Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 16.10.2018, 13:40

HALESTORM , DEVILSKIN - Köln, Live Music Hall

HALESTORM haben die Live Music Hall erstmals 2012 im Vorprogramm von Shinedown unsicher gemacht. Seitdem konnte die Band ihre Popularität konstant steigern, so dass sie am 15. Oktober als Headliner vor ausverkauftem Haus auftreten kann.

Als Supportact dürfen die Neuseeländer von DEVILSKIN ihre Qualitäten unter Beweis stellen. Die Band um Sängerin Jennie Skulander bietet ähnlich wie Halestorm ein buntes Potpourri aus Pop-, Rock-, und Metal-Einflüssen, wobei der Fokus auf letzteren gelegt wird. Über die knackigen Modern-Metal-Riffs, legt Jennie eine beeindruckende Performance, die von gelegentlich eingesetzten Growls bis zu kraftvollen cleanen Gesang reicht, der an Flyleaf erinnert. Performance-technisch lässt die perfekt aufeinander eingespielte Band nichts anbrennen, woran das Quartett aber weiterhin noch schrauben kann, sind die Songwriting-Qualitäten. Über ein gutklassiges Niveau kommen die meisten Tracks nämlich nicht hinaus. Dennoch zeigt sich das Publikum begeistert und feiert auch die Dio-Coverversion 'Holy Diver' ab (keine originelle Wahl, aber grandios gesungen).

Der Bühnenumbau gibt Gelegenheit, Kopf und Körper nochmal vor der Tür durchzulüften, bevor es wieder in die von den spätsommerlichen Temperaturen aufgeheizte LMH geht. HALESTORM kennen kein Erbarmen mit den Besuchern und feuern gleich zu Anfang eine ganze Reihe ihrer stärksten Tracks raus. Den Anfang macht 'Skulls', dessen unverschämt coole Kombination aus Pop und Breakdown-Part auch live wunderbar funktioniert. Augenfang der Show sind erneut Fronterin Lzzy Hale, die in Leoparden-Leggins, Netzhemd und Lederjacke auftritt, was ihr Bruder und Schlagzeuger Arejay mit weißem Hemd, Krawatte und pinkem (!) Anzug konterkariert. Aber auch ihre beiden Sidekicks Joe Hottinger (Gitarre) und Josh Smith (Bass) haben mittlerweile ihre Bühnenrollen gefunden und liefern zusammen mit Arejay gute Backing-Gesänge. Mit 'Mayhem', Love Bites (So Do I)' und 'Mz. Hyde' brennt die Band gleich vier ihrer größten Hits hintereinander ab, bei denen es eine wahre Freude ist, das Zusammenspiel der Musiker zu beobachten. Hier wirkt nichts gelangweilt oder routiniert, im Gegenteil: Lzzy singt sich die Seele aus dem Leib, während Arejay beim Schlagzeugspiel mit wilden Artistik-Einlagen brilliert. Das Schöne: Bei Halestorm ist alles live, hier kommt rein gar nichts von Band, was bei „jungen“ Acts heute ja leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Zudem profitieren die Amis enorm von ihrem neuen Albums „Vicious“, das eine härtere Richtung einschlägt und dessen Tracks die Meute zusätzlich anheizen. Die Ausnahme bildet das ruhige 'The Silence', das Lzzy und Joe rein akustisch darbieten. Wenig später bekommt Arejay beim Drumsolo Gelegenheit, sein Talent unter Beweis zu stellen. Zum Ende erhält er gar noch Tribal-Unterstützung von Devilskin-Drummer Nic Martin, bevor Arejay das Kit mit seinen „Big Sticks“ vermöbelt (muss man gesehen haben!). Da Halestorm ihre Setlist jeden Tag auf den Kopf stellen, wird der Zugabeblock mit 'Black Vultures' eröffnet, bevor mit 'I Miss The Misery', 'Here's To Us' und 'She Won't Mind' die Zielgerade erreicht und das nassgeschwitzte Publikum in die lauwarme Oktobernacht entlassen wird.


SETLIST HALESTORM


Skulls
Mayhem
Love Bites (So Do I)
Mz. Hyde
Killing Ourselves to Live
Do Not Disturb
Amen
The Silence
It's Not You
I Am the Fire
Vicious
Drum Solo
Freak Like Me
--
Black Vultures
I Miss the Misery
Here's to Us
She Won't Mind

Bands:
HALESTORM
DEVILSKIN
Autor:
Ronny Bittner

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.