Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 29.08.2012

LIZZY BORDEN , HADES - HEADBANGERS OPEN AIR 2012

Die „ganz großen“ Headliner gibt es beim HOA nicht. Die Überraschungen, die man als traditionell ausgerichteter Headbanger erwarten kann, lauern eher im Mittelfeld des Billings. 1.500 rundum zufriedene Besucher können das in diesem Jahr bezeugen.

Donnerstag

Heiß sind die Bands des ersten Festival-Tages, aber auch die Temperaturen - besonders, wenn man ohne Klimaanlage unterwegs ist und vor dem Elbtunnel im Stau steht. Noch mehr schwitzt man beim Blick auf die Uhr, denn der HOA-Startschuss fällt um 17:20 Uhr mit PORTRAIT, was ja zu schaffen sein sollte, wenn man bereits um zehn Uhr losgefahren ist. Leider gelingt das nicht. Erst zum letzten Song der Schweden treffen wir ein - der klingt aber ebenso gut wie das Fazit der Anwesenden.

Mit den Thrashern WARBRINGER geht es weiter, die einen Großteil des auch heute schon sehr zahlreich vertretenen Publikums vor die Bühne locken. Mit ´Wake Up... Destroy´, ´Shattered Like Glass´ und der Granate ´Shoot To Kill´, bei der alle Fäuste oben sind, räumen die Kalifornier ordentlich ab, auch wenn Frontmann John Kevill gerne noch mehr Banger sehen würde. Einen Circle-Pit braucht das HOA zwar nicht unbedingt, aber der Aufruf dazu fruchtet wenigstens bei den jüngeren Besuchern. Mit dem Cover ´(We Are) The Roadcrew´ endet der starke Auftritt.

JAGUAR-Sänger Jamie Manton zeigt schon beim Soundcheck Entertainerqualitäten. Im Laufe der Show werden diese dann aber etwas zu stark beansprucht, und ab und an geht einem die britische Frohnatur samt den unzähligen „Oh yeah!“-Gesängen, dem selbst initiierten „Olé!“-Schlachtruf und seiner Showeinlage mit Schafsfell und Besen auf den Zeiger. Dass die Truppe Spaß hat, ist ja völlig in Ordnung, und Songs wie ´Dutch Connection´ und ´Run For Your Life´ kommen prima an, aber zwischendurch hat der Gig der NWOBHM-Jungs schon ein paar Längen.

Bei SOLEMNITY heißt es „klotzen statt kleckern“. Für ihre letzte Messe bringen die Deutschen eine große Show mit, was bei der kleinen Bühne dazu führt, dass vor lauter Kerzenständern, Totenköpfen und Kreuzen kaum Platz für die Musiker ist. Zum „Programm“ der Heavy-Horror-Metaller mag man stehen, wie man will; der traditionelle Metal wird von den Fans, zu denen offensichtlich nicht alle Besucher zählen, ebenso gefeiert wie das Abendmahl, das Sänger Sven The Axe zelebriert, bevor er mit dem Satz „Es gibt kein Zurück!“ die Band stilllegt.

Es ist nicht böse gemeint, aber der Unterschied zwischen deutschem und amerikanischem Mummenschanz ist doch immens. Was LIZZY BORDEN abliefern, ist vom Feinsten. Die Masken des Meisters selbst sind zwar auch nicht immer besonders originell, aber den Amis liegt es einfach, so zu performen, als ob sie in einer Arena auftreten. Die Showeinlagen von Lizzy, der charakteristische Gesang, die perfekt eingespielte Band mit guten Gitarristen (Hungerhaken rechts, Oberposer links) und Songs wie ´Red Rum´, ´American Metal´ oder ´There Will Be Blood Tonight´ sorgen für Bombenstimmung und einen würdigen Abschluss des ersten Festivaltages. (jr)

Freitag

Bisher nur mit einer Demo-EP am Start, schafft es das Ruhrpott-Quartett ATTIC trotz der frühen Mittagszeit, eine ansehnliche Menge an Zuschauern vor die Bühne zu locken. Und auch wenn man spielerisch noch nicht ganz auf dem Niveau der ebenfalls auf dem HOA vertretenen schwedischen Mercyful-Fate/King-Diamond-Soundalikes Portrait und In Solitude agiert, hat man zumindest mit Meister Cagliostro den besseren Sänger am Start und erntet für Songs wie ´The Headless Horseman´ und das Pentagram-Cover ´Dying World´ dementsprechend vollkommen verdient begeisterte Reaktionen.

