Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 28.08.2019, 08:00

HEADBANGER´S OPEN AIR 2019: Das Jahr danach

Natürlich war der letztjährige Festivaltod von Manilla-Road-Gründer Mark Shelton eines der Eingangsthemen beim nunmehr 21 + 1. HEADBANGER´S OPEN AIR. Eine traurige Zäsur, die für immer mit Tegelhütters Gartenparty verbunden bleiben wird, wovon zahlreiche Shirts und Tribute-Aufnäher zeugten. Wie emotional das einmal mehr perfekt organisierte HOA bei seiner 2019er Ausgabe ausfiel, davon berichten wir auf den nächsten drei Seiten. Und keine Sorge: Auch der Spaß kommt nicht zu kurz. „The Shark“ hätte schließlich nichts anderes gewollt.

Donnerstag

Das Handy zeigt 34 Grad im Schatten, als MIRROR PLAIN „aus dem unschönen Finnentrop im wunderschönen Sauerland“ (Bandinfo) um 16 Uhr die Bühne besteigen. Wenigstens schützt das Scheunenvordach vor der Sonne. Doch beim Blick auf Sänger Christian Dörings lange Hose bleibt nur Staunen: Hat der Mann ein Kühlsystem in der Buxe? Stimmlich brennt jedenfalls nichts an. Das raue Organ passt perfekt zum ansprechenden Mix aus Rock, Metal und Alternative, nicht umsonst darf (bzw. durfte) das Sextett die alten Hauer von Queensryche durch Europa begleiten. Jetzt bin ich aufs Zweitalbum gespannt.

Das haben die Aussie-Härtner HIDDEN INTENT bereits veröffentlicht. Das Trio aus Adelaide zockt partylastigen Thrash, der hier beim HOA nur in den vorderen Reihen für Begeisterung sorgt – den suboptimalen Soundverhältnissen sei Dank. Schade drum, die Jungs hätten eine zweite Chance verdient. Auch weil ´Orion´ zum Einstieg und ´Altar Of Sacrifice´ zum Rauswurf auf vorbildlich geglückte Musikerziehung schließen lassen.

Selbiges gilt noch mehr für ESPIONAGE aus Melbourne. Die US-Metal-Freunde haben mehr Glück mit ihrem Sound, und auf dem Infield wird´s langsam eng. Es hat sich also herumgesprochen, dass „Digital Dystopia“ eines der stärksten Genre-Debüts der jüngeren Zeit ist. Und die Band weiß den heißen Stoff auch live zu servieren. Bewegung und sauberes Spiel sind zu keiner Zeit ein Widerspruch, dazu singt Andrew „Frosty“ Morris so sicher und kraftvoll, dass die im Anschluss auf dem Campingplatz zu hörenden Vergleiche mit Tony Moore und Carl Albert nur unwesentlich übertrieben sind. Herausragend!

Komplett eingebombt im Underground haben bekanntlich SANHEDRIN, weshalb die Kritikerlieblinge aus Brooklyn kaum irgendwo besser hinpassen als nach Brande-Hörnerkirchen. Mit welcher Souveränität Erica Stoltz, Jeremy Sosville und Drummer Nathan Honor inzwischen zu Werke gehen, beeindruckt und begeistert gleichermaßen. Hier reiht sich Perle an Perle – die eher sparsamen Ansagen stören deshalb umso weniger. Könnte man sich praktisch jeden Tag antun, diese Ausnahmeband.

