Crossfire

Crossfire 28.03.2012

SERUM 114 , FREI.WILD - MIT PHILIPP, ZEGGA, FÖHRE & JONAS (FREI.WILD) UND ESCHE & NILS (SERUM 114)

Deutschstunde mit den Onkelz-Erben FREI.WILD und SERUM 114 aus dem Rhein-Main-Gebiet frei nach Goethes „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!“.

DIE APOKALYPTISCHEN REITER - Es wird schlimmer

FÖHRE: »Schönes rollendes R. Ich habe absolut keine Idee, aber der Refrain klingt ein bisschen J.B.O.-mäßig.«

PHILIPP: »Das sind entweder In Extremo oder Subway To Sally. Ah, Die Apokalyptischen Reiter. Mit denen haben wir schon gespielt und sie sogar auf unser Festival eingeladen. Sehr geile Band, Hammer-Frontmann.«

ZEGGA: »Ich hätte die sofort erkannt, ohne Scheiß.«

NILS: »Saftiger Doublebass-Alarm, Alter.«

ESCHE: »Also, ich tippe auf späte Neunziger. Ach du Scheiße, die sind aus Franken. Da rollt es mir immer die Fußnägel hoch, wenn ich den Dialekt höre.«

NILS: »Die Jungs malen sich weiß an, richtig?«

Kann sein, aber die sind nicht aus Franken, sondern aus Thüringen.

ESCHE: »Oh, okay. Dann reden wir nicht von Hämatom. Kann ich musikalisch nicht viel mit anfangen. Ach, Die Apokalyptischen Reiter. Den Namen kennt man, aber das Genre hören wir nicht. Das ist jetzt aber eine wertfreie Äußerung, denn ich habe nix dagegen, aber auch nichts großartig dafür. Ist halt nicht mein Ding.«

NILS: »Das ist jetzt nicht so meine Musik, aber rein spielerisch ist das natürlich à la bonne heure.«

KNEIPENTERRORISTEN - Dreizehn Freunde

FÖHRE: »Keine Ahnung.«

ZEGGA: »Wenn wir nix erraten, sind wir voll die Loser.«

PHILIPP: »Wer ist das?«

Die sind aus Hamburg und haben sich nach einem Onkelz-Albumtitel benannt.

FÖHRE: »Kneipenterroristen.«

PHILIPP: »Das sind die Kneipenterroristen? Wo ist der Song denn drauf? Darf ich mal schauen? ´Dreizehn Freunde´ - alle vom Jörn (Rüter, Sänger der Band - buf)? Wir kennen die Band, sehr nette Leute.«

NILS: »Woher kommen die?«

Aus Hamburg.

NILS: »Kneipenterroristen!«

ESCHE: »Von der Ausrichtung her sehr Onkelz-lastig.«

NILS: »Die Kneipenterroristen sind uns schon diverse Male über den Weg gelaufen.«

ESCHE: »Kommt ein bisschen rüber wie Motörhead, nur auf Deutsch. Man hört zwar ganz klar das Onkelz-Ding raus, aber ansonsten geht es doch arg in die Motörhead-Richtung. Wir kennen die Jungs, weil wir schon einige Shows zusammen gespielt haben.«

Die haben es in nur zehn Jahren auf tausend Gigs gebracht.

NILS: »Das kommt daher, dass der Jörn immer eine Maß Bier auf ex trinken will, und da musst du schon tausend Shows spielen, um den Pegel zu halten (lacht).«

SALTATIO MORTIS - Habgier und Tod

PHILIPP: »Das sind doch jetzt In Extremo oder Subway To Sally oder irgendwas aus der Richtung. Saltatio Mortis - ist das nicht die Band vom Mozart (Philipp meint den Sänger von Umbra Et Imago - buf)? Die klingen doch alle so.«

NILS: »Ich höre einen Dudelsack. Hat ein bisschen was von In Extremo.«

ESCHE: »Ich verstehe den Text jetzt nicht so gut, aber die Mucke finde ich gut. Das ist wieder nicht mein Genre, aber der Sänger hat ´ne ganz coole Attitüde, und die Machart gefällt mir auch recht gut.«

NILS: »Die Musik ist definitiv besser als der Bandname. Bei Saltatio Mortis denke ich eher an eine Death-Metal-Geschichte als an eine deutschsprachige Band. Drückt.«

ONKEL TOM - Auf nach Wacken

JONAS: »9MM? Nein - klingt aber ziemlich ähnlich.«

PHILIPP: »Das sind jetzt aber nicht die V8 Wankers, oder? Ah, Onkel Tom - mit dem haben wir auch schon gespielt.«

FÖHRE: »Wir kennen alle.«

NILS: »Im ersten Moment habe ich an 9MM gedacht.«

ESCHE: »Gefällt mir nicht so gut, ist nicht mein Ding.«

NILS: »Hat ein bisschen was von Rose Tattoo, oder? Ach, das ist Onkel Tom. Mit dem haben wir auch schon mal gespielt, aber ich kann mich kaum noch daran erinnern, weil wir so besoffen waren.«

ESCHE: »Mir gefällt die Stimme irgendwie nicht. Ich habe von Onkel Tom aber auch schon ein paar coole Songs gehört, die mir gefallen haben.«

BÖHSE ONKELZ - Ohne mich

PHILIPP: »Onkelz! Jetzt muss ich mal überlegen, wie das Lied heißt. Das ist doch der Song mit „Antifa, ihr könnt mich mal, ich lache über euch, und ihr merkt es nicht mal“. Dann ist das ´Ohne mich´.«

ESCHE: »Das sind definitiv die Onkelz. Ich habe nichts gegen die Band, aber ich bin auch kein Fan.«

NILS: »Hall des Todes auf der Snare.«

ESCHE: »Den finde ich nicht so schlimm wie das Keyboard. Die Onkelz haben Rockgeschichte mit vielen geilen Liedern geschrieben, aber die haben auch ein paar richtige Klopper rausgebracht, bei denen ich sage: „Mensch, das hättet ihr euch besser noch dreimal angehört.“ Das hier ist einer dieser Songs, die meiner Meinung nach an Plattheit nicht zu übertreffen sind.«

FREI.WILD - Halt deine Schnauze

NILS: »Ein Klassiker in der deutschen Musiklandschaft (lacht). Ich weiß gar nicht, wie oft wir den Song schon gehört haben.«

ESCHE: »Mittlerweile finde ich Frei.Wild auch echt geil. Als ich das Thema zum ersten Mal gehört habe, hat es mir überhaupt nicht gefallen, aber wenn man sich mit der Band mal länger auseinandersetzt, stößt man auf ein paar Sachen, die sind einfach gut so, wie sie sind. Auch wenn sie nicht durch die Hintertür kommen, was die Texte angeht.«

NILS: »Das ist einer meiner Lieblingssongs, zusammen mit ´Arschtritt´. Den finde ich sogar noch ein bisschen geiler.«

SERUM 114 - Die Stadt, die wir lieben

ZEGGA: »Serum!«

PHILIPP: »Haben die mehr erkannt als wir?«

Nicht wirklich.

PHILIPP: »Serum sind zwar bei uns auf dem Label, aber wir nehmen nur Bands mit auf Tournee, die wir auch persönlich mögen. Das Lied von den Onkelz fand ich am stärksten. Ein Song von den Ärzten wäre noch gut gewesen - Wahnsinnsband!«

Bands:
FREI.WILD
SERUM 114
Autor:
Buffo Schnädelbach

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