Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 01.01.1970, 01:00

GRAND MAGUS , WHIPLASH , OLIVER DAWSON SAXON , DEATH SS , WARLORD , TRAUMA , RIOT V , DIAMOND HEAD , ANVIL - HEADBANGER´S OPEN AIR 2014: Alle Fäuste in die Luft!

Ab in den Garten, wir können starten: Auch 2014 entpuppte sich Brande-Hörnerkirchen, hoch oben im Norden, als Eldorado für Underground-Metaller. Der Lohn: Gut 2.000 Besucher feierten bei überwiegend schönem Wetter ein Billing, das zwischen zahlreichen (Semi-)Legenden und hoffnungsvollen Newcomern einmal mehr geschmackvoll zusammengestellt war. HOA, wir kommen wieder!

Donnerstag

Wer keinen Stau bei der Anreise hat, darf sich freuen, die LIZZIES als Opener mitzubekommen. Das lohnt sich, denn die Senoritas bieten einen klasse Set und entfesseln mit unbändiger Spielfreude NWOBHM-Spirit. Über die Unprofessionalität lässt sich hinwegsehen (´Doctor Doctor´ müsste man nicht unbedingt covern), solange die Band mit ihren Nummern begeistert.
Anschließend steht eine Jubiläumsfeier - 30 Jahre „Fistful Of Metal“ - an. Da Anthrax sich kaum mit ihrem Debüt beschäftigen, übernimmt das ihr ehemaliger Sänger Neil Turbin mit seinen DEATHRIDERS. Die bestehen in Europa vor allem aus Niederländern und spielen die Scheibe nicht chronologisch, sondern mischen sie mit eigenem Material (gar nicht so übel) und Stücken von „Armed And Dangerous“ und „Spreading The Disease“. Ein gelungener nostalgischer Auftritt, der aber auch zeigt, dass es für den weiteren Karriereweg von Anthrax damals richtig war, den Sänger zu wechseln.
Für CAGE ist der heutige Auftritt der Höhepunkt einer beschwerlichen Europa-Tour. Neben seinen anderen Spielfeldern (Death Dealer, Warrior) und nach einem Gefängnisaufenthalt beweist Frontmann Sean Peck mit seiner neu besetzten Truppe (gleich drei Wechsel) eindrucksvoll, wer die Lücke, die Judas Priest hinterlassen werden, am besten ausfüllen kann. Einmal mehr sind die Nummern der Inbegriff für Power Metal und bieten einen gelungenen Querschnitt des Schaffens der Amerikaner.
WARLORD-Fans dürfen sich freuen: Nach der langen Abstinenz der Auftritt beim KIT und nun nach dem Gastspiel beim BYH der Nachschlag im Norden. Anders als in Balingen stimmen hier die Rahmenbedingungen. Die multikulturelle Band ist gut eingespielt, und die Setlist mit Göttergaben wie ´Lucifer´s Hammer´, ´Aliens´, ´Mrs. Victoria´, ´Lost And Lonely Days´ und dem Schlussdoppel ´Deliver Us´/´70.000 Sorrows´ steht für eine feine Werkschau der Band um die Veteranen Zonder/Tsamis. Einziger Minuspunkt ist die mangelnde Ausstrahlung des Sängers. Mastermind William J. Tsamis ist während des Sets sehr konzentriert, greift aber zum Schluss des bisher besten Deutschland-Auftritts der Band doch mal zum Mikro und dürfte die Show genossen haben. (wk)

