ehre und sind damit leider bereits vor Beginn der Berichterstattung fertig. Traut man ein paar willkürlich befragten Zuschauern, war der Auftritt wohl eher verzichtbar. Eine Sauerei ist diese Praxis trotzdem...

AMARANTHE haben einen Namen, der stark nach Nightwish-Single klingt, ihre Musik geht auch leicht in die Richtung, bringt aber auch einige Metalcore/Modern-Metal-Elemente in den poppigen Sound ein. Insgesamt verfügt der Sechser über drei Sänger (ein Schreihals, eine männliche und eine weibliche Klarstimme), beschränkt dieses Kapital aber auf langweilige „Die/Der Schöne und das Biest“-Wechselgesänge. Auch ansonsten ist gähnende Langeweile angesagt. Braucht kein Mensch.

VICIOUS RUMORS zeigen dem Publikum danach, was 'ne Harke ist. Bei grauenhaftem, weil basslosen und fürchterlich undifferenzierten Sound spielen die Amis einen Set, der sich auf die Essenz reduziert: Uptempo-Nummern reihen sich an heavy Stampfer, Spielpausen und Ansagen werden knapp gehalten. Kein Wunder, dass die Zeit wie im Flug vergeht.

HAMMERFALL fahren danach den üblichen, protzigen Bühnenaufbau mit viel Licht auf. Die Schweden starten mit 'Patient Zero' vom neuen Album, und bei allem Jubel und aller Freude muss man klar feststellen, dass dieser Song kein elektrisierender Opener ist. Erst zu 'Heading The Call' schiebt sich der Adrenalinpegel nach oben, bevor 'Any Means Necessary' das Anfangstrippel beschließt. Der Sound ist nach wie vor schlecht, was sich vor allem bei den Gitarren bemerkbar macht. Dazu haben auch die Musiker nicht ihren besten Tag erwischt und wirken eher schaumgebremst. Vor allem bei der Highspeed-Hymne 'Renegade' wird eher gekleckert als geklotzt und die neuen Songs 'Dia De Los Muertos',  'Let's Get It On' und 'B.Y.H.' fügen sich zwar gut in den Set ein, geben aber keine neuen Liveklassiker ab. Die Publikumsreaktionen fallen trotzdem begeistert aus und reißen die Band mit jedem Song mehr mit. Pünktlich zum Klassiker-Block ist dann alles wieder in Ordnung. 'Riders On the Storm', 'Steel Meets Steel', 'Legacy Of Kings', 'The Dragon Lies Bleeding', 'Let The Hammer Fall', 'Glory To the Brave' und natürlich 'Hearts On Fire' sind nach wie vor unangreifbare Hymnen und lassen sogar das überflüssige 'One More Time' im Zugabe-Block vergessen. Alles in allem also ein durchaus zufriedenstellendes Konzert, aber ohne Zweifell konnte man den Fünfer schon in besserer Form bewundern.

SETLIST HAMMERFALL
Patient Zero
Heeding the Call
Any Means Necessary
B.Y.H.
Blood Bound
Let's Get It On
Last Man Standing
Renegade
Always Will Be
Dia De Los Muertos
Riders of the Storm
Steel Meets Steel
Legacy of Kings
Let the Hammer Fall
The Dragon Lies Bleeding
The Templar Flame
---
Glory to the Brave
One More Time
Hearts on Fire

Bands:
HAMMERFALL
AMARANTHE
VICIOUS RUMORS
Autor:
Felix Patzig

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