17.07.2015, 13:02

Huntress: Jill Janus spricht über Krebs-Diagnose und psychische Erkrankung

HUNTRESS-Frontfrau Jill Janus bekam Anfang des Jahres die erschreckende Diagnose Gebärmutterkrebs. Im "Revolver"-Magazin spricht die nach einer Totalentfernung inzwischen krebsfreie Musikerin über die schwere Zeit:

"Während wir unser drittes Album schrieben und aufnahmen, hatte ich das Gefühl, das etwas Übles in mir wuchs. Als wir mit AMON AMARTH auf Tour waren, hatte ich schwere Zwischenblutungen. Ich ließ mich untersuchen, und die Ärzte fanden in meiner Gebärmutter Krebs im frühen Stadium."

Mit einer anderen Krankheit hat Janus schon seit ihrer Jugend zu kämpfen: Die Sängerin leidet an einer bipolaren Störung mit schweren Folgen. Sie verrät:

"Als ich 20 war und in Manhattan lebte, war das für mich eine sehr schwere Zeit. Damals wurde ich eine psychiatrische Klinik eingewiesen und bekam die Diagnose 'manisch-depressiv mit schizoaffektiver Störung', was sich zu Schizophrenie und einer dissoziativen Identitätsstörung ausweitete. Ich war ständig selbstmordgefährdet. In meinen Mittzwanzigern wurde das zu einer regelrechten Manie, und ich erinnere mich nicht an viel aus dieser Zeit. Ich kann mich auch an niemanden aus meiner Highschool-Zeit erinnern. Ich habe mein Langzeitgedächtnis verloren und kann mich nicht an Namen, Gesichter oder Orte erinnern."

Mit ihrer Geschichte will Janus anderen Betroffenen den Rücken stärken:

"Über meine psychische Krankheit und Krebsdiagnose zu sprechen, hat mir die Chance gegeben, anderen Mut zu machen, für ihre Träume zu leben und sich nicht von ihrer Krankheit daran hindern zu lassen. Die Geier können warten."

Autor:
Onlineredaktion

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