Freitag
Am Freitagmittag eröffnen HELLBRINGER aus Australien den Reigen. Mit humorlosem, bisweilen arg stumpfem Thrash der Marke Deströyer 666, Sodom und Slayer bringt das Trio einen ansehnlichen Mob vor der Bühne schnell in Wallung. Insbesondere das peitschende Riffing von James Lewis überzeugt. An seinen Soli sollte der Mann aber noch feilen, denn diese fallen in weiten Teilen zu spannungsarm aus.
Mit WIZARD ist es so eine Sache: Entweder man schätzt die Band ob ihrer extrem konservativen Metal-Spielart, die vor Pathos nur so trieft und kein Klischee unbedient lässt, oder man sinkt völlig entsetzt zu Boden. In der Mehrheit bevölkern euphorische, mitsingfreudige und textsichere Anhänger den Garten, die einen engagierten Auftritt der Bocholter Jungs abfeiern und zu ´Defenders Of Metal´, ´We Won´t Die For Metal´ und ´Thunder Warriors´ ihre imaginären Schwerter in die Luft recken und bereit sind, dem „False Metal“ umgehend den Garaus zu machen. Höhepunkt ist das lautstark geforderte und frenetisch bejubelte ´In The Sign Of The Wizard´ vom ersten Album.
Chaotisch, konzeptlos und wirr, letztlich aber überzeugend: So in etwa lässt sich beschreiben, was EVIL INVADERS auf der Bühne veranstalten. Zunächst brechen die belgischen Jungspunde beim Eröffnungstrack zweimal in der Mitte ab, um dann mit einem anderen Song unfallfrei zu starten. Dann folgt ein mit Maiden-Elementen angereichertes Speed-Metal-Gewitter, das keine klaren Songgefüge erkennen lässt. Trotzdem: Die Kerle können verflucht gut mit ihren Instrumenten umgehen und sind dynamisch auf den Brettern unterwegs, daher hat das Ganze seinen Reiz. Und spätestens mit dem geilen Exciter-Cover ´Violence And Force´ fangen sie sich und bringen schließlich auch die letzten Stücke des Sets strukturierter ins Ziel.
An TURBO aus Polen scheiden sich die Geister. Viele können der eigenwilligen Mischung aus Rock, Thrash und Power Metal nichts abgewinnen, so dass die umliegenden Getränke- und Essensstände Zulauf gewinnen. Diejenigen, die bleiben, werden mit einem beherzten und spielfreudigen Auftritt belohnt, bei dem die Hauptrolle eindeutig dem versierten Gitarristen Wojciech Hoffmann zufällt, der zugleich auch das einzig verbliebene Originalmitglied ist. Hoffmann erinnert in seinem Stil zuweilen an Michael Schenker. Das wird besonders bei einem Instrumental-Stück deutlich, das phasenweise Parallelen zu ´Into The Arena´ aufweist. Insgesamt aber ist das Songmaterial im Aufbau ein wenig zu kompliziert angelegt, um richtig mitzureißen. Trotzdem hinterlässt die Band einen starken Eindruck.
Komischerweise herrscht auch bei POLTERGEIST anfangs nicht gerade großer Publikumsandrang. Aber das ficht die Eidgenossen nicht an. Die Mannen um den sympathischen Gitarristen V.O. Pulver, der sehr gut mit dem zweiten Klampfer Chasper Wanner harmoniert, nehmen einen mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit und lassen die Thrash-Keule kreisen. ´Behind The Mask´, ´Just Doing My Job´, ´Nothing Lasts Forever´ und ´We Are The People´ sind Wirkungstreffer, die die sich nun immer zahlreicher einfindenden Fans in Hochstimmung versetzen. Sänger André Grieder ist von der Reaktion des Publikums begeistert und feuert dieses beständig an. Schließlich endet ein fulminantes Konzert, das sowohl auf als auch vor der Bühne zufriedene Gesichter zurücklässt. (sge)
