Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 23.05.2018

CONVERGE , RRRAGS , ORANSSI PAZUZU , GRAVE PLEASURES , WIEGEDOOD , CROWBAR , HÄLLAS , BISON , IGORR , CULT OF LUNA , GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR , THE RUINS OF BEVERAST , MAGGOT HEART - Expansion!?

Wenn sich Mitte April bei sommerlichem Wetter rund 4.000 schwarz gekleidete Musikfanatiker aus allen Teilen der Welt unters Volk im gemütlichen Tilburg mischen, ist wieder Roadburn-Zeit. Das Indoor-Festival, das sich von seinen Stoner- und Doom-Wurzeln immer weiter ausdehnt und mittlerweile auch visionäre Avantgarde- und Synthwave-Klänge bedient, ließen wir uns auch 2018 nicht entgehen.

?Donnerstag

Die Besucher strömen auf Fahrrädern und Füßen Richtung 013, der Haupt-Location des Roadburn, und meistern das Schaulaufen auf der Kneipenmeile, die den Weg säumt – im Programmheft „Weirdo Canyon“ genannt. Vor den Bars werden die ersten bekannten Gesichter gegrüßt und verstohlen die Teller nach einem potenziellen zukünftigen Mittagessen abgecheckt. Neben der bereits bekannten Main Stage und dem Green Room im 013 sowie dem gegenüberliegenden Het Patronaat hat das Roadburn in diesem Jahr sein Territorium erweitert. Auf der Karte finden sich zwei neue Hallen: die Koepelhal und Hall Of Fame liegen einen kurzen Fußmarsch von etwa fünf Minuten entfernt. Als alte Eisenbahn-Werkshallen fügen sie sich optisch sehr gut ins Festival-Flair ein und bieten mehr Fassungsvermögen als die bisherigen Locations. Mit einem kleinen Biergarten und grünen Wiesen ist das ausgelagerte Areal zudem perfekt, um das Wetter zu genießen. Aber: Wir sind schließlich nicht zum Sonnenbaden hier! Los geht´s also zum Festivalstart auf der Hauptbühne. Als Appetizer bietet das diesjährige Roadburn gleich ein ganz spezielles Schmankerl: Auf Bestellung der Organisatoren hin haben ORANSSI PAZUZU und DARK BUDDHA RISING die Köpfe zusammengesteckt und eine besondere Performance unter dem Namen WASTE OF SPACE ORCHESTRA ausgearbeitet. Die Aufführung ist imposant: Die beiden finnischen Bands haben ihre kompletten Setups nebeneinander aufgebaut, sodass sich zehn Musiker die Bühne teilen. Sie erzählen von der Reise dreier Charaktere in eine andere Welt, eingebettet in atmosphärischen, psychedelischen Black Metal und verbildlicht durch eine Video-Installation. Für eine Stunde tauchen die Besucher in das Bewusstsein des Schamanen (Vesa Ajomo), des Suchers (Juho Vanhanen) und des Besitzers (Marko Neuman) ein. Nach dieser beeindruckenden Performance liegt die Anreise gedanklich schon weit zurück, und alle Synapsen sind auf die folgenden vier Tage voller Bekanntem und Unentdecktem eingestellt. (ir)
