Interview

Interview 22.05.2019, 10:00

INDIAN NIGHTMARE - Online-Ergänzung zum Interview in Rock Hard Vol. 385

INDIAN NIGHTMARE sind mit „By Ancient Force“ gerade die Durchstarter im Metalpunk und Gitarrist Butch Fury hatte uns im Smalltalk etwas mehr zu erzählen als ins Heft passte, weswegen wir ihn nun hier noch mal zu Wort kommen lassen wollen.

Butch, im Vergleich zu „Taking Back The Land“ scheint „By Ancient Force“ ein wenig kompakter geschnürt worden zu sein, wobei die Songs dafür alle etwas länger sind. Hat sich das einfach beim Songwriting ergeben oder habt ihr diesmal eine andere Herangehensweise gewählt?


»Die Songs für das neue Album sind dieses Mal durch mehr Kollaboration zwischen der ganzen Band entstanden. Nach fünf Jahren kennen wir uns nun um einiges besser und sind zusammengewachsen, dadurch sind auch die Songs facettenreicher geworden. Wir haben zum ersten Mal auch eine Pre-Production gemacht und sehr viel über uns gelernt, und wie wir am besten zusammenarbeiten, was uns neue Wege offenbart hat. Wir hätten auch noch einen Song dazupacken können, aber das hätte schlicht nicht mehr auf eine Vinyl gepasst – wir haben uns für Qualität statt Quantität entschieden.«

Der Gesang erinnert in den Höhen ziemlich an Agent Steel zu z.B. „Skeptics Of Force“-Zeiten. Wie groß sind Einflüsse solcher klassischen, aber auch moderneren Speed-Metal(-Punk)-Bands wie Heretic, Inepsy oder Midnight?

»Solche Einflüsse sind definitiv sehr präsent! Generell haben wir ein sehr breites Spektrum an Einflüssen, da jeder von uns aus einer anderen Stadt bzw. einem anderen Land stammt, die wiederum jeweils einzigartige Szenen haben, wo verschiedene Bands die „Großen“ sind. Generell zählen aber viele Legenden unter anderem aus Japan und England zu unseren Einflüssen: Ghoul, G.A.T.E.S., Sacrifice, Sabbat, Virus, Discharge, G.I.S.M., Poison, Kuro, Parasite, Anihilated, Sacrilège, Amebix, Venom, Bathory, xJapan, Darkthrone oder Iron Maiden.«


In 'The Awakening' gibt es ein melodisches Zwischenspiel, das aus coolen melancholischen, fast schon nostalgischen Tunes besteht. Ist das in einer besonderen Situation entstanden?

»Eigentlich sind alle unsere Songs zu besonderen Momenten entstanden. Wenn Riffs oder Melodien ihren Einklang zu Songs finden, dann hat das fast immer einen Trigger. Die Gefühle und Gedanken, die wir in uns tragen, werden in unseren Liedern zu Erlebnissen manifestiert. Was sie dann bei unseren Hörern auslösen, ist ihnen selbst überlassen. Dieser Track an sich reflektiert die Natur und das Leben. Eine unaufhaltbare Spirale, die immer weitergehen wird – egal ob mit oder ohne Menschen. Wir Menschen sehen uns der Natur übergestellt, doch wir sind ein ganz normales Glied in der Kette, was viele zu vergessen scheinen und dementsprechend handeln, ohne sich über die Konsequenzen klar zu sein.

«


Und worum geht es in 'Set The Spirit Free'?


»'Set the Spirit Free' ist das, wofür Metalpunksteel steht. Subkultur sollte für die Menschen, die Teil davon sind, immer etwas verändern. Wir wollen mit diesem Song die rebellischen Kräfte von Metal und Punk bündeln und weitergeben. Seien wir mal ehrlich, wir befinden uns gerade in einer beschissenen Situation auf unserem Planeten, weil viele aufgehört haben für sich selber zu denken, sie tun das, was sie schon immer getan haben, weil es schon immer so war. Leute, wacht auf!«


www.indiannightmare.bandcamp.com
www.facebook.com/Indian-Nightmare-1564014753877177/

Bands:
INDIAN NIGHTMARE
Autor:
Mandy Malon

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.