Interview


Pic: Paul Sydow

Interview 18.06.2019, 11:26

MAJESTY - Ein Stück Power

In Rock Hard Vol. 386 sprachen wir mit MAJESTY-Sänger Tarek Maghary über das neue Album „Legends“ und die Veränderungen im Sound der Band. Ergänzend zum Heft-Interview erfahrt ihr hier weitere Details über die Inspiration zu „Legends“, die Aufnahmen in den Berlin Sounds Studios und Tareks Einstellung zu den sozialen Medien.

Tarek, hat dich ein bestimmtes Buch oder ein Film zum Endzeitszenario inspiriert, das auf „Legends“ besungen wird?

»Eigentlich nichts bestimmtes, aber ich liebe solche Szenarien. Ich liebe auch die „Mad Max“-Filme, und klar inspiriert einen so etwas. Früher haben wir dieses Thema eher im „Sword & Sorcery“-Bereich behandelt. Bei „Rebels“ fingen wir aber an, es in einem etwas anderen Umfeld zu präsentieren. Dadurch haben wir auch unseren Sound ein bisschen erneuert. Es gab also keine konkrete Inspiration, abr sicher spielten da einige Filme oder auch Bücher eine Rolle. Das Buch „Brave New World“ (von Aldous Huxley – am) zum Beispiel fand ich sehr geil.«

Ihr habt letztes Jahr ein neues Bandmitglied dazubekommen, wobei Arthur Gauglitz (b.) inoffiziell ja eigentlich schon seit 2017 dabei war. Wieso gab es diese lange Schwebephase?

»Das Problem ist, dass wir bei MAJESTY in letzter Zeit eine ziemlich hohe Fluktuation von Bassisten hatten (lacht). Darum haben wir diesmal überlegt, erst einmal eine Art Probephase zu machen und zu gucken, wie wir zurecht kommen und wie alles läuft, statt gleich eine Mitteilung rauszugeben, dass wir einen neuen Bassisten haben. Wir haben auch viele Konzerte und Festivals mit Arthur gespielt, uns gut verstanden und alles hat funktioniert. Erst dann haben wir die Bekanntmachung rausgegeben.«

Ihr habt bei Facebook und Co. einige Fotos von den Albumaufnahmen in den Berlin Sounds Studios gepostet. Das hatte ein bisschen den Anschein einer Klassenfahrt.

»Ja, das kann man echt so sagen. Ich finde auch, diese Klassenfahrtstimmung schließt Professionalität nicht aus, eher im Gegenteil. Wir verstehen uns einfach super, wir sind auch jeden Abend in Friedrichshain noch was trinken gegangen und haben Spaß gehabt. Ich finde es auch extrem wichtig, dass eine Band wie eine Familie agiert und nicht aus Musikern besteht, die sich nur im Studio treffen. Klar ist man professionell und will auch geile Arbeit abliefern, aber ich finde, der Spaß darf niemals in der Musik zu kurz kommen, denn sonst kann man es gleich lassen.«

Du hast dir vor etwas über einem Jahr die Haare abschneiden lassen und das Ganze in einem YouTube-Video dokumentiert. Wie kamst du auf die Idee, das quasi live öffentlich zu machen?

»Du bist ja bestens informiert, finde ich gut! Allgemein finde ich es ziemlich geil, dass du alles, mit Leuten, die dir folgen, teilen kannst. Und ich teile auch solche Sachen sehr gerne. Warum sollte ich sowas auch heimlich machen? Das war eine wichtige Veränderung für mich, vor der ich auch lange überlegt, aber im Nachhinein keine Sekunde bereut habe. Ich wollte das einfach mit Leuten teilen. Ich poste auch regelmäßig Instagram-Storys und lasse die Leute gern teilhaben. Für manche ist es vielleicht zu viel, aber es muss ja keiner zugucken (lacht). Ich habe einfach Spaß daran. Es gib ja viele Musiker, die sich beschweren und sagen, dass früher alles besser war und Social Media alles zerstöre. Ich finde, das Gegenteil ist der Fall. Es gab noch nie so eine offene Welt wie heutzutage, wo du die Fans direkt erreichen kannst. Du kannst als Band irgendetwas machen, und binnen Sekunden weiß es die ganze Welt, oder zumindest der Teil, der es wissen will. Ich finde das richtig geil. Ich finde, man gibt dem Künstler durch Social Media ein Stück Power zurück.«

http://majesty-metal.de

www.facebook.com/majestymetal

Bands:
MAJESTY
Autor:
Alexandra Michels

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