My Hometown

My Hometown 20.11.2019, 14:21

TURBOKILL - My Hometown: Annaberg-Buchholz mit Turbokill

Ohne den McDonald´s in Annaberg-Buchholz hätte es TURBOKILL, die neue Truppe um Ex-Alpha-Tiger-Sänger Stephan Dietrich, vielleicht nicht in der Form gegeben, in der die fünf Sachsen kürzlich ihr Debüt „Vice World“ veröffentlicht haben. Grund genug, einen näheren Blick auf die Heimat der Gruppe zu werfen.

Jungs, wo seid ihr geboren und aufgewachsen?

DANIEL: »Ronny und Nafta sind gebürtige Erzgebirgler. Beide wohnten schon immer in der unmittelbaren Nähe von Annaberg-Buchholz. Fox, unser Bassist, ist ein waschechter Leipziger. Stephan kommt ursprünglich aus der Nähe von Chemnitz. Ich stamme aus Zella-Mehlis im Thüringer Wald und habe auch den weitesten Anfahrtsweg zur Probe.«

Wo probt ihr denn?

DANIEL: »Alle zwei Wochen kommen wir in Walthersdorf zusammen, einem kleinen Vorort von Annaberg-Buchholz. Dort haben wir uns in einer ehemaligen Möbelfabrik eingemietet. Wir haben einen großen Proberaum mit einem alten Großraumfahrstuhl, was das Transportieren von Equipment für uns natürlich deutlich erleichtert. In diesem Fahrstuhl haben wir übrigens unsere ersten Bandfotos für die EP geschossen.«

Könnt ihr euch an euren ersten Aufenthalt in Annaberg-Buchholz erinnern?

STEPHAN: »Wir haben uns alle gemeinsam das erste Mal hier im McDonald´s getroffen und unser vollständiges Band-Line-up besiegelt. Das war im Juli 2017. Wenn du mich persönlich fragst, war mein erster Aufenthalt hier 2007 im damaligen Asgard-Pub zu irgendeinem Pagan-Metal-Konzert. So genau weiß ich das nicht mehr, da war zu viel Alkohol im Spiel.«

Wo geht ihr am liebsten essen?

FOX: »Also der TURBOKILL-Gründungs-McDonald´s ist es schon mal nicht (lacht). Es gibt aber eine Menge gute und urige Kneipen hier. Der Bergkeller in Buchholz zum Beispiel ist eine Topadresse für gutbürgerliches Essen. Obendrein handelt es sich beim Wirt um keinen Geringeren als den Sänger der bekannten Black-Metal-Band Eminenz.«

Wie sieht es mit Brauereien in Annaberg-Buchholz aus? Gibt es ein Bier aus eurer Region, das ihr empfehlen könnt?

NAFTA: »Auch wenn überall leckere Biere zu finden sind, geht doch nichts über ein gutes sächsisches Pils: feinherb im Geschmack und sehr süffig. Aus der näheren Umgebung sind das Fiedler Erzgebirgsbräu und die Hopfenkaltschale der Privatbrauerei Specht richtig gute Glasmantelgeschosse. In größerem Stil bekommt man hier das Freiberger Pils – ein typisch sächsisches Bier, das zu jeder Tages- und Nachtzeit funktioniert.«

Gibt es einen guten Plattenladen vor Ort?

RONNY: »Zu DDR-Zeiten bis in die Neunziger hinein gab es einen am Markt. Danach höchstens immer mal welche sporadisch, nie lange. Das soll sich aber bald ändern: Im März 2020 eröffnet der ehemalige Geschäftsführer und Booker der Alten Brauerei wieder einen unter dem Namen „Tillophon“. Wir sind auf jeden Fall gespannt auf den Laden.«

Tretet ihr auch in Annaberg-Buchholz auf?

STEPHAN: »Die Alte Brauerei ist die wichtigste Adresse in Sachen Konzerte. Ab und an sind hier auch einige größere Acts am Start. Die Location ist auch der Ort, an dem der Grundstein für TURBOKILL gelegt wurde. Damals stand ich als Gastsänger für Ebony Wall gemeinsam mit Nafta und Ronny auf der Bühne. Nach diesem Abend stand für uns fest, dass wir gemeinsam Musik machen wollen. Auch Fox spielte hier an diesem Abend mit seiner ehemaligen Band Mental Defect.«

Habt ihr einen Lieblingsort in Annaberg-Buchholz, und was würdet ihr mir als Tour-Guide alles zeigen?

RONNY: »Annaberg-Buchholz hat einen schönen Altstadtkern. Alles ist sehr steil und verwinkelt. Der große Markt mit seinen Cafés und Kneipen ist immer einen Besuch wert. Auf dem Pöhlberg hat man eine tolle Aussicht über Annaberg und das Erzgebirge. Oder man steigt in eines der Besucherbergwerke ein. Zur Adventszeit ist der Weihnachtsmarkt hier ein absoluter Touristenmagnet. Unsere Region pflegt eine tief verwurzelte Weihnachtstradition, die jedes Jahr aufs Neue im großen Stil zelebriert wird. In Bezug auf weitere Veranstaltungstipps ist noch der Motorradclub der „Tanks“ zu nennen. In deren Clubhaus finden ab und an Death- und Black-Metal-Konzerte statt – die allgemein dominierenden Metal-Genres in unserer Region.«

Könnt ihr euch vorstellen, Annaberg-Buchholz eines Tages zu verlassen?

STEPHAN: »Für Ronny wird sich diese Frage wohl erübrigen. Die Erzgebirgler sind ein sehr heimatverbundenes Völkchen, und ich glaube, denen würde die hier allgegenwärtige Grußformel „Glück auf!“ fehlen. Nafta als großer Football-Fan würde eine Ausnahme machen und allerhöchstens dort hinziehen, wo die Raiders herkommen: Kalifornien. Dort würde auch Daniel hinziehen. Fox würde im Einklang mit sich selbst in Tibet verweilen, und mich würde es in die Wälder von Skandinavien oder Kanada verschlagen. Aber solange es diese Band gibt und wir gemeinsam Heavy Metal machen, bleibt verdammt noch mal jeder dort, wo er jetzt ist.«

www.turbokill.de

www.facebook.com/turbokillband[Link auf http://www.turbokill.de]

Bands:
TURBOKILL
Autor:
Mandy Malon

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