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My Hometown 28.06.2018, 14:44

UNISONIC , HANSEN & FRIENDS , GAMMA RAY , HELLOWEEN - My Hometown: Hamburg mit Kai Hansen

Auch für viele Nicht-Hamburger ist die „Perle des Nordens“ die schönste Stadt Deutschlands, und in puncto Heavy Metal ist man zwischen Alster und Elbe mit Bands wie Running Wild, Helloween oder Gamma Ray sowieso bestens aufgestellt.

Kai, wo bist du aufgewachsen, und was bedeutet dir Hamburg?

»Aufgewachsen bin ich in Hamburg-Wellingsbüttel. Das liegt ein bisschen nördlich in der Nähe eines großen Friedhofs. Das ist praktisch, da habe ich es später nicht so weit (lacht). Hamburg ist meine Heimat, meine Stadt, mein Zuhause, mein Kiez. Da hängt mein Herz dran.«

Wo wohnst du in Hamburg?

»Ich wohne immer noch in Wellingsbüttel. Ich habe zwischendurch zwar auch mal in anderen Ecken gelebt, bin dann irgendwann aber wieder in mein Elternhaus gezogen. Meine Eltern sind ja leider nicht mehr.«

Was unterscheidet Hamburg von anderen deutschen Großstädten?

»Natürlich die Nähe zum Wasser, also einmal durch die Elbe und dann natürlich Nord- und Ostsee. Die sind ja auch nicht weit entfernt. Dadurch hast du ein ganz spezielles Klima, hier ist es nicht so stickig. In Hamburg regnet es ja auch gerne mal; es ist also nicht immer nice, sondern auch schon mal ein bisschen rauer.«

Wo gehst du am liebsten essen, und hast du eine oder gar mehrere Stammkneipen?

»Meine Haus- und Hofkneipe ist das „Honky Tonk“. Das ist in der Nähe der Reeperbahn in der Hopfenstraße, also quasi an der Ecke Davidstraße/Herbertstraße. Die Herbertstraße sagt vielleicht einigen was (lacht). Die Kneipe machen Freunde von mir. Die ist relativ klein, aber sie spielen immer gute Musik, und dort ist es eigentlich jederzeit entspannt. Im „Rock Café“ bin ich auch gerne, ansonsten noch im „The Other Place“. Das ist direkt an der Ecke von der Herbertstraße. In puncto Essen ist das „La Venezia“ am Hammer Steindamm um die Ecke von unserem alten Studio unser Haus- und Hofrestaurant. Da gehen wir seit 1992 hin, inzwischen ist der Besitzer ein alter Freund von uns. Ansonsten habe ich noch einen guten Chinesen bei mir um die Ecke. Der heißt witzigerweise „Shanghai“, also wie alle anderen drei Millionen chinesischen Restaurants in Deutschland auch (lacht).«

Was trinkst du bei der Gelegenheit? Bier, Wein oder Schnaps?

»Ich bin nicht so der Biertrinker. Das trinke ich nur, wenn es warm ist und ich mal Bock auf ein kühles Blondes habe. Ansonsten halte ich mich eher an entspanntere Getränke wie Jacky Cola oder Mojito, Caipirinha und Gin Tonic. Das ist meine Abteilung.«

Wo probt ihr?

»In der Nähe von Hasselbrook. Dort war auch unser damaliges Hansen-Studio in dem alten Bunker. Irgendwann mussten wir da aber raus und sind an die Bille, also direkt ans Wasser in einen anderen Gebäudekomplex umgezogen, der 2013 leider abgebrannt ist. Jetzt haben wir einen Lagerraum in dem Bunker, wo unser altes Studio mal drin war.«

Mit welchen anderen Hamburger Bands verstehst du dich besonders gut? In Sachen Metal ist in Hamburg mit Helloween, Running Wild, Iron Savior, Paragon, Stormwarrior, Dark Age und euch ja einiges los.

»Im Prinzip hast du jetzt schon alle genannt (lacht). Running Wild kenne ich schon seit Urzeiten, allerdings habe ich den Rolf schon ewig nicht mehr gesehen. Zu Stormwarrior habe ich natürlich einen direkten Kontakt, alleine schon durch Lars (Ramcke, g./v. - buf) und die Produktionen, die wir zusammen gemacht haben. Und Piet Sielck von Iron Savior ist ein ganz alter Kumpel, den ich des Öfteren sehe. In den Kneipen, in denen ich mich öfter tummele, trifft man natürlich auch häufiger mal Musiker von der Jungfraktion der Hamburger Szene.«

Sprichst du Hamburger Platt?

»Nur ein bisschen. Platt ist nicht so einfach. Ich habe früher ein wenig im Radio aufgeschnappt. Da gab es eine Sendung namens „Hör mal´n beten to“, das waren immer zehn Minuten auf Platt. Das habe ich irgendwie immer gerne gehört. Platt hat sehr viele englisch klingende Ausdrücke. Da merkt man, dass irgendwie ein bisschen was über den Kanal geschwappt ist.«

Wer ist für dich der bedeutendste Hamburger aller Zeiten?

»Ich nenne mal drei: Störtebeker, Udo Lindenberg und Otto Waalkes.«

Hast du Udo mal persönlich kennengelernt?

»Ich bin damit groß geworden, dass ich im Garten meiner Eltern auf irgendwelchen Familienfeiern Otto und Lindenberg nachgemacht habe. Die waren mein erster wirklicher musikalischer Einfluss und sozusagen mein Beginn als Entertainer. Von daher sind das Helden von mir. Udo habe ich irgendwann mal im alten „Rock Café“ kennengelernt. Da kam ein Kumpel von ihm an und meinte: „Der Meister ist nebenan im „Salambo“ und würde dich gerne mal sprechen“. Da bin ich halt rüber, und dann hat Udo mir einen erzählt (imitiert Lindenbergs nuschelnde Stimme): „Pass auf, wir machen da so ein Ding mit ´nem Kutter, die Elbe runter und so. Hast du nicht Bock mitzumachen und so?“ Aber da ist leider nie was draus geworden.«

Kannst du dir vorstellen, Hamburg eines Tages zu verlassen?

»Das kann ich mir durchaus vorstellen. Ich würde aber nicht nur Hamburg, sondern auch Deutschland verlassen. Ein paar Sachen gehen mir hier mittlerweile gewaltig auf den Sack. An und für sich möchte ich mein Elternhaus in Hamburg nicht aufgeben, aber es gibt doch ein paar Gründe, dem Land irgendwann mal den Rücken zu kehren, vielleicht nach Südspanien inklusive der Inseln, also Teneriffa oder vielleicht auch Mallorca. Ansonsten finde ich Thailand auch ganz nett, wobei ich nicht sicher bin, ob man da auf Dauer leben möchte. Dort verzweifelt man schnell ein bisschen an der Mentalität, so schön die eigentlich auch ist. Die Slowakei könnte ich mir ebenfalls noch vorstellen, da gefällt es mir auch sehr gut. Es gibt so einige Orte, aber es ist eben noch keine Eile geboten, und von daher ist das momentan hypothetisch.«

HSV oder der FC St. Pauli?

»Pauli!«

Astra oder Holsten?

»Holsten.«

Alster oder Elbe?

»Hmmm, Alster.«

Fischmarkt oder Herbertstraße?

»Fischmarkt.«

Docks oder Markthalle?

»Ganz klar Markthalle.«

www.gammaray.org

www.unisonic.org

Bands:
GAMMA RAY
UNISONIC
HELLOWEEN
HANSEN & FRIENDS
Autor:
Buffo Schnädelbach

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