EARTHLESS versuchen sich musikalisch in psychedelische Sphären emporzuschwingen, was aber durch den suboptimalen Sound mit zu lauter Bassgitarre nur bedingt gelingen will. Am besten gefällt die Band immer dann, wenn sie Hendrix-mäßig drauflosjammt. Bei den Stücken mit Gesang wird aber deutlich, dass Gitarrist Isaiah Mitchell weder über eine tolle Ausstrahlung noch über eine gute Stimme verfügt. (rb)
Schließlich präsentiert sich der diesjährige Kurator Jacob Bannon mit seiner Hauptband CONVERGE erstmals auf der großen Bühne des 013. Auf dem heutigen Plan steht das aktuelle Album „The Dusk In Us“ in voller Länge. Mit seiner energetischen Performance verdeutlicht der Vierer die starke Dynamik der Platte: Vom kräftigen Opener ´A Single Tear´ über das komplexe Noisecore-Chaos ´Arkhipov Calm´ bis hin zum ruhigen Titeltrack reißen die Bostoner das Publikum mit. Das Schöne an dem Album-Programm: Auch sonst nicht auf der Setlist stehende Perlen wie ´Wildlife´ werden auf die Bühne gebracht. Da freut man sich zum Schlussakkord von ´Reptilian´ schon auf Runde Nummer zwei am nächsten Tag. (ir)
HÄLLAS bringen derweil ihre kauzige Mischung aus Epic Metal mit progressivem Einschlag und Uriah-Heep-Gedächtnis-Orgelei ins Het Patronaat. Musikalisch ist das ganz interessant, leider bekleckern die Schweden sich beim Stageacting aber nicht mit Ruhm. Außer Fronter Tommy Alexandersson stehen die Musiker wie angewurzelt auf der Bühne und verziehen keine Miene.
EX EYE wurden im Programmheft als „quintessenzielle Band für das 2018er Festival“ angekündigt, dementsprechend bekommt man im Green Room kein Bein mehr an Deck und kann von außen nur erahnen, wie der Sound der Combo um Saxofonist Colin Stetson klingt.
CULT OF LUNA laden danach zum letzten Mal zu einem intensiven Trip mit JULIE CHRISTMAS. Die Post-Metal-Könige verlassen sich bei der „Mariner“-Darbietung lediglich auf Hintergrundlicht, weshalb man die Gestalten auf der Main Stage nur schemenhaft erkennen kann. Julie legt über die komplexen Kompositionen eine beeindruckende Vocal-Performance, die von Teenie-artigen Gesängen bis hin zu dissonantem Kreischen reicht und die Zuschauer eine Stunde lang in ihren Bann ziehen.
Über die rüpeligen WEEDEATER freut sich dann hingegen wieder die Old-School-Fraktion. Mit den Worten „We are Weedeater from Wilmington. We fucking suck, get your money back!“ begrüßt Bassist und Schreihals Dave Collins das Publikum voller Selbstironie. Selbst für mich, der die Kombi von Stoner-Vibes mit Aggro-Gesang eher schwierig findet, macht die Performance des „God Luck And Good Speed“-Albums heute einen recht runden Eindruck und wird sogar von einem kleinen Moshpit begleitet. (rb)

