Interview

Interview 30.10.2018, 16:49

SAMSARA BLUES EXPERIMENT - "In neue Gefilde driften"

Am 16. November sind die musikalischen Freigeister SAMSARA BLUES EXPERIMENT Gäste unserer zweiten Rock Hard Night im Dortmunder Piano. Das Konzert in der Spielstätte mit dem unvergleichlichen Seventies-Flair hätte urprünglich im März stattfinden sollen, doch dann brach sich Gitarrist/Sänger Christian Peters die Hand.

Hallo Chris, wie geht es dir und deiner Hand? Und was gibt es Neues bei SBE?

»Prinzipiell ist alles wieder wie vorher. Ein paar kleine Wehwehchen hier und da bleiben wohl nach dem zweifachen Bruch, aber ich will mich nicht beschweren. Wir waren gerade für elf Tage in Australien und Neuseeland auf Tour und ich bin noch im Jetlag, aber die Erinnerungen an diese Reise sind jetzt schon legendär! Ich hatte weit weniger erwartet, aber die Hälfte unserer Shows waren sogar ausverkauft. Bald geht es auch schon weiter für Konzerte in Südamerika und Mexiko, bevor wir im November noch ein bisschen in Mitteleuropa herumfahren.«

Abgesehen vom Schockmoment und der ganzen Aufregung um die abgesagten Gigs: Hast du auch Positives aus dieser Phase mitgenommen?

»Tja, ich lerne etwas entspannter an die Dinge heranzugehen, außerdem war ich bedingt durch die ganzen Umstände des Unfalls (im Nirgendwo in der Sonora Wüste in Süd-Arizona) gezwungen mehr aus mir herauszugehen als üblich. Ich war sehr oft auf die Hilfe anderer angewiesen, was sonst nicht so mein Ding ist. Ich bin schon ein ziemlich großer Individualist. Ich glaube aber auch, dass nichts ohne Grund passiert und selbst solche Unfälle bestimmte Dinge lehren und wenn nur: Pass gut auf in der Wüste, vor allem wenn du alleine da rumkraxelst!«

Es soll ja Leute geben, die euch noch nicht kennen. Wie beschreibst du denen die Musik und das Auftreten deiner Band bzw. was können unsere Leser von dem Auftritt im Piano zu erwarten?

»Haha, es gibt meiner Meinung noch sehr viele, die uns nicht kennen, oder auf eine Art vielleicht sogar ablehnen, weil uns kein bestimmtes Genre-Nametag angehängt werden kann. Tja, was machen wir da eigentlich? Stonerrock, Doom, Old School Metal, Grunge, Prog, Psychedelic?! Gerade in Deutschland stehen wir auch nach elf Jahren manchmal immer noch ein bisschen am Anfang und müssen die Leute überzeugen von ihren alltäglichen Hörgewohnheiten in neue Gefilde zu "driften". Bislang haben wir aber die meisten überzeugt, egal, ob das Metaller, Hippies oder der Studentenrat war.«

Euer Debüt hat jetzt 6 Mio Aufrufe bei YouTube. Ganz schön viel für eine Band, die ihre Platten bei einem Mini-Label vertreibt. Dein Kommentar....

»Fetzt ne ;-)?! Heutzutage mit Minilabel, keinem Label, ist doch in gewisser Hinsicht fast schon egal... es ist 2018! Wir haben Youtube, Spotify, Bandcamp etc. Die (Musik-) Bibliothek der Welt liegt jedem zu Füßen! Ich persönlich hoffe, dass die Leute auch in Deutschland merken, dass Namedropping und Labelprestige in der Musikwelt letztlich nur noch wenig bedeuten und man eher darauf achtet, was die Bands machen. Es ist relativ leicht sich am Backkatalog von Black Sabbath zu bedienen und mal zwei Riffs zusammenzuklatschen, die dann gefällig angenommen werden. Aber nur wenige mixen die oben genannten Genres mit "seltsamen" Gesang und indischen Einflüssen. Was ich sagen will: Macht euer Ding, das ist doch viel interessanter als die zwölftausendste Sabbath-Kopie.«

SAMASARA BLUES EXPERIMENT + BLACK SPACE RIDERS

16.11., Musiktheater Piano, Dortmund

Die Tickets können u.a. im Rock Hard Shop für 19 Euro + VVK-Gebühr bestellt werden. Mehr Infos findet ihr hier und unter:

www.sbe-official.tumblr.com
www.blackspaceriders.com
www.musiktheater-piano.de

Bands:
SAMSARA BLUES EXPERIMENT
Autor:
Holger Stratmann

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