Bei VANDERBUYST wird´s noch ein bisschen voller, und wie an den beiden Wochenenden zuvor beim Bang Your Head und Hell´s Pleasure haben die Holländer mal wieder den besten Sound des Wochenendes. Warum? Weil sie es einfach draufhaben! Highlight: Das markant-melodische Riff von ´To Last Forever´ wird von zahlreichen Fans lautstark mitgesungen.

Dass es im Zuschauerbereich jetzt richtig voll wird, ist angesichts der langen Bandhistorie von ARTILLERY nicht wirklich überraschend. Dass die auch optisch mittlerweile ziemlich in die Jahre gekommenen Dänen für ihre spielerisch doch eher mittelmäßige Leistung bei ziemlich matschigem Sound vom Publikum abgefeiert werden, erstaunt dann aber doch ein bisschen.

Die instrumentalen Fähigkeiten betreffend geht´s bei LORD wieder zwei Klassen nach oben, und folgerichtig ist der Sound jetzt auch wieder deutlich besser und druckvoller. Allerdings finden nur wenige Die-hard-Fans vor der Bühne und ein paar über das Gelände verteilte Neugierige Gefallen an den Australiern. Auch wenn der durchaus kraftvolle Heavy-Melodic-Sound der Band um Ex-Dungeon-Sänger/Gitarrist Lord Tim sicherlich nicht jedermanns Geschmack ist, wird sich bestimmt so mancher True-Metaller im Nachhinein ärgern, die erste Pause des Tages einer ihm unbekannten Band, die man nicht alle Tage zu Gesicht bekommt, vorgezogen zu haben. (ah)

Die verdienten Recken SILVER MOUNTAIN gehören in ihrer Heimat Schweden zu den Großen des Hardrock und ernten vor ihrer Show sogar ehrliche Respektsbekundungen von diversen offiziell okkulten Tunichtguten (Portrait, Sverige-Supporter Himmelstein). In Brande-Hörnerkirchen hält sich das Interesse allerdings in Grenzen: Der Platz vor der Bühne ist eher spärlich gefüllt, und ein paar prinzipiell Interessierte brabbeln auch was von „langweilig“. Mir gefällt der Rainbow-Gedächtnissound dagegen ziemlich gut; vor allem die Klassiker von „Shakin´ Brains“ (1983) und „Universe“ (1984) gehen ordentlich nach vorne.

Der Signature-Song der US-Metaller EDEN (ein sehr gelungenes Album 1986) ist sicherlich der Platten-Opener ´Pound It Out´, und in der Tat kommen bei dieser eher spät im Set platzierten Stampfhymne affinere Teile des Publikums ordentlich ins Schwitzen, und es müffelt - man glaubt es kaum - noch mehr im weiten Rund. Dass die in Sachen Stageacting eher so mittelgeile Truppe zudem auf Songs der Vorgänger-Combo August Redmoon zurückgreift, ist ebenfalls erwähnenswert, denn zumindest hier beim Rock Hard wissen wir es schon lange: ´Fools Are Never Alone´. (bk)

THE SANITY DAYS, also die Steve-Grimmett-Version von Onslaught, spielt heute den gleichen Set wie auf dem Metal Assault in Würzburg. Neben dem starken, aber vielen Onslaught-Fans zu power-metallischen Material des „In Search Of Sanity“-Albums (1989) sind das die beiden Grim-Reaper-Klassiker ´Rock You To Hell´ und ´See You In Hell´, die das Finale bilden. Steve singt gewohnt gut, seine Band spielt solide, sogar einen Tick besser als beim Metal Assault - aber der letzte Funke will nicht überspringen. Fragt man die umstehenden Fans, so bekommt man oft zu hören: »Die „echten“ Onslaught wären mir jetzt lieber!«

Eine dicke Überraschung dagegen sind SINNER, die heute (fast) ausschließlich Achtziger-Material spielen und sich von der Publikumsresonanz her als heimlicher Headliner des Tages herausstellen. Mit drei toll aufeinander abgestimmten Gitarren, einem der souveränsten Drummer des Festivals und einem sichtlich gut gelaunten Frontmann, der 95 Prozent des Sets als Mat Sinner und nur die letzten fünf Prozent als Phil Lynott bestreitet, macht die Band vom Start weg den professionellsten Eindruck des Wochenendes. Dass die alten Hits wie ´Knife In My Heart´, ´Born To Rock´, ´Lost In A Minute´, ´Germany Rocks´ und natürlich ´Rebel Yell´ bei allen Fans noch so präsent sind, überrascht dann aber doch. Klasse!

