Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 17.10.2018, 16:47

SUBSIGNAL , MAYFAIR - Frankfurt, Nachtleben

Es ist wohl einer der letzten Spätsommertage des Jahres und den perfekten Soundtrack dafür liefert die später folgende Nummer 'Ashes Of Summer' von SUBSIGNAL.

Auch bietet das Nachtleben die Betriebstemperatur einer Sauna, wer aber zum angekündigten Termin um 21 Uhr in den Keller steigt, erfährt erstmal eine Abkühlung, denn der Opener MAYFAIR ist bereits eine halbe Stunde auf der Bühne und bietet nur noch drei Nummern. Die haben es aber in sich und beweisen, dass die Österreicher viel zu groß für eine Schublade sind. Klar, im weiteren Sinne ist ihr Stil mit progressiv zu beschreiben, aber wegen ihrer muttersprachlichen Texte – die wirklich Stil haben und demonstrieren, dass man auch auf Deutsch tiefsinnig agieren kann – kommen einem die Düsseldorfer NDWler Fehlfarben in den Sinn. Im Mittelpunkt des Auftritts steht Charakterkopf Mario Prünster, der auch mal die Bühne verlässt, die Schlussnummer im Publikum singt und Gestik und Mimik auf seine ureigene Art stimmig unterstützend einsetzt. Letztlich ein klasse Auftritt der sympathischen Truppe, die leider viel zu selten nördlich der Alpen zu Gast ist. Wenn später der Sänger des Headliners ein Shirt des Openers trägt, spricht das zudem für sich. Beneidenswert sind alle, die schon zeitig vor der Bühne waren…

Eigentlich hätten SUBSIGNAL den großen Durchbruch verdient, denn wenige Bands vermischen progressiven Rock/Metal dermaßen gekonnt mit Melodien und Melancholie, wie die deutsch-niederländische-Allianz. So bietet der gut gefüllte heimelige Club das perfekte Ambiente für die die 95-minütige Show. Die Setlist besteht aus einer gut ausbalancierte Mischung der vier Alben der Truppe und auch das Drumsolo mit den leuchtenden Sticks sowie der akustische Gitarren-Soloauftritt von Markus Steffen können überzeugen. Im Mittelpunkt stehen natürlich die beiden Gründungsmitglieder Markus Steffen und Arno Menses (der unweit von Frankfurt im Taunus wohnt und mit der interessanten Coverband Journeye noch auf einer zweiten Baustelle aktiv ist). Warum der Baseball-Mützenträger seine Ansagen fast komplett auf Englisch macht, muss man allerdings nicht verstehen. Die drei anderen Musiker wirken dagegen auf den ersten Blick recht heterogen. Drummer Dirk Brand passt natürlich viel besser hierhin, als zu seiner Zweitband Axxis, Keyboarder Markus Meichel macht nicht nur einen super Job an den Tasten, sondern bietet auch eine beeindruckende Zweitstimme, während der etatmäßige Basser Ralf Schwager auf dieser Tour durch Martjin Horsten vertreten wird. Mit letzterem spielte Arno – damals noch als Drummer – in der niederländischen Band Bonebag.

Letztlich passt bei dem Quintett heute alles wunderbar zusammen und auch die Kombination mit der Vorband macht den Abend zu einer runden und kurzweiligen Angelegenheit, bei der auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Albern ist nur der Luftballoneinsatz; obwohl die zahlreichen ins Publikum geworfenen Ballons mit dem „La Muerta“-Logoaufdruck (später sind weitere für einen Euro pro Stück am Merchstand erhältlich) klasse aussehen.

SETLIST SUBSIGNAL

Touchstones
Ashes Of Summer
The Bells Of Lyonesse
The Sea
Echoes In Eternity
Teardrops (Gitarrensolo)
Walking With Ghosts
Even Though The Stars Don´t Shine
The Passage
My Sanctuary
La Muerta
A New Reliance
--
Time And Again/Paraiso
Paradigm

Bands:
SUBSIGNAL
MAYFAIR
Autor:
Wolfram Küper

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