Was bei einer zweifellos sehr guten Coverkapelle wie SLADE UK dann doch eher nicht der Fall ist. Die Herren zollen ihren Tribut an die Glamrock-Helden zwar musikalisch wie optisch top-professionell, doch dauerhaft will der Funke nicht überspringen. Den Versuch ist´s trotzdem wert – allein schon für die Chance, ausreichend letzte Luft für QUEENSRYCHE zu holen. Die auf zwei Originalmitglieder geschrumpfte Seattle-Legende ist ja so ein spezielles Phantomschmerz-Dilemma. Einerseits sind da die nicht mehr erreichbaren Göttergaben bis „Empire“, andererseits die Freude, dass es mit Todd La Torre einen Ausnahmesänger gibt, der den Laden mit seinem Enthusiasmus sinnstiftend am Laufen hält. Auch wenn sich der Soundcheck ewig hinzieht, durch die clever zusammengestellte Setlist aus uralt, mittelalt und brandneu ist Queensryche der Favoritensieg an diesem ersten Festivaltag nicht ernsthaft streitig zu machen. Ganz abgesehen davon, dass Todd die Kultklassiker ´Queen Of The Reich´ und ´Take Hold Of The Flame´ heutzutage weit besser intoniert, als es Originalsänger Geoff Tate noch hinbekommt. Oder je hinbekam? Auch diese – die Grenze zur Blasphemie klar überschreitende – Aussage meines Mit-Campers M. soll hier nicht verschwiegen werden. Bevor sie noch woanders auftaucht. (lk)

Freitag

Am Freitag als Opener um zwölf Uhr mittags weit unter ihrem Niveau platziert, machen die Berliner SPACE CHASER Bekanntschaft mit Murphy´s Law: Alles, was schiefgehen kann... In den Hauptrollen: ein Stagediver, der zu ängstlich ist, um in die Menge zu springen, Crowdsurfer auf Luftmatratzen im „Der weiße Hai“-Design und ein mitsingender Fan, der nicht wirklich textsicher ist, dafür aber eine halbe Ewigkeit auf der Bühne verbringt. Und natürlich Leo Schacht. Der Ausnahmegitarrist schrottet schon früh einen Gitarren-Amp, was zu einer minutenlangen Pause führt. Ein Alptraum für jede Band. Schelmischer Kommentar von Sänger Siggi: „Leo hat die Anlage kaputtgemacht. Kannst du das von deinem Studentengehalt überhaupt bezahlen?“ In derartigen Situationen zeigt sich die wahre Größe einer Band. Space Chaser lassen sich nicht beirren und ziehen ihr Ding durch. Bei ´Skate Metal Punks´ wird auf den Mitsingteil verzichtet. Es ist halt ein Festival-Gig vor einem Festival-Publikum. Es kann nicht immer alles glatt laufen. Eine wertvolle Erfahrung für die beste Thrash-Metal-Band Deutschlands. Aber sicherlich auch eine Erfahrung, auf die sie liebend gerne verzichtet hätte.

Wie populär Space Chaser bereits sind, zeigt sich auch am Publikumsaufkommen bei den nachfolgenden UNTIMELY DEMISE aus Kanada. War das Areal bei den Hauptstädtern fast zu zwei Dritteln gefüllt, herrscht jetzt gähnende Leere. Untimely Demise spielen Thrash mit Hang zum Death Metal (im Speziellen Death). Aufs Wesentliche reduziert, aber auf der anderen Seite auch mit ziemlich verspielten Gitarrenläufen. Das trifft nicht wirklich den Geschmack der HOA-Zielgruppe, und ein aufgeschnappter Kommentar wie „beste Band des Festivals“ dürfte wohl eher eine Außenseitermeinung sein.

Ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum feiert JUTTA WEINHOLD heuer. Herzlichen Glückwunsch! Und noch immer ist die ehemalige Background-Sängerin von Udo Lindenberg die Vitalität in Person und lässt gekonnt ihre schwarze Mähne kreisen. „Headbanging für alle Altersklassen“, wie sie selbst sagt. Die aktuelle Scheibe „Respice Finem“ hat gute Kritiken eingeheimst und passt sich fantastisch ins Live-Repertoire ein, das natürlich nicht, wie von einigen gewünscht, mit Breslau-Material angereichert ist. Als Entschädigung dafür gibt es mit ´Confuse And Satisfy´ aber einen exklusiven Vorgeschmack auf die kommende Platte.