FIST (die Kanadier) können danach nur verlieren. Der stampfende, von Keyboards unterlegte Hardrock wäre nachmittags sicher gut angekommen, aber zu so später Stunde will man etwas Lebhafteres, Energischeres hören. Die hüftsteife Präsentation lässt selbst (Semi-)Hits wie ´Hot Spikes´, ´Thunder In Rock´ oder ´Leather And Lace´ ziemlich wirkungslos verpuffen. Schade eigentlich. (gk)

Auf dem Festivalplakat prangt zwar das HADES-Logo, letztlich hat Alan Tecchio (v.) aber spontan eine neue Truppe zusammengestellt. Man kann das als Mogelpackung bezeichnen, sollte sich aber eher darüber freuen, dass er mit Kevin Bolembach, Jack Frost, Sean Tarr und Ron Lipnicki überhaupt eine Besetzung zusammenbekommen hat. Absolut tight und spielfreudig arbeiten sich die Szeneveteranen mit Herzblut durch das Material der ersten beiden Scheiben, so dass niemand mehr von einer zusammengewürfelten Band spricht. Es tut gut, die Klassiker des anspruchsvollen Thrash wohl zum letzten Mal zu hören. Verabschiedet wird man mit zwei Coverversionen von Jacks Band Seven Witches sowie Judas Priest. (wk)

Samstag

Am zweiten Tag gibt es einige zeitliche Änderungen, weil ADX und Megahera nicht antreten, und der Opener TALES OF HORROR ist bei strömendem Regen eher suboptimalen Rahmenbedingen ausgesetzt. Auch die Karriere von THE GATE will nicht so richtig vorankommen, allerdings passt es da ganz gut, dass sich die Truppe um Ex-Running-Wild-Mitglied Preacher heute mit dem früheren Partner Hasche verstärkt. Nachdem The Gate zuerst ihren eigenen, nur wenig überzeugenden Set spielen, kommt Hasche auf die Bühne. Zusammen zockt man mit ´Chains And Leather´, ´Soldiers Of Hell´ und ´Prisoner Of Our Time´ drei Nummern aus den Anfangstagen der Hanseaten. Eine coole, wenn auch nicht unbedingt professionelle Aktion, bei der aber das Herzblut der Beteiligten zu spüren ist, und diese werden denn auch vom Publikum dankend abgefeiert. Wohl nicht zuletzt, weil Rock´n´Rolf den Ruf von Running Wild mittlerweile endgültig ruiniert hat. (wk)

Nach dem The-Gate-Gestümper (und dem ADX-Ausfall) sind BLACKSMITH zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Man möchte bei den gemütlichen US-Metallern - zwei dicke Riesen an Gitarre und Bass, ein Kleiner mit Glatze am Gesang (Malcolm „Mania“ Lovegrove - kicher, kicher...) und der unscheinbare Drummer - jetzt nicht gerade von einer energetischen Show sprechen; die Songs der Ostküsten-Truppe lassen einen aber zumindest partiell mit ein bisschen Fußgewippe den Matsch festtreten, und man freut sich, zumindest einmal im Leben irgendwas von „Blacksmith“ und „Fire From Within“ live gesehen zu haben. (bk)

Just als IN SOLITUDE ihre okkulten 50 Minuten einleiten, reißt der Himmel auf, und die Sonne scheint auf das Gelände herab. Davon bekommt der Fuchs, den sich der düster geschminkte Frontmann Pelle „Hornper“ Åhman um den Hals geschlungen hat, nichts mehr mit. Ebenso wenig davon, dass sich sein Träger schon beim Opener wie besessen auf dem Boden wälzt. Es ist eine extrem intensive Show, die das Quintett aus dem schwedischen Uppsala abliefert, bevor sich Åhman mit einem „Hail death!“ von der Bühne verabschiedet. (kp)

Ich hatte schon fast vergessen, wie gut die Australier HOBBS´ ANGEL OF DEATH eigentlich waren. Als dann aber Granaten wie ´Satans Crusade´, ´Crucifixion´, ´House Of Death´, ´The Journey´ und vor allem ´Marie Antoinette´ mit unerwarteter Brutalität (dank Harris Johns´ Live-Sound) in die ausrastende Menge gefeuert werden, sind die alten Erinnerungen wieder aufgefrischt. Unter den Slayer-beeinflussten Thrashern der Achtziger waren H.A.O.D. mit die Besten, und noch heute erreichen Peter Hobbs und seine (jüngere) Mannschaft fast die Intensität der zweiten australischen Krawall-Generation. Bockstark, wie Herr Kaiser zu sagen pflegt! (gk)