Die interessanteste Frage ist für mich jedes Jahr aufs Neue: Wer wird beim HOA die Band des Festivals? Aufgrund der hohen Anzahl von XENTRIX-Shirts im Publikum kann man davon ausgehen, dass viele die englischen Thrash-Veteranen ganz oben auf der Liste haben. Nun, diese Erwartungshaltung ist definitiv zu hoch. Großbritannien hatte in den Achtzigern eine mehr als überschaubare Thrash-Szene um Onslaught, Sabbat, Re-Animator und D.A.M. Keine dieser Truppen konnte den Marktführern Slayer, Exodus und Metallica aber auch nur ansatzweise das Wasser reichen. Diesen Eindruck bestätigen die kürzlich reformierten Xentrix auf der Bühne in Brande-Hörnerkirchen. Gutes Riffing, ein sehr statisches Stageacting und leider keine allzu prägnanten Songs. Natürlich ist der Jubel bei ´Ghostbusters´ am lautesten, aber ansonsten halten sich die Ovationen der internationalen Headbanger-Elite in Grenzen.
Der Legendenfaktor wird im Anschluss noch weiter in die Höhe geschraubt. Die Geburtshelfer von Metallica nach gefühlten Äonen mit einem ihrer wenigen Deutschland-Gastspiele. Ich habe DIAMOND HEAD zuletzt 1983 im Hammersmith Odeon (zusammen mit Budgie) gesehen. Folglich brauche ich ´ne gute halbe Stunde, um zu verdauen, dass da eben nicht mehr Rockgott Sean Harris hinterm Mikro steht, sondern ein junger Bursche mit Hahnenkamm-Frisur, baggy Trousers (komplett mit heraushängenden Unterhosen) und T-Shirt von C&A. Versteht mich nicht falsch: Nick Tart hat eine brillante Stimme und weiß auf CD voll zu überzeugen. Live fehlt ihm indes einfach das nötige Charisma. Ein wirklicher Rapport mit dem Publikum kommt nie zustande. Aber eine Band, die ´Lightning To The Nations´, ´The Prince´, ´Helpless´, ´Sucking My Love´, ´To The Devil His Due´ und ´Am I Evil?´ geschrieben hat, verliert ihren Gottstatus natürlich nicht durch diesen einen lauwarmen Auftritt.
ANVIL sind erst kurz vor knapp als Ersatz für Death Angel ins Billing gerutscht. Kein großes Risiko, weil jeder weiß, dass Lips & Co. immer funktionieren, gerade auf einem Festival. ´666´ ist gleich mal ´ne Ansage, damit die Fans bei knapp unter 30 Grad nicht zu frieren beginnen. ´Mothra´, ´Metal On Metal´ - gelebte Metal-Historie. Klar brauchen die Jungs hier und da eine kleine Kunstpause, deswegen wie immer das Dildo-Solo. Lips´ obligatorische Lagerfeuergeschichten dürfen ebenfalls nicht fehlen. Da kann man immer etwas dazulernen, etwa wie Cozy Powell den Job bei Rainbow bekam, indem er Ritchie Blackmore zu widersprechen wagte.
Der Headliner des Freitags stammt aus dem Land von Dario Argento, Lucio Fulci und Mario Bava: die Sch(l)ock-Rocker DEATH SS. Der Kreis schließt sich. 2008 hatten sich die Italiener in Brande von der Bühne verabschiedet, jetzt feiern sie an selber Stelle Wiederauferstehung. Mit ´Zombie´ und ´Let The Sabbath Begin´ gibt´s ein paar kleine Hits auf die Ohren. Aber klar: Viele reduzieren die Gruppe auf ihre Show. Es gibt zu bestaunen: ein brennendes Kreuz, den wohl kleinsten Videoprojektor der Welt, Mini-Feuersäulen, die aus der Nähe wie rosa Zuckerwatte aussehen, und als Zugabe (lediglich) eine exhibitionistisch veranlagte Tänzerin aus Steve Sylvesters Harem. Ich liebe Death SS! (mm)

