Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 28.03.2012

ASTRAL DOORS , RIOTGOD - Frankfurt, Musikkeller

Es gibt Bands, die mehr auf die großen Bühnen der Festivals passen, Gruppen, die mit allen Bühnen zurechtkommen, und Acts, die besser in Clubs punkten können. ASTRAL DOORS zählen definitiv zur letzten Kategorie. 2011 hat man sich mehr auf Festivals gezeigt und die eigene Headlinertour kurzfristig abgesagt, die man jetzt nachholt.

Und da wird einmal mehr deutlich, dass die Schweden (noch) die Intimität eines kleinen Clubs mit einer überschaubaren Bühne brauchen, um ihre volle Magie zu entfalten. Das alles ist heute gegeben, und so darf sich eine überschaubare, aber eingefleischte Fanschar auf einen Abend mit Hardrock der alten Schule freuen. Die Schweden bieten einen gelungenen Querschnitt durch ihr Schaffen und sind selbstbewusst genug, mit zwei neuen Songs einzusteigen. Was folgt, sind 75 Minuten (es hätte auch etwas mehr sein dürfen) feinsten Hardrocks der Rainbow/Dio-Schule, in denen Frontmann Nils Patrik Johansson einmal mehr beweist, welch einzigartiges Organ er hat. Da ein Generationenwechsel unmittelbar bevorsteht, Judas Priest, die Scorpions, Whitesnake, Black Sabbath oder Deep Purple nicht mehr lange auf der Bühne stehen werden und Dio bereits nicht mehr unter uns weilt, wird es Zeit, dass Bands wie Astral Doors sich um das musikalische Erbe des klassischen Hardrocks kümmern. Der heutige Abend hat gezeigt, wie wichtig die Truppe ist oder noch werden kann.

Im Gegensatz zur letztjährig geplanten Tour sind diesmal nicht The Quill dabei, sondern mit RIOTGOD eine weitere Truppe aus dem Hause Metalville. Zweifel, ob diese Paarung zusammenpasst, werden sofort beseitigt. Mit ihrem Stoner Rock ergänzen die New Yorker den Headliner recht gut und sind eigentlich weit mehr als ein Opener, da sie 14 Nummern spielen dürfen. Im Mittelpunkt steht dabei Frontmann Mark Sunshine, der wirklich Ausstrahlung besitzt, aber am meisten unter dem grottenschlechten Sound leiden muss. Man merkt der Monster-Magnet-Rhythmusfraktion Jim Baglino (b.) und Bob Pantella (dr.) an, dass sie richtig Bock hat, neben ihrer Hauptband (von der kein Song gespielt wird) etwas auf die Beine zu stellen und ihr ganzes Herzblut in die neue Truppe zu stecken. Die Publikumsreaktionen geben den Jungs recht.

Noch etwas zur Location: Kollege Albrecht fragte als alter Frankfurter im Vorfeld, wo denn der Musikkeller sei. Wenn man nicht unbedingt in der Nähe des Ladens wohnt, ist er nur wenigen bekannt. Bisher bot man in dem geräumigen Keller mit klasse Clubatmosphäre überwiegend Coverbands eine Bühne. Günstig gelegen (direkt an der A66 beim Main-Taunus-Zentrum), bleibt zu wünschen, dass hier künftig öfter Tourbands gebucht werden und zuvor noch etwas in die Soundanlage und die spartanische Lichtausstattung investiert wird.

Setlist Astral Doors

Seventh Crusade
Child Of Rock´n´Roll
Of The Son And The Father
With A Stranger´s Eye
Evil Is Forever
New Revelation
Pearl Harbor
Power And The Glory
Babylon Rise
The Battle Of Jacob´s Ford
Time To Rock
Slay The Dragon
-------------
Black Rain
London Caves
Cloudbreaker

Pic: Saskia Gaulke

Bands:
ASTRAL DOORS
RIOTGOD
Autor:
Wolfram Küper

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.