Die NWOBHM-Veteranen BLACK ROSE krebsen schon seit 2003 wieder im Underground herum und haben ihre 2010 geschriebenen Tracks gerade zusammen mit einem Best-of-Part zum ersten Mal in CD-Form veröffentlicht. Die aktuellen Stücke tönen auch live ganz gefällig; deutlich besser rocken und rollen allerdings Frühachtziger-Juwelen wie ´No Point Runnin´´, ´Sucker For Your Love´ oder ´Boys Will Be Boys´, die die gut eingespielte Truppe als amtliches Genrefutter präsentieren, das England-Fans definitiv antesten sollten, sofern sie nicht sowieso zur Alte-Hasen-Fraktion zählen. (bk)

Auch ein zehnstündiger Anreisemarathon mit zahlreichen Zwischenstopps an Deutschlands Baustellen vermag es nicht, das Grinsen aus Gerres Gesicht zu vertreiben. Das Publikum im proppenvollen Garten dankt es TANKARD mit Lust auf Thrash, einem amtlichen Pit und vielen Rufen nach Freibier. Besondere Glückwünsche zum 30. Bandjubiläum kommen aus Argentinien, und Harris Johns, ehemaliger Produzent der Fankfurter, sagt ´Maniac Forces´ an. Und auf ´Freibier´ muss schlussendlich natürlich auch niemand vergeblich warten. (kp)

POWERMAD haben ihren durchwachsenen Auftritt beim 2007er Bang Your Head wiedergutzumachen, was das Quartett auch problemlos schafft. Mit unbändiger Spielfreude bietet man Thrash vom Feinsten und beweist, dass Nummern wie ´Plastic Town´, ´Chasing The Dragon´ und ´Nice Dreams´ Genreklassiker sind und der Titel ´Absolute Power´ Programm ist. Enttäuschend nur, dass der Truppe 70 Minuten Spielzeit angeboten werden, man aber nur 50 davon wahrnimmt. Immerhin waren die Jungs in letzter Zeit nicht faul und zeigen mit dem neuen Schlussstück, dass auch in Zukunft mit ihnen zu rechnen ist.

Mit KIM LA CHANCE haben die Veranstalter ganz tief in die Raritätenkiste gegriffen. Zu bieten hat die etwas schüchterne Blondine mit ihrer professionellen Truppe eine gelungene Mischung ihrer beiden Achtziger-Bands Vixen und Malisha plus eine Dio-Tribute-Show mit ´Neon Nights´, ´Heaven And Hell´ und ´The Last In Line´. Zwar können die KalifornierInnen die Erwartungen an eine Headliner-Show nicht ganz erfüllen, dennoch ist es schön, Klassiker wie ´Metal Wars´, ´Serve Your Savage Beast´ und ´Give It All You Got´ (Malisha) sowie ´Living In Sin´, ´Secret Of The Stars´, ´Rocking Me Hard´, ´New Age Rock´n´Roller´ und natürlich ´Angels From The Past´ mit ihrer Stimme geboten zu bekommen. (wk)

Auf dem HOA bangten ein bisschen beschwipst um die Wette: Götz Kühnemund (gk), Boris Kaiser (bk), Andreas Himmelstein (ah), Jenny Rönnebeck (jr), Wolfram Küper (wk) und - vor allem - Kamikatze (kp). Die Fotos schoss Saskia Gaulke.

UND WAS MEINT...?

Götz Kühnemund

Wer waren die Highlights - und warum?
Lizzy Borden (perfektes, wenn auch sehr amerikanisches Entertainment), Attic (bester deutscher Newcomer momentan), Hades (Alan Tecchio: Respekt!), In Solitude (steigern sich quasi täglich) und Hobbs´ Angel Of Death (Extrem-Thrash ohne Firlefanz)

Wer hat enttäuscht - und warum?
Fist (viel zu hoch im Billing platziert; lahme Vorstellung), Solemnity (die Abschiedsshow war leider nicht das angekündigte große Spektakel), Silver Mountain (akustisch nett, optisch todlangweilig), ADX (spielten keinen einzigen Song!)