Mit ATTIKA folgt ein Geheimtipp, der wohl auf vielen anderen Festivals nicht den Hauch einer Chance auf eine Einladung gehabt hätte. Denn wirkliche Verbreitung hatten die Kassettenalben der 1983 in Florida gegründeten Band in Europa nicht. Das Stageacting der vier gestandenen Musiker ist mit „statisch“ noch schmeichelhaft umschrieben. „In sich gekehrt“ ist vielleicht die bessere Beschreibung. Die geflüsterte Ansage „Make some noise, please“ kommt einem Flehen gleich. Musikalisch ist Attikas zurückgenommener US-Metal traditioneller Prägung allerdings über alle Zweifel erhaben. Freilich eher im Sinne einer Geschichtslektion. (mm)

An MANDATOR schieden sich die Geister Ende der achtziger Jahre – nicht. Besser im Gedächtnis als der weitgehend unspektakuläre Speed/Thrash der Niederländer blieb das geschmackvolle Mikrowellen-Cover der Zweitscheibe „Perfect Progeny“ – Horrorkomik vom Feinsten. Was von diesem HOA-Gig hängen bleiben wird? In jedem Fall die unbändige Spielfreude und der überaus beachtliche neue Shouter Joey van Kempen, der den alten Recken ordentlich Frischblut injiziert hat. Weitermachen!

CEREBUS haben dieses Jahr bereits beim Keep It True bewiesen, dass die Reunion 2017 eine höchst sinnvolle Sache war. Hier und heute klingen sie sogar noch besser! Scott Board singt wie ein junger Gott, die Dichte des Sounds haut mich aus den dringend zu entsorgenden Stiefeln. Und auch auf dem Campinggelände sorgt das Gehörte für Alarm. Am Ende des Konzerts sind deutlich mehr Menschen anwesend als zu Beginn. Hier hat eine Band komplett abgeräumt. Too late to pray indeed!

Die hiesige Zielgruppe dürfte MEDIEVAL STEELs gleichnamigen Ohrwurm inzwischen mehrmals live gehört haben – und irgendwie ist das One-Hit-Phänomen damit auch durch. Trotzdem will am Ende des wenig aufregenden Sets natürlich jeder dabei sein, um diesen verdammten Pracht-Refrain mitsingen und -kreischen zu können. Eine Art metallische Pflichterfüllung, bevor´s zum finalen Doppelschlag des Freitags kommt. (lk)

Beim Auftritt vor zwei Jahren an gleicher Stelle war unschwer zu erkennen, dass es mit Warrel Dane steil bergab ging und SANCTUARY so keine große Zukunft mehr haben würden. Umso überraschender der Neustart. Und der gelingt, nicht zuletzt, da Joseph Michael (Witherfall) die Rolle des alten Sängers ausfüllen kann. In seinem Warrel-Tribute-Shirt glänzt er – wenn auch noch nicht ganz selbstsicher – mit variabler Stimme und einer gänzlich anderen Mimik und Gestik als sein Vorgänger. Dank der feinen Setlist (im Mittelpunkt die Komplettaufführung von „Refuge Denied“ und Göttergaben wie ´Future Tense´ oder ´Taste Revenge´) gelingt dem Quintett aus Seattle ein Volltreffer. Nun darf man das neue Material freudig erwarten.

EXCITER machen einen ewig langen Soundcheck mit relaxter Hintergrundmusik und bieten dann eine geile Zeitreise zu den Wurzeln des Thrash/Speed-Metal. Abzüge in der B-Note gibt es allerdings für den zu drumlastigen Sound – und leider erreicht Dan Beehler (57) die hohen Töne nicht so oft wie früher. John Riccis Rolle wird recht selbstbewusst vom jungen Daniel Dekay (Diemonds) ausgefüllt, und da auch Basser Allan Johnson in Bestform ist, funktioniert das Trio einwandfrei. Geboten wird eine klasse Songauswahl mit dem Schwerpunkt auf dem Debüt und ausschließlich Songs aus den Achtzigern, einer Nummer von „Unveiling The Wicked“, dem Demo- und Samplersong ´World War III´ und einem coolen abschließenden ´Iron Fist´-Cover. Letztlich ein klasse Auftritt eines würdigen Tages-Headliners! (wk)

Samstag

BÜTCHER aus Antwerpen sind nach Küpers Karre das Kaputteste, was dieses Wochenende zu bieten hat. Das seit 2002 existierende Gesamtkunstwerk aus Leder, Nägeln und Kunstblut macht da weiter, wo Midnight aufhören, wenngleich Athenar schon (noch) die griffigeren Songs hat. Egal, adrenaline has so was von flown. Und Brande ist wach.