Freitag?

Den Tag in der dieses Jahr neu dazugekommenen, angenehm großen Location Koepelhal mit MUTOID MAN zu beginnen, entpuppt sich als semigute Idee. Irgendwie ist mir die Gesamtaura des Powertrios so früh viel zu aufgedreht und der Pop-Punk-meets-Prog-Metal-Faktor der Musik auch ziemlich grell (für mich war der Auftritt hingegen ein absolutes Festival-Highlight - rb). Also stolpere ich nach einem Song schon wieder über die Straße in den Green Room des 013, um mir dort THE RUINS OF BEVERAST zu geben. In die souverän dargebotene Dunkelheit, Härte und Hypnotik der Avantgarde-Black-Metal-Band um Mainman Alexander von Meilenwald lässt sich generell gut eintauchen, und das dargebotene „Exuvia“-Material funktioniert mit seiner atmosphärischen Tiefe im Roadburn-Kontext wunderbar.
Die Umbaupause wird danach mit ein bisschen MOTORPSYCHO auf der Hauptbühne überbrückt, bevor es im Green Room mit SCATTERWOUND weitergeht. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt des Belgiers Dirk Serries und des Dortmunders „N“, die ihre Kompetenzen als Ambient-Drone-Gitarristen zusammenlegen und 40 Minuten lang durch dichte Soundsphären führen, abstrakte Wellen aus Lärm auftürmen und unwirkliche Klanglandschaften erschaffen. Leider schafft es der offiziell als Mitwirkender angekündigte Justin Broadrick (Godflesh) aufgrund seines verspäteten Fliegers nicht rechtzeitig nach Tilburg, weswegen sein aufgebauter Amp ungenutzt bleibt.
Zeit, sich darüber zu ärgern, gibt´s nicht wirklich, denn man hat gerade mal zehn Minuten, bis es auf der Hauptbühne schon wieder mit CROWBAR weitergeht. Vom Nola-Original wird heute das 1998er Album „Odd Fellows Rest“ in Gänze live aufgeführt, also bekommt man die Gänsehautnummer ´Planets Collide´ gleich als Opener. Für etwas unfreiwillige Komik sorgt dabei allerdings der Backliner (?) der Band, der die ganze Zeit in einem langen, bunten Bademantel und eine extradicke Zigarre (?) rauchend hinter Boxen und Schlagzeug rumturnt.
Was war da denn los? Weil ich danach ´ne Pause brauche, flaniere ich erst mal ´ne Weile unentschlossen durch die Gegend und gucke in die nächsten Sachen nur jeweils kurz rein: FURIA bringen Black Metal in die Koepelhal, wonach mir gerade nicht so der Sinn steht, die Plattenstände von Southern Lord, Svart, Burning World und Exile On Mainstream um die Ecke riechen nach meinem finanziellen Ruin, im Green Room unterhalten die japanischen MINAMI DEUTSCH mit ihrem Ansatz einer ganz coolen Krautrock-Interpretation, und auf der Hauptbühne geht´s mit CONVERGE weiter. Jene waren noch nie so meine Band, und somit habe ich zum heute komplett aufgeführtem „You Fail Me“ auch keinen nennenswerten Bezug. Als Finale das Entombed-Cover ´Wolverine Blues´ kredenzt zu bekommen, stellt die gemeinsame Schnittmenge dann aber doch noch her.
Gegen 22 Uhr mündet für den Verfasser dieser Zeilen ein halbes Jahr Vorfreude in ein reelles Erlebnis: Die industriell-lärmigen Post-Metal-Inspiratoren GODFLESH spielen ihr 1994er Überalbum „Selfless“ komplett. Schon der göttliche Opener ´Xynobis´ rumpelstampft alles über den Haufen, seinen Höhepunkt erreicht der Aufenthalt im Krachparadies mit dem rasant treibenden und noisig sägenden ´Crush My Soul´. Und wie die immer wieder mit melodiösen Hoffnungsschimmern durchsetzte Wut-Musik in maschinengestützter Minimalbesetzung, aber mit maximaler Brachialwirkung fast zweieinhalb Dekaden später noch mal von müden alten Männern wieder aufgegriffen wird, gibt dem Ganzen tatsächlich sogar eine erstaunlich gut funktionierende Extradimension. Hammer!
Alles, was danach kommt, kann eigentlich nur noch verlieren, und so ist´s auch nicht so schlimm, dass der Andrang bei der IGORRR-Show so groß ist, dass ich nur ein bisschen davon höre, anstatt wirklich was zu sehen (auch das gehört mit zum Roadburn). Zum Abschluss auf der Hauptbühne tauscht der Wahl-Karlsruher Mat McNerney bei der Gothrock-Truppe GRAVE PLEASURES mal wieder seinen Hexvessel-Hippiehut gegen Lederjacke und Handschuhe. Das Ganze klingt halt, wie es klingt, wenn Metallica-Fanatiker versuchen, einen auf Joy Division zu machen. Handwerklich gut gemacht und energisch dargeboten ist das Ganze ja, aber irgendwie auch etwas aufgesetzt und unnötig. (sd)