Was war lustig/skurril/überraschend?
ADX (unsichtbar & viel zu leise, quasi geräuschlos), Kathi Pfeifle (ihre total verrückte „Kamikatze“-Show sorgte backstage für begeisterte Sprachlosigkeit, aber auch für blankes Entsetzen)

Wen möchtest du nächstes Jahr auf dem HOA sehen?
ADX, More (mit Paul Mario Day), Chateaux (mit Steve Grimmett), Fist (die Engländer), Kamikatze

Boris Kaiser

Was waren die Highlights - und warum?
 Ich war am Donnerstag leider noch nicht da. Ansonsten: Vanderbuyst (coole Energie!), Sinner (coole Setlist!), In Solitude (coole Atmosphäre!), Hobbs´ Angel Of Death (cooles Slayer-Worshipping!), Powermad (coole Wiederentdeckung!)

Wer hat enttäuscht - und warum?
Nun ja: The Sanity Days, Fist, The Gate und Vixen/Kim La Chance waren nicht gerade die größten Highlights in meiner Karriere als Konzertbesucher...

Was war lustig/skurril/überraschend?
Portraits Gitarren-Tandem und Attic (komplett) feiern backstage drei Tage nonstop um die Wette; der Zuschauerzuspruch ist bei „aktuellen“ Bands deutlich höher als bei den meisten „Reunions“; Kamikatze kann auch schnurren

Wen möchtest du nächstes Jahr auf dem HOA sehen?
Ich möchte vor allem noch mehr „junge“ Bands sehen: Orchid, Possessor, Witchcraft, Atlantean Kodex, Razorwyre, Knight Fury, Heart Of Cygnus, Dead Lord, High Spirits, Bible Of The Devil - die Liste ist schier endlos...

Andreas Himmelstein

Wer waren die Highlights - und warum?
Vanderbuyst (spielerisch top, machen stets gute Laune), In Solitude (waren spielerisch zwar bestimmt schon mal besser, legten aber eine ziemlich intensive Show hin), Attic (endlich mal eine richtig vielversprechende Band aus Deutschland), Lizzy Borden (unterhaltsames Dicke-Buxe-Kackenhauer-Ami-Gepose)

Wer hat enttäuscht - und warum?
Artillery (spielerisch zu durchschnittlich und zu sehr in die Jahre gekommen), Jaguar (wollten nicht zuletzt wegen des mäßigen Gesangs einfach nicht zünden)

Was war lustig/skurril/überraschend?
Die doch eher unfreiwillig komische „Heavy Horror Metal Show“ von Solemnity

Wen möchtest du nächstes Jahr auf dem HOA sehen?
Bullet, Black Trip, Dead Lord

Jenny Rönnebeck

Wer waren die Highlights - und warum?
Lizzy Borden (geile Show, geile Songs), Sinner (tighte Band, starke Rocknummern), Hades (super gezockt und Spaß dabei)

Wer hat enttäuscht - und warum?
Jaguar haben super angefangen, danach wurde es ein bisschen langweilig; Fist hatten den falschen Slot, hauptsächlich deshalb gingen sie fast unter

Was war lustig/skurril/überraschend?
Skurril waren Solemnity mit ihrer Britney-Spears-Showeinlage. Überraschend und sehr cool: Die Lizzy-Borden-Shirts kosteten nur zwölf Euro.

Wen möchtest du nächstes Jahr auf dem HOA sehen?
Dangerous Toys, Icarus Witch, Warrior und Vengeance (mit Old-School-Set)

Wolfram Küper

Wer waren die Highlights - und warum?
Alan Tecchio und seine Mitstreiter, weil sie die Legende Hades würdig vertreten haben

Wer hat enttäuscht - und warum?
Das Wetter am Samstagvormittag, weil es typisch Sommer 2012 war; Steve Grimmett, der die alten Onslaught-Texte immer noch nicht beherrscht

Was war lustig/skurril/überraschend?
Lustig: Jack Frost ist beim Auftritt fast die Hose runtergerutscht. Skurril: Andy Preisig vom ehemaligen Label Iron Glory berichtet in einem Parkplatzgespräch, dass sich Nightwish, Within Temptation und Rammstein in den Neunzigern bei seinem Underground-Label beworben haben.

Wen möchtest du nächstes Jahr auf dem HOA sehen?
Auf der Bühne: Hallows Eve und Heir Apparent, die ihre unwürdigen letzten Deutschland-Auftritte wiedergutmachen müssen. Im Publikum: die Österreich-Fraktion um Bruder Cle, die diesmal gefehlt hat.

Pic: Saskia Gaulke

Bands:
LIZZY BORDEN
HADES
Autor:
Wolfram Küper
Boris Kaiser
Jenny Rönnebeck
Götz Kühnemund
Andreas Himmelstein

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