Brofest, Harder Than Steel, Metal Assault… SEVEN SISTERS beim Besserwerden zu begleiten, hat schon was Erhebendes. Vorläufiger Höhepunkt: dieser Auftritt hier in der nordischen Prärie. Vom Start weg zaubern uns die Londoner ein Lächeln nach dem anderen in die Visage – bessere Twin-Gitarren finden sich aktuell nirgends! Dazu sind Kyle McNeil und Graeme Farmer auch in der Ansprache ein angenehm selbstbewusstes Frontgespann, wobei Letzterer zudem optisch Akzente setzt: Trainingshose im Schweden-Design, dazu ein undefinierbar gemustertes Hemd und eine kreischrosa Augenkrebs-Gitarre. Vielleicht ist der Brexit ja doch nicht die allerdümmste Idee… Just joking! (lk)

DELIVERANCE können auf eine Reihe toller Alben zurückblicken, mit dem Durchbruch hat es bisher aber nicht klappen wollen. Bei ihrem ersten Deutschland-Auftritt demonstriert die Truppe aus Kalifornien eindrucksvoll, dass Thrash mit christlichem Hintergrund funktionieren kann, nicht zuletzt, da Mastermind Jimmy P. Brown II seine religiöse Message nicht in den Vordergrund stellt. Fast schon goldig, wie der charismatische Gitarrist und Sänger seine Mitmusiker (der Basser versteckt sich fast den ganzen Auftritt über in der Tiefe der Bühne) vorstellt und daran erinnert, dass die Nummer ´Weapons Of Our Warfare´ in den Neunzigern auf MTV lief. Unverständlich nur, dass der Gig fast 15 Minuten zu früh endet.

Für TAD MOROSE ist es der erste Gig des Jahres, und dafür wirken die Schweden recht tight. Überraschenderweise dominieren in der Setlist statt der Klassiker die Songs aus dem aktuellen Jahrtausend, aber auch die stehen ja für feinsten Bollnäs-Power-Metal. Da die Truppe mittlerweile keinen Keyboarder mehr hat, wird einiges vom Band eingespielt, was aber nichts daran ändert, dass die trinkfesten Nordlichter einen klasse Auftritt abliefern. Nächstes Jahr bitte an gleicher Stätte ihre Kumpels von Morgana Lefay!

Dass danach THE WIZARDS auf die Bühne kommen, überrascht schon ein wenig, denn die Spanier hätte man im Billing sicherlich vor den Schweden erwartet. Zudem ist das Quintett mit seiner Mischung aus Siebziger-Jahre-Rock, klassischem Heavy Metal und etwas Doom zu groß für eine Schublade und sicherlich keine typische HOA-Band. Das ist aber kein Problem, denn die Basken mit den ausgefallenen Künstlernamen bieten – neben ihren tollen Nummern – eine unbändige Spielfreude. Insbesondere Frontmann Lord Ian Summerisle Mason sprengt dabei Grenzen und kann überraschend fett abräumen. (wk)

Die wenigen Auftritte auf der Insel nach der überraschenden Reunion des NWOBHM-Geheimtipps HEAVY PETTIN hatten die frohe Kunde bereits nach Kontinentaleuropa gebracht: Die Schotten wollen es noch einmal wissen. Und das merkt man von der ersten Minute an. Der blondmähnige Original-Frontmann Steve „Hamie“ Hayman verfügt über eine enorme Bühnenpräsenz. Sein schrill-heiseres Organ ist noch genauso unverkennbar wie 1983. Und die Songs zum Töten hatten Heavy Pettin sowieso schon immer: ´Roll The Dice´ von der ersten Single für Neat Records war 1982 bereits Proto-Speed-Metal. Ebenso wie wenig später ´Hell Is Beautiful´. Mit ´In And Out Of Love´ und ´Love Times Love´ zeigen die Glasgower auf der anderen Seite aber auch, dass sie Schminktisch-Glamster wie Poison oder Cinderella kompositorisch noch immer locker in die Tasche stecken. Heavy Pettins nächstes Album wird übrigens von Beau Hill produziert werden. Vielleicht bleibt dieser mitreißende Auftritt also keine Eintagsfliege.

