Interview

Interview 09.06.2022, 12:10

FORMOSA - Möge das Bier mit dir sein!

Am 11. Juni feiern die Rock´n´Roller von FORMOSA im Essener Café Nova das erste bandeigene Bierfest. Die mit ziemlicher Sicherheit überaus feucht-fröhliche Veranstaltung ist bereits im Vorfeld komplett ausverkauft. Wir unterhielten uns mit Gitarrist Nik Beer.

Nick, in Kürze geht´s los, und du beaufsichtigst gerade höchstpersönlich den Brauprozess der Gerstenkaltschalen für das Event.

»So ist es. Wir lassen die Biere in der Brauerei Rütershoff in Castrop-Rauxel brauen. Die Rezepturen für die beiden Sorten, die wir anbieten werden, habe ich selbst entwickelt - es handelt sich um ein Dark Pearl Lager und ein Ruhrwiess. Ich bin gelernter Braumeister und arbeite auch selbst in einer Brauerei. Erste Testsude von verschiedenen Sorten haben wir bereits im vergangenen Jahr aufgesetzt. Die wurden dann an unsere Fans verschickt, und die konnten wiederum darüber abstimmen, welche sie am besten finden.«

Und bei dieser Abstimmung gab es keinen klaren Sieger?

»Nein, zwischen Lager und Wiess gab einen Gleichstand. Daraus ist dann auch die Idee entstanden, beide Biere in einer größeren Menge zu brauen und im Rahmen einer eigenen Veranstaltung anzubieten.«

Nun findet das Bierfest in Essen statt, mitten im Ruhrpott, und es gibt kein klassisches Pils - im Grunde ist das fast schon skandalös.

Er lacht: »Ein Pils kriegt man doch an jeder Ecke. Wir wollten uns an etwas ausgefallenere Sorten halten, aber auch nicht an klassische Craftbiere wie etwa ein IPA. Ein dunkles Export findet man schon deutlich seltener, das fanden wir gut. Ein Wiess hingegen ist strenggenommen nichts anderes als ein unfiltriertes Kölsch.«

Das macht´s jetzt nicht unbedingt besser. Kölsch ist im Pott ja eher verpönt.

Er lacht wieder: »Hey, nichts gegen Kölsch. Das Ruhrwiess war damals mein Gesellensud, den ich am Ende der Ausbildung brauen musste. Und wenn wir es als "Wiess" und nicht als "Kölsch" anbieten, guckt vermutlich auch niemand komisch.«

Ich drücke die Daumen, dass euch die erzürnte Meute nicht ans Leder geht. Wollt ihr mit den Bieren auch in die "Massenproduktion" gehen, oder ist das eine einmalige Sache für das Event?

»Im Grunde planen wir das jetzt erst mal als einmalige Sache. Im Rahmen des Festivals werden vier Bands spielen, es wird aber auch ein paar andere Attraktionen geben, einen klassischen Bieranstich etwa, wie man ihn vom Oktoberfest kennt. Für das leibliche Wohl ist jedenfalls gesorgt. Wir hoffen, dass sich alle ordentlich die Hucke vollhauen und einen guten Abend haben. Der Aufwand, größere Mengen in Flaschen abzufüllen und zu verschicken, ist kaum für uns zu stemmen. Wenn die Sache gut läuft, können wir uns aber vorstellen, das Bierfest im jährlichen Rhythmus zu wiederholen.«

Den festlichen Anlass werdet ihr außerdem nutzen, um ein neues Bandmitglied vorzustellen.

»Stimmt genau. Ich kann dir jetzt natürlich noch nicht sagen, wer es ist, aber wir haben ab sofort einen Bassisten. Der Vorteil daran ist, dass sich unser Sänger Nik Bird in Zukunft komplett auf den Gesang konzentrieren kann. Wenn man zusätzlich noch ein Instrument spielt, ist man ja auf der Bühne immer weniger beweglich. Von jetzt an kann er richtig rumhampeln (lacht).«

formosaband.com
facebook.com/Formosa.Band

Bands:
FORMOSA
Autor:
Jens Peters

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