Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 26.07.2017

THE GREAT MACHINE , BLACK WILLOWS , MAIDAVALE , THE BREW , UFOMAMMUT , MAMMOTH MAMMOTH , GREENLEAF , CHURCH OF THE COSMIC SKULL , SALEM'S POT , DEATH ALLEY , VODUN , KING GIZZARD & THE LIZARD WIZARD , CONAN , PENTAGRAM - Die Außerirdischen sind da!

Auch dieses Jahr haben 3.000 Rockfreaks aus ganz Europa den psychedelischen Wellness-Urlaub in Siegen-Netphen-Deutz gebucht. Rock Hard packte Stoner-Kutte, Spiegelsonnenbrille und Bares für Vinyl-Schallplatten ein und streckte drei Tage lang entspannt die Füße aus, während wirre Sounds und irre Typen die Szenerie beherrschten.

Donnerstag

Als wir das Gelände der Arbeiterwohlfahrt betreten, stimmen gerade die Schwedinnen Maidavale die Besucher mit einem soliden Vintage-Rock-Set auf die kommenden drei Tage ein. Wie immer fasziniert die bunte Besucher-Mischung: Schlaghosen-Rocker, Metaller, Jesusfreaks und Om-Jünger feiern eine ebenso breite Palette an Musikstilen ab: Stoner Rock, Doom, Sludge, Bluesrock, Psychedelia, Krautrock, Biker-Hardrock, Hippie-Folkrock, Prog und kosmische Klänge werden von Künstlern aus aller Welt dargeboten. Und das in einem Rahmen, den man nach wie vor als vorbildlich bezeichnen darf. Die Behinderten-Werkstätten werden ebenso in das Festival eingebunden wie die zahlreichen Helfer der AWO. Man kann sich Patches auf die Kutte aufnähen lassen, einen örtlich hergestellten „Freak Seat“ (Campingstuhl) kaufen oder sein Becherpfand bei der Neven-Subotic-Stiftung abgeben. Es gibt selbstgebrautes Bier (Zitat aus dem zweisprachigen Programmheft: „As for the German bureaucracy we obtained the respective OKs from the wary Gesundheitsamt, the Ordnungsamt and the zuständige Hauptzollamt of course“), viel veganes Essen und Musiker, die direkt nach der Show ihr Merchandise verkaufen. Organisiert wird das Freak Valley von Fans, dem Siegener Rockfreaks e.V. Die bauen ihr Fair-Trade-Merchandise-Programm immer weiter aus und haben jetzt sogar ein Plattenlabel gegründet.
Gerade die Glatze zum Schutz gegen die brutale Sonne eingeschmiert, da dröhnen