Samstag

Das hochsommerliche Wetter lädt dazu ein, den Roadburn–Nachmittag im Weirdo Canyon mit dem ersten Drink des Tages auf der Straße zwischen 013 und Het Patronaat mit Diskussionen über die neueste gekaufte Vinylscheibe oder auf dem Weg zur Koepelhal mit einem Stopp an der Eisdiele zu genießen. Dabei läuft in den Venues schon seit Mittag wieder das musikalische Programm – zum Teil mit noch sommerlicheren Temperaturen als draußen. Paradoxerweise verwandelt sich die Hall Of Fame ausgerechnet bei einer Band mit Namen ARCTIC in die reinste Sauna. Die Fans stehen bis in die letzte Ecke in dem kleinen Backofen und lauschen den Psych-Blues-Stoner-Klängen der Kalifornier, die zum „San Diego Takeover“ gehören, einer Szene, die die LSD-geladenen, verzerrten, mit Hippie-Charme versehenen Sounds einer Ära wiederaufleben lässt, die in den Siebzigern ihre Blüte hatte. VOLCANO gehören ebenfalls dieser Posse an und rasseltrommeln sich mit diversen Percussion-Instrumenten, Toys“R“Us-Keyboard und kauzigem Santana-Look durch Afro-Latino-Psych-Apokalypse-Klänge.
Wie immer mischen sich auch Musiker, die nicht selbst auftreten, unter das Festivalpublikum und tigern gemeinsam mit allen Roadburnern zu ihren Lieblingsbands. So sieht man Tompa von At The Gates alle Tage durch die Konzertstätten streifen, und bei RRRAGS, dem Powertrio von Rob Martin (ex-Bliksem), Ron van Herpen (ex-The-Devil´s-Blood) und Rob Zim (Skan), mischen sich auch Rons Ex-Bandkollegin Farida Lemouchi und Dool-Frontfrau Ryanne van Dorst unters Volk, um dem Vintage-Blues-Groove-Heavy-Rock zu lauschen. Obwohl es gerade mal das fünfte Konzert des belgisch-niederländischen Gespanns ist, ist die Hall Of Fame mit ihrer 300-Mann-Kapazität ordentlich gefüllt. Zu Recht, denn die Herren legen einen verschwitzt-coolen Gig hin, bei dem vor allem Rob Martin glänzt, der sowohl Schlagzeug spielt als auch singt.
Wenig später steht in der Main Hall einer der Höhepunkte des Festivals an. GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR, die schon seit Ewigkeiten ganz oben auf der Roadburn-Wunschliste stehen, spielen den ersten ihrer beiden Headliner-Auftritte. In der Tat passt das kanadische Experimental-Musikerkollektiv wie die Faust aufs Auge zum Festival. 100 Minuten lang laden die avantgardistischen Postrocker ein zu einer düsteren Instrumental-Oper mit Kontrabass, Geige und bis zu neun Leuten auf der Bühne, die mal lieblich daherkommt, mal krachig-verzerrt aus den Boxen dröhnt. Mehrere tausend Köpfe lauschen den Musikern aus Montreal in der bis in die hinterste Ecke gefüllten Halle und bedanken sich am Ende mit Standing Ovations.
Von kühlen kanadischen Sphären geht es die amerikanische Westküste runter nach Südkalifornien. Auch SACRI MONTI, die 2015 ihr Debüt veröffentlichten, sind ein Teil des „San Diego Takeover“ und kochen ihre Hammond-Style-Psychedelic-Nostalgiesounds ordentlich mit Heavy-Rock-Attitüde ab. Ein guter Wachmacher nach dem sphärischen Godspeed-Trip.
Der Downer des Tages sind MAGGOT HEART, die neue Band von Linnea Olsson, der ehemaligen Gitarristin von The Oath und Beastmilk/Grave Pleasures. Der schrammelig-kantige Post-Punk-Rock des Quartetts klingt ja noch ganz interessant, und auch das Posing wirkt passend und professionell, doch alles Gitarrentalent der Welt und ´ne heiße Lackhose können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Dame nicht für fünf Cent singen kann. Schnell zurück in die Main Hall des 013, wo der „Artist in Residence“ EARTHLESS zusammen mit KIKAGAKU MOYO aus Japan die „East Meets West Jam“ abhält. Das acht Personen starke Kollektiv lässt sphärisch-meditative Sounds mit dezentem Multikulti-Charme aus den Boxen wabern, die für einen entspannten Ausklang in der größten aller Roadburn-Venues sorgen. (cs)
?Sonntag?
