My Hometown

My Hometown 24.06.2015, 14:59

PRONG - My Hometown: New York mit Tommy Victor

Tommy, wie war es für dich, im New Yorker Stadtteil Queens aufzuwachsen?

»Ich hatte eine ziemlich schwierige Kindheit, aber dafür gab es nicht nur geografische Gründe. Ich wollte schon früh weg, ich hasste Queens. Mich zog es in die City, nach Manhattan.«

Lebst du dort immer noch?

»Nein. Ich mag es nicht mal mehr, dorthin zurückzukehren.«

Wie sah dein erster Proberaum aus?

»Als Teenager war ich in verschiedenen Bands, die unter ganz unterschiedlichen Bedingungen probten. Eine jammte im Keller unter einer Maschinenhalle, eine andere mietete sich stundenweise in einem Studio ein. Als wir mit Prong loslegten, teilten wir uns mit mehreren Gruppen einen Proberaum in Soho.«

Was gefällt dir am meisten an New York? Was am wenigsten?

»Ich denke, es war gut, dass wir damals für alles kämpfen mussten. New York war früher eine andere, viel rauere Stadt. Es war kein Spaß, mit seinem Equipment durch die Stadt zu gondeln. Ich hatte immer Angst, dass mir jemand in der U-Bahn oder im Bus meine Instrumente klaut. Vor allem in Queens ging mir jedes Mal die Düse.«

Kannst du dich noch an den ersten Gig erinnern, den du in New York gesehen hast?

»Klar: Black Oak Arkansas 1972 in der Academy Of Music.«

Wie lief die erste Show, die du selbst gespielt hast?

»Mit 13 Jahren absolvierte ich in einem Club in Queens einen Auftritt mit einer Coverband, deren übrige Mitglieder alle schon 20 oder älter waren. Niemand kümmerte sich damals darum, ob Minderjährige soffen. Ich saß mit den Jungs an der Bar und trank Rum mit Cola. Der Gig selbst verschwand dann irgendwo in den tiefsten Nebeln meiner Erinnerungen...«

Kannst du Restaurants oder Bars in New York empfehlen?

»Es hat sich alles sehr stark verändert. Meine Lieblingslokale gibt es alle nicht mehr, und heutzutage hasse ich es, in New York essen zu gehen, weil ich es mir schlicht und einfach nicht mehr leisten kann. Als Kid bin ich oft im Mudd Club oder Max´s Kansas City gewesen, die mittlerweile nicht mehr existieren. Als ich später im CBGB arbeitete, holte ich mir dort meinen Alkohol.«

Was sind die besten Plattenläden in der Stadt?

»Heute? Keine Ahnung. Früher gab es auf jeden Fall viele gute Shops. Weil die Mieten im Village und an der Lower East Side niedrig waren, machten immer wieder neue Läden auf, die sich dann ein Jahr oder so hielten. In Queens ging ich zu King Carol und Jimmy´s Music World, und in Flushing gab es einen großartigen Shop, der immer die coolsten neuen Platten hatte. Er gehörte dem Sänger der Brats, der mich auf obskures Zeug wie Sir Lord Baltimore oder Dust brachte, als ich gerade mal elf war.«

prongmusic.com

www.facebook.com/prongmusic

Bands:
PRONG
Autor:
Michael Rensen

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