Wenn gleich zwei Rock-Hard-Mitarbeiter Freudentränen verdrücken, dann muss etwas ganz Besonderes passiert sein. Der fleißigste Stahlarbeiter der metallischen Gegenwart schaut nach elf Jahren Pause wieder in 25364 vorbei. Stehaufmännchen BLAZE BAYLEY nimmt Brande-Hörnerkirchen im Sturm. Wer hätte im Vorfeld gedacht, was für ein hochklassiger Set sich aus den beiden viel geschmähten Alben „The X Factor“ und „Virtual XI“ schmieden lässt? ´Fortunes Of War´ und ´Sign Of The Cross´ ebnen den Weg für magische 70 Minuten. ´The Clansman´ bezaubert sogar die Bayley-Zweifler. Das Publikum frisst Blaze spätestens jetzt aus der Hand. Ein Frontmann von Weltklasse-Format war die Kämpfernatur aus Birmingham schließlich schon immer. ´When Two Worlds Collide´ entpuppt sich als vergessenes Juwel. ´Virus´ ist über die Jahre so etwas wie Blazes Signature-Song geworden. Und nach den beiden Speed-Monstern ´Man On The Edge´ (beim „Falling down“-Chorus hat Blaze keine Chance gegen die Stimmgewalt des Publikums) und ´Futureal´ gibt´s endgültig kein Halten mehr. Zum Schluss wird es mit ´Como Estais Amigos´ noch einmal sentimental: „If we live for a hundred years, Amigos, no more tears.“ Das hatte heute Amphitheater-Format!

Dass die Götter des Texas-Metal, HELSTAR, danach in ein leichtes Stimmungsloch fallen würden, stand zu befürchten. Aber ein Routinier wie James Rivera kann mit derartigen Situationen umgehen. Der heutige Auftritt steht ganz im Zeichen des bei den Fans beliebtesten Helstar-Albums „Remnants Of War“. Das Titelstück ist wie immer eine Macht, ´Suicidal Nightmare´ ebenso ein Klassiker. Aber natürlich kommen auch Songs von anderen Helstar-Platten zum Zuge: ´The King Is Dead´ von „A Distant Thunder“ darf zum Beispiel nicht fehlen. Nicht nur stimmlich macht Rivera eine gute Figur, ganz in Schwarz gekleidet stimmt auch die optische Präsenz. Mit Helstar ist noch immer zu rechnen. (mm)

Ob es eine kluge Wahl war, HEIR APPARENT als Headliner auf die Bühne zu schicken, ist eine schwere Frage, denn die Amerikaner haben im Vergleich zu Blaze Bayley keine gigantische Hitdichte und eine eher kleinere Zielgruppe. Hinzu kommt, dass Mastermind Terry Gorle und seine Männer unter einem miserablen basslastigen und undifferenzierten Sound leiden. Geboten wird dafür eine gigantische Setlist mit 21 Songs, von denen aber viele gegenüber den Klassikern der (leider nicht komplett gespielten) Überscheibe „Graceful Inheritance“ abfallen. Unabhängig davon macht Frontmann Will Shaw (mit seinem Rauschebart sieht er aus wie ein etwas zu großer Zwerg aus den Minen von Moria) einen guten Job. Und klar, dass Nummern wie ´Masters Of Invasion´, ´Another Candle´ und ´Keeper Of The Reign´ für die ganz großen Gänsehautmomente des Festivals sorgen. Vielleicht wäre ein etwas kürzerer Auftritt die klügere Wahl gewesen, aber auch so ist es ein würdiger – oder bezogen auf das Bandlogo krönender – Abschluss des HOA. See you in 2020! (wk)

In Brande-Hörnerkirchen waren für euch am Start: Matthias Mader (mm), Ludwig Krammer (lk) und Wolfram Küper (wk).

Autor:
Matthias Mader
Ludwig Krammer
Wolfram Küper

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