Wettertechnisch etwas abgekühlt startet der finale Tag in Tilburg an der Main Stage, wo das Programm mit der zweiten Auftragsarbeit des Festivals beginnen soll. Bis dahin tanke ich aber noch einmal wohlig warmen Seventies-Sound beim Death-Alley- und Ex-The-Devil´s-Blood-Gitarristen Oeds Beydals, der mit seiner Band IRON CHIN den locker gefüllten Green Room bespielt. Ein bisschen Wärme im Herzen erweist sich als sinnvoll, denn das Projekt VÁNAGANDR: SÓL ÁN VARMA nähert sich zwar im Namen und optisch an die Sonne an, taucht aber klanglich in die dunklen und kalten Tiefen des isländischen Black Metal ab. In der Einsamkeit der Insel haben Mitglieder von MISþIRMING, NAðRA, SVARTIDAUðI und WORMLUST ein musikalisches Gesamtkonzept aus elf Songs entwickelt, die laut ausgeteiltem Programmblättchen schlicht „Varianten“ genannt werden. Vor dem Video einer bedrohlich stürmenden Sonne beginnt die Aufführung mit dem tiefen Urgrollen der drei Sänger. Auch die Instrumente stimmen auf den untersten Frequenzen ein, sodass der sich auftürmende, musikalisch variierende Black Metal eine bedrohliche Rohheit und uralte Macht offenbart, die den naturgewaltenerprobten Nordmännern innezuwohnen scheinen. (ir)
Mit WIEGEDOOD geht es fast genauso düster weiter: Die Belgier zelebrieren auf der Main Stage ein Black-Metal-Gewitter, das sich gewaschen hat. Erhaben und brutal, genau so, wie es unsere Schwarzwurzeln Hacky und Mandy gern goutieren. Mir ist das Ganze auf Dauer allerdings in dynamischer Hinsicht zu monoton und berechenbar. Die Band kann aber heute viele neue Fans für sich gewinnen, weshalb das Merch nach dem Gig reißenden Absatz finden. (rb)
Je näher der Abend rückt, desto spürbarer wird das Ende des Festival-Wochenendes: Die Stühle in den Bars am Weirdo Canyon sind leerer, das Treiben und Schwatzen auf den Straßen entspannter und die Hallen luftiger gefüllt. Auch beim zweiten Headliner-Set von GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR zur Primetime bilden sich im Stehbereich gemütliche Lücken, während die Performance von den Treppen aus auch entspannt im Sitzen beobachtet werden kann. Das ist hier nicht weiter tragisch: Die atmosphärisch ruhigen Postrock-Epen werden von einem Videokünstler unterstützt, der händisch Filmrollen in vier Projektoren einspult. Die jeweils zwei zeitgleich nebeneinander laufenden Videofragmente lassen durch die cineastische Musik der Kanadier Geschichten im Kopf entstehen, die vor allem dank der grandiosen Dynamik der langen Instrumentalstücke Form annehmen. Die Band selbst rückt dabei in den Hintergrund, wenngleich das beeindruckende Effektpedal-Meer sowie Geigenbögen auf Gitarren und Kontrabass-Einsatz definitiv einen Blick wert sind. Wie schon am Tag zuvor unterstützt die dänische Saxofon-Spielerin Mette Rasmussen die acht Musiker. Nach zwei Stunden hinterlassen sie verzauberte und begeisterte Zuschauer, die ihre Energiereserven noch einmal für das Festivalfinale aufgetankt haben. (ir)
Mit ZURIAAKE auf der Hauptbühne, die Black Metal mit chinesischen Folklore-Elementen anreichern, und dem gefeierten Synthwave-Künstler GOST, der zeitgleich mit harten Elektronik-Beats den Green Room beschallt, zeigt sich noch mal, wie breit und innovativ das Roadburn-Programm mittlerweile aufgestellt ist. Traditioneller geht es im Anschluss bei BISON im Cul De Sac zu, die das Festival mit ihrem harten Sludge-Metal beschließen. Für 2019 haben die Veranstalter mit Heilung, Louise Lémon und Gore bereits drei interessante Acts für das Billing bestätigt, das sicherlich wieder extrem bunt ausfallen wird. Wir sind gespannt! (rb)

Das Roadburn-Programm (und die eine oder andere holländische Fritte) goutierten: Ronny Bittner (rb), Simon Dümpelmann (sd), Conny Schiffbauer (cs) und Isabell Raddatz (ir). Die Fotos schoss Eus „Dutch Connection“ Straver.

Bands:
BISON
HÄLLAS
RRRAGS
CROWBAR
GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR
MAGGOT HEART
GRAVE PLEASURES
ORANSSI PAZUZU
CULT OF LUNA
CONVERGE
THE RUINS OF BEVERAST
WIEGEDOOD
IGORR
Autor:
Isabell Raddatz
Simon Dümpelmann
Conny Schiffbauer
Ronny Bittner

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