Festivals & Live Reviews

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WOLVESPIRIT , URIAH HEEP - Frankfurt, Batschkapp

Veteranenalarm in Frankfurt: Innerhalb kürzester Zeit geben sich Judas Priest, Motörhead, Saxon, Girlschool, Doro, Deep Purple und URIAH HEEP die Klinke in die Hand. Und um es vorweg zu nehmen, am besten in Schuss sind die Herren, die heute unter dem Motto „Rock The House“ ihr Gastspiel in der Batschkapp geben.

Toll, dass Mick Box und seine Mitmusiker wie jedes Jahr den Weg ins Rhein-Main-Gebiet finden - und dabei ihre Setlist immer etwas variieren. Und in der finden sich mit `Rainbow Demon`, `Wise Man`, 'The Wizard' und `Bird Of Prey` im Vergleich zum Vorjahr einige interessante Neuerungen. Der Hauptteil der Nummern stammt aus den Siebzigern, aber die neuen Stücke wie `The Outsider`, `One Minute` und `Can´t Take That Away` vom letztjährigen Album beweisen eindrucksvoll, dass die Briten auch heute noch hervorragende (vor allem harte) Nummern schreiben können und keine reine Retroangelegenheit sind.

Im Mittelpunkt der Truppe steht der übersympathische Bernie Shaw, der mit seinen Ansagen (teilweise in zahlensicherem Deutsch) und seiner Lebendigkeit durch die 115 Minuten führt. Aber auch Basser Dave Rimmer hat mittlerweile die Heep-DNA aufgesogen und macht mehr Show, als in seinen ersten Jahren als Nachfolger vom verstorbenen Trevor Bolder. Sympathisch wie immer ist Mastermind Mick Box, der die Ansage zum `Lady In Black`(„Unser Hippie-Song“) macht und körperlich alle Musiker seines Jahrgangs (1947!) übertrumpft. Höhepunkt der kurzweilige Show ist die Prog-Rock-Nummer `The Magicians`s Birthday` und das Schlussquartett `July Morning`, `Lady In Black`, `Bird Of Prey` und `Easy Livin'`. Zeitlose Klassiker, die man nicht oft genug hören kann.
Bleibt zu hoffen, dass die in Würde gealterten Herren auch weiterhin bei guter Gesundheit bleiben und bald wieder bei uns vorbeischauen. Vorher wird aber hoffentlich am angekündigten neuen Album gewerkelt.

Im Vorprogramm hat man mit WOLVESPIRIT eine interessante Truppe dabei. Die Würzburger passen mit ihrem Stil, den sie selber als Heavy-/Psychedelic-/Hardrock bezeichnen, wunderbar zum Headliner. Nummern wie `Holy Smoke`, `I Am Free`, `Wild Woman` oder `Gypsy Queen` haben wirklich Klasse. Zudem haben die Franken mit Debby Craft eine ebenso ausdrucksstarke wie abgedrehte Frontfrau in ihren Reihen. Die Tour ist wirklich das Beste, was der reisenden Kommune passieren kann.
 
SETLIST URIAH HEEP
Gypsy
Look At Yourself
Rainbow Demon
The Law
Outsider
Sunrise
Stealin`
The Magicians`s Birthday
Wise Man
The Wizard
One Minute
Can`t Take That Away
July Morning
Lady In Black
+++
Bird Of Prey
Easy Livin`

Bands:
WOLVESPIRIT
URIAH HEEP
Autor:
Wolfram Küper

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