Samstag

Willkommen zurück im Garten: Bei strahlendem Sonnenschein eröffnen SOLDIER den dritten Akt der Gartenparty. Bei Banane, Orangenlimo und NWOBHM lässt es sich entspannt in den Tag grooven. Das Quintett war in den vergangenen Jahren nicht untätig an der Veröffentlichungsfront und zeigt sich somit eingespielt. Zu hören gibt´s dementsprechend eine Mischung aus Neu und Alt, der Kult-Hit ´Sheralee´ von 1982 fehlt selbstverständlich nicht.
Wo heute COLDSTEEL draufsteht, ist nur ein Fünftel Coldsteel drin. Sänger Troy Norr hat sich für den Thrasher-Ausflug nach Europa die Band Sanitarius zur instrumentalen Unterstützung organisiert, hüpft zunächst megamotiviert über die Bühne, um dann seinen Buddys aus NYC für zwei (gar nicht so üble) Stücke den Platz zu überlassen. Anschließend kehrt Troy für ein paar Coldsteel-Songs zurück, nimmt ein ausgiebiges Bad in der Menge und verschwindet, schwuppdiwupp, backstage. Verdatterte Gesichter bei seinen Mitstreitern, schließlich ist noch Zeit für eine Nummer - diese nutzen Sanitarius kurzerhand für weitere musikalische Eigenwerbung.
Schön schrullig geht´s weiter mit ADX, die 2012 ihren Auftritt auf dem HOA kurzfristig absagten - die Franz-Metal-Fraktion war am Boden zerstört. Umso heißer werden die Recken erwartet, und mit ihrem kultigen Rumpel-Schredder-Anarcho-Charme treffen sie absolut ins Schwarze. Für die Show-Elemente zeichnet vor allem Frontmann Phil Grelaud mit seinem Repertoire an Tanz-Moves verantwortlich, und auch seine enthusiastischen Ansagen in einem Mischmasch aus Französisch und Englisch werden abgefeiert - nur verstehen kann man sie leider kaum. Inspiriert von der Performance werden einige selbst kreativ: „Alle Fäuste in die Luft, denn ADX, die sind echt duft(e)!“, dichtet der Kaiser neben mir und zupft entrückt an seinem Schnäuzer.
Musikalisches Kontrastprogramm bei den TYGERS OF PAN TANG danach, die sich heute in besonders starker Form präsentieren: Sänger Jacopo Meille gibt (in Hemd und Weste) den eleganten Entertainer, die Band (mit neuem Gitarristen an Bord) macht mächtig Druck, und bei den NWOBHM-Hits (u.a. ´Love Don´t Stay´, ´Gangland´, ´Don´t Stop By´, ´Euthanasia´, ´Crazy Nights´, ´Raised On Rock´, ´Suzie Smiled´) kann sowieso nichts anbrennen. Strahlende Gesichter allenthalben, auch Urgestein Robb Weir haut völlig euphorisiert nach ´Hellbound´ seine Gitarre kaputt und pappt sich beim anschließenden Rausschmeißer ´Don´t Touch Me There´ wild grinsend ein Plektrum auf die Stirn.
Man wusste ja im Vorfeld nicht so recht, was einen unter dem Etikett A NIGHT OF VIOLENT FORCE (Anlass: das 30-jährige VF-Jubiläum) erwartet - und wird mehr als positiv überrascht: Wuchtig, dynamisch und in einem Wahnsinnstempo feuert Original-Fronter Lemmy (der sonst in einer The-Sweet-Coverband namens Fanny Adams in Perücke und Plateauschuhen aktiv ist) in Zusammenarbeit mit den Jungs von Rezet souverän die alten Thrash-Nummern wie ´Destructed Life´ oder ´Soulbursting´ ab. Beim obligatorischen ´Dead City´ brechen endgültig alle Dämme - Endzeitstimmung im Garten. (kp)
Die ollen US-Metaller TRAUMA präsentieren sich am Vortag als witzige Kerlchen und erzählen mir, sie würden auf dem HOA nur Melodic-Rock-Songs covern: „Kennste REO Speedwagon? Journey?“ Jahaaa, kenn ich - also nicht mit Captain Hook: Ich merke nämlich sehr wohl, dass sich Originalmitglied und Strich in der Landschaft Donny Hillier und seine Backing-Band in der ersten Hälfte ihres über einstündigen Gigs auf „Scratch And Scream“ konzentrieren (guter Sound auch!) und danach, als es auf einmal mörderisch regnet (Erinnerungen an den letztjährigen Persian-Risk-Auftritt werden wach), vor allem mit Songs eines angeblich noch dieses Jahr anstehenden zweiten Albums zu überzeugen versuchen. Das alles klingt überraschend unterhaltsam und beklatschenswert. (Achtung: In dieser Rezi ist nicht einmal der Name Cliff Burton gefallen!)
Auf die New-Jersey-Rabauken WHIPLASH warten ´ne Menge Banger, und das weiß Frontmann Tony Portaro, der letzte Tony der Band, auch: Der Typ sieht mit seinem Cowboyhut aus wie ein amtlicher Redneck, ist aber ein guter Entertainer, der vor allem Klassiker wie ´Last Man Alive´, ´Spit On Your Grave´ und ´Walk The Plank´ ankündigt. Mich reißt´s nicht richtig mit, das kann aber auch am eher dumpfen Sound liegen - oder daran, dass die überraschend geile Violent-Force-Show in Sachen Thrash eh nicht zu toppen ist.
GRAND MAGUS kommen, obwohl die Stimmung direkt passt, am Anfang nicht richtig aus dem Quark, wirken drucklos, und auch die Ansagen sind fahrig. Das ändert sich im Laufe der Show allerdings gewaltig: Mit immer mehr Hits in der Pipeline (´Iron Will´, ´Steel Versus Steel´, ´Triumph And Power´) werden die Schweden vom Publikum immer sicherer getragen, die Riffs schneiden besser, der Bass pumpt energischer. Beeindruckend ist das Finale ´Hammer Of The North´: Die Chöre des Tracks erschallen noch im Rund, als die Band wahrscheinlich schon beim dritten Aftershow-Bier angekommen ist.
Reden wir nicht drum herum: RIOT V sind trotz Mike Flyntz (g.) und Don Van Stavern (b.) ´ne Coverband - aber was für eine! Alle vier Instrumentalisten können sich auf ihren aktuellen Frontmann Todd Michael Hall (u.a. Reverence) verlassen, der durchtrainierte Sonnyboy - klar, er findet sich selbst schon ein bisschen geil - hat vor allem die hohen Passagen perfekt drauf, macht aber auch Guy Speranza und Rhett Forrester keine Schande. Die Setlist ist ein Traum: ´On Your Knees´, ´Metal Soldiers´, ´Hard Lovin´ Man´, ´Altar Of The King´, ´Flight Of The Warrior´, ´Road Racin´´, am Ende ´Swords And Tequila´, ´Warrior´, ´Thundersteel´ sowie ´Outlaw´, und selbst der neue Track ´Metal Warrior´ überzeugt als eingängige, Endachtziger-taugliche Hymne. Einen besseren Festival-Abschluss hätte man nicht finden können! (bk) 

