Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 14.10.2019, 15:57

EMMA RUTH RUNDLE - Münster, Gleis 22

EMMA RUTH RUNDLE, Gitarristin und Sängerin aus Kalifornien, dürfte manchen aus ihrer Zeit mit The Red Sparowes und Marriages bekannt sein. Die letzten beiden Soloalben „Marked For Death“ und „On Dark Horses“ haben ihre internationale Bekanntheit merklich gesteigert, was sich am heutigen Dienstagabend auch in Münster zeigt. Bereits vor zwei Jahren war sie im Gleis 22 zu Gast und hat mit ihrer speziellen Mischung aus verzerrten Folk-Riffs, Postrock und melancholischen Country/Blues-Akzenten beim Publikum emotional vieles bewegt. Dieses Mal sind noch merklich mehr Menschen gekommen, die gebannt vor der Bühne stehen, als sie das Set mit einer sympathischen Ansage einleitet: „I am Emma and this is my band. We‘re going to play some music for you. Thank you for coming today and supporting live music.“

Die anschließende Stunde ist kaum anders als großartig zu beschreiben. Alle Instrumente sind perfekt aufeinander abgestimmt. Das reduzierte, doch stetig brodelnde Songwriting besteht aus gleichzeitig meditativem und aufrührendem Schlagzeugspiel, sowie Gitarreneffekten, die wie zu Neil Youngs „Weld“-Zeiten Kaskaden aus Hall und Delay transportieren und doch nicht in den Weiten des Raums vermatschen. Emmas Gesang schwebt darüber und hat ein mitreißendes Timbre, sodass es nicht negativ auffällt, wenn ihre Stimme mal wegbricht. Nach 'Light Song' und einer Stunde regulärer Spielzeit lässt ihr die anhaltende Begeisterung im Saal keine andere Wahl, als ihren Quasi-Hit 'The Real Big Sky' auf die Bühne zu bringen. Dafür bleibt die restliche Band hinter der Bühne und sie bittet den Mischer, die Effekte von ihrem Mikro zu nehmen. Ein sehr intimer, berührender Moment mit viel Nähe zu den Fans, mit denen man sie am Merch-Stand und vor dem Club später im Gespräch sieht.

Für einen atmosphärisch sehr passenden Einstand des Abends sorgt das Trio FVNERALS, welches auch Teile der weiteren Tour begleitet. Ihr Sound lebt vom Kontrast der hellen Stimme von Sängerin/Bassistin Tiffany und den finster-doomigen Songs, die manchmal im Sinne von Earth zugleich dröhnen und mit cleanen Gitarrenmelodien in Bewegung versetzt werden. Trance und „Sich-fallen-lassen“ zählt hier mehr als Abwechslung. 30 Minuten reichen an dieser Stelle allerdings auch.

Setlist Emma Ruth Rundle

Fever Dreams
Apathy On Rhe Indiana Border
So, Come
Protection
Darkhorse
Control
Marked For Death
Dead Set Eyes
Medusa
Light Song
The Real Big Sky


Bands:
EMMA RUTH RUNDLE
FVNERALS
Autor:
Meredith Schmiedeskamp

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