Festivals & Live Reviews


Pic: Mats Vassfjord

Festivals & Live Reviews 28.10.2019, 12:13

ECLIPSE - Frankfurt, Nachtleben

Wer ECLIPSE nach dem Auftritt beim „Indoor Summer Festival“ in Hamburg noch mal auf ihrer Headlinertour besucht, wird freudig überrascht, denn die Schweden haben ihre Setlist radikal umgestellt. Gab es im Norden eine Art Best-Of-Set mit nur zwei neuen Songs, steht im Frankfurter Nachtleben das neue Album „Paradigm“ fast im Mittelpunkt der neunzigminütigen Show.

Los geht es nach einem Trillerpfeifen-Anpfiff von Drummer Philip Crusner gleich mit der aktuellen Single 'Viva La Victoria', die begeistert aufgenommen wird und eine der sechs neuen Stücke im Set darstellt. Neu dabei ist Victor Crusner am Bass, der sich wunderbar integriert. Im Mittelpunkt steht aber Bandleader und Tausendsassa Erik Martensson, der durch das Programm führt, mehrfach seine Gitarre wechselt und vor Spielfreude nur so sprüht, gleich durchgeschwitzt ist und zurecht verdammt stolz auf das neue Material und seine Truppe ist. Kein Wunder, dass es ein kurzweiliger Auftritt ist, bei dem die vielen neuen Songs überzeugen und das Quartett einmal mehr demonstriert, wie eingängige, hochmelodische, choruslastige, keyboardfreie Nummern an der Trennlinie von Hardrock und Melodic Metal keineswegs Weichspüler sein müssen. So zählt es zu den unverständlichen Dingen des Musikgeschäfts, dass das Quartett nicht vor mehr Leuten in größeren Hallen spielt, denn mit der Show und den klasse Songs hätte man ein ganz großes Publikum verdient. Der heutige Auftritt im kleinen Kellerraum in der Frankfurter City hat aber auch was Gutes. Eine solch intime Atmosphäre lässt sich eben nur in einem Club erleben. Da passt es, dass der Frontmann extrem gut gelaunt ist und keine Rockstarallüren an den Tag legt, aber alle anderen Rockstar-Merkmale locker bedienen kann. So steht es außer Frage, dass er mit seiner Band auch bald die großen Hallen füllen wird. Mit einem neuen Booker im Rücken ist der erste Schritt gemacht.

Ob das die Vorband auch schaffen wird, ist eher unwahrscheinlich. JUNKYARD DRIVE bieten zwar auch einen überzeugenden Auftritt mit neun Nummern, spielen aber noch lange nicht in einer Liga mit dem Headliner. Auf ihrer Facebook-Seite bezeichnen die Dänen aus Roskilde ihre Mucke als Hardrock, Rock 'n' Roll und Road Rock. Hinzu kommen noch dezente Sleaze-, Grunge- und Blues-Einflüsse, was für einen recht abwechslungsreichen Stil sorgt. Nummern wie 'Natural High', 'Sucker For Love' oder 'Sweet Little Dreamer' haben richtig Klasse und sorgen für einen gelungenen Auftakt des Abends.

SETLIST ECLIPSE

Viva La Victoria
Mary Leigh
Blood Wants Blood
The Storm
Vertigo
Jaded
Shelter Me
United
The Downfall Of Eden
When The Winter Ends
Drum Solo
Battleground
Black Rain
Blood Enemies
Stand On Your Feed
Runaways
+++
I Don't Want To Say I'm Sorry
Never Look Back

Bands:
ECLIPSE
JUNKYARD DRIVE
Autor:
Wolfram Küper

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