Festivals & Live Reviews


Pics: Femme Von Steel

Festivals & Live Reviews 26.04.2019, 12:49

MIDNIGHT, IDLE HANDS, HERETIC - Essen, Turock

All hail hell! Das Turock in Essen darf ausverkauft melden und platzt mal wieder aus allen Nähten – Schuld daran sind die US-Black-'n'-Roller MIDNIGHT, die an diesem Abend noch tatkräftigen Support von den aktuell ziemlich heißen Aufsteigern IDLE HANDS und den Metalpunkern HERETIC bekommen.

Die machen zur Überraschung der meisten Banger heute den Anfang und heizen die ohnehin schon dicke Luft mit 'Blitzkrieg In Black' direkt auf. Das Trio aus den Niederlanden, das sich irgendwo zwischen Proto-Metal und Horrorpunk bewegt, weiß genau, was die heute anwesende Runde braucht und feuert einen Hit nach dem anderen heraus – besagte Nummern müssen sie übrigens nur instrumental anstimmen, damit im Chor zu 'Berserker' oder 'The Devil, My Savior' ganz von allein gebrüllt wird. Ein Killer-Auftakt!

Foto: Femme Von Steel

IDLE HANDS, der angesprochene heiße Scheiß aus Portland, tritt heute (und auch in Zukunft) zu fünft auf, weil Cory Boyd ab sofort Sänger Gabriel Franco um seine Gitarre erleichtert. Was die Herren aktuell so spannend macht, ist ihre Kombination aus klassischem Heavy Metal und Goth-Rock, die die heutigen Gemüter zu spalten scheint, mich aber voll überzeugt. Gabriel Franco, der braunhaarige Lockenkopf mit Sonnenbrille, kommt live fast noch besser rüber als auf Platte und schafft es unzählige Stimmungen zu transportieren: Vom melancholischen und gleichzeitig herrlich verspielten 'Can You Hear The Rain' bis zum vor Energie nur so strotzenden Hit 'Give Me To The Night' berührt alles irgendwie, sodass die Zugaberufe am Ende absolut gerechtfertigt sind – und erfüllt werden.

Foto: Femme Von Steel

Nichts kann allerdings auf das vorbereiten, was nun folgt – und zwar die fetteste Party, die es seit einer ganzen Weile bei einem Konzert gab. Mit 'Vomit Queens' und 'Endless Slut' eröffnen MIDNIGHT ihr Set und in dieser Sekunde fliegen auch schon die ersten zehn Biere durch die Menge, die ersten Stagediver über die Köpfe hinweg und sowieso fliegen alle gegen alle – ganz nach dem Motto 'Violence On Violence' eben. Einen Höhepunkt der Show festzumachen, ist extrem schwierig, weil der gesamte Club einfach permanent durchdreht und die gesamte Spielzeit über Rock-'n'-Roll-Ausnahmezustand herrscht. Rock 'n' Roll ist ein passendes Stichwort, denn mehr als das und eine Prise Rotz-Black-Metal braucht das vermummte Trio um Frontsau Athenar auch nicht, um den Laden zum Kochen zu bringen. Dass ab und zu auch ein paar Leute aus dem Publikum auf die Bühne springen, und ein paar Zeilen durchs Mikro mitgrölen, stört die drei ebenso wenig wie das Bier, das ihnen um die Ohren fliegt. Mit 'Satanic Royalty', 'You Can't Stop Steel' und 'Unholy And Rotten' kriegen alle was sie wollen und verlassen kaputt, aber glücklich eins der besten Konzerte seit langem. All hail hell!

Foto: Femme Von Steel

SETLIST MIDNIGHT

Vomit Queens
Endless Slut
Rip This Hell
Penetratal Ecstasy
Bitch Mongrel
Poison Trash
Evil Like A Knife
Prowling Leather
Woman Of Flame
Satanic Royalty
Lust Filth And Sleaze
Black Rock 'n' Roll
All Hail Hell
You Can't Stop Steel
Unholy And Rotten


www.facebook.com/midnightviolators

www.facebook.com/idlehandspdx

www.facebook.com/HereticManiacs

Bands:
MIDNIGHT
IDLE HANDS
HERETIC
Autor:
Mandy Malon

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.