Auf dem HOA pflügten den Garten um: Boris Kaiser (bk), Wolfram Küper (wk), Matthias Mader (mm), Stefan Geide (sge) und Katharina Pfeifle (kp). Die Fotos schoss Gerrie Lemmens.


3 Fragen an HOA-Veranstalter Thomas Tegelhütter:

Thomas, mir ist zu Ohren gekommen, dass das beste Festival der Welt diesmal bezüglich des Verhaltens eines ganz kleinen Teils des Publikums nicht ganz so stressfrei verlaufen ist wie die Jahre zuvor. Was kannst du darüber sagen?

»Das Aufräumverhalten großer Teile der Gäste war vorbildlich. Wir waren trotz des Rekordbesuchs bereits einen Tag nach dem Festival schon fast fertig mit den Aufräumarbeiten, also ein großes Lob an die Gäste. Die paar wenigen Ferkel kriegen wir auch noch unter Kontrolle. Leider haben am Sonntagmorgen drei Besucher auf unserem Sonnensegel Trampolin gespielt und das Teil komplett zerstört - sehr ärgerlich. Wir hoffen, diese Hooligans noch ausfindig machen zu können.«

Welche Bands haben dir diesmal besonders gut gefallen? Gab es Gruppen, die dich enttäuscht haben?

»Natürlich Riot V ganz vorne, dann Oliver Dawson Saxon, Tygers Of Pan Tang, eigentlich waren aber alle Bands durch die Bank sehr gut. Bis auf Warlord: technisch eine schwache Leistung von Wehrkamp, dazu ein riesengroßer Nervfaktor bei Zonder. Sein spezielles Schlagzeug musste schon nachmittags aufgebaut werden, durfte von niemandem benutzt werden, folglich mussten alle vorher auftretenden Bands ein Kit dazustellen, und am Ende hat er noch mit einer Eisensäge ein Teil des Schlagzeugs abgesägt. Dazu völlig übertriebene Backline-Forderungen. Insgesamt waren Warlord für mich total enttäuschend.«

Ist es noch zu früh, um ein Resümee zu ziehen? Beim Billing ist es ja immer schwer, alle Geschmäcker zu befriedigen. Die einen wollen mehr NWOBHM, die anderen mehr US-Metal oder aber Thrash. Wie wird im nächsten Jahr die Gewichtung sein?

»Was das Billing 2015 angeht, machen wir keine Gewichtung. Wir schauen, was für uns machbar ist, und nehmen am Ende lieber eine weitere sehr gute NWOBHM-Band als eine schwache Thrash-Band dazu - oder eben umgekehrt. Wir achten mehr darauf, dass die Band an sich interessant ist, und weniger darauf, ob Quoten für bestimmte Richtungen erfüllt werden.« (mm

Bands:
WHIPLASH
OLIVER DAWSON SAXON
GRAND MAGUS
WARLORD
RIOT V
TRAUMA
DIAMOND HEAD
DEATH SS
ANVIL
Autor:
Katharina Pfeifle
Wolfram Küper
Boris Kaiser
Matthias Mader
Stefan Geide

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