Krach von der Basis

Krach von der Basis 21.11.2018, 12:03

Grave Thoughts - die Krach-Kolumne

Kürzlich habe ich mich mit dem Veranstalter eines mittelgroßen Festivals unterhalten. In diesem Jahr seien die Besucherzahlen erstmals nach vielen Jahren rückläufig gewesen, erzählte er mir. Seine Erklärung: Es fehlten Bands, die ganz unten anfangen, wachsen und schließlich richtig groß werden

So wie Amon Amarth, die er als Beispiel nannte. Bands also, die sich musikalisch treu bleiben, sich aber trotzdem eine riesige Fanbase erspielen und damit auch neue Anhänger in die Szene holen. Amon Amarth sind mittlerweile so groß, dass sich das Festival meines Gesprächspartners die Gage nicht mehr leisten kann. Aber wer sind die nächsten Amon Amarth? Meine These: Amon Amarth waren die letzte Death-Metal-Band, die es auf dieses Niveau geschafft hat. Warum? Nach bescheidenen Anfängen kam bei den Schweden irgendwann der Zeitpunkt, an dem es sich auch finanziell gelohnt hat. Dann kann eine Band auch wachsen und investieren, kann sich eine aufwendigere Show und bessere Produzenten leisten. Und vor allem auch mal eine kleine Auszeit nehmen, um sich zu sammeln und neue Inspiration zu finden. Mein Gesprächspartner hatte übrigens noch eine andere Theorie: Er meinte, dass die Szene zu engstirnig sei und neue Bands, die etwas anderes als den Underground-Mainstream spielen, kaum noch eine Chance hätten. Könnte was dran sein...

Autor:
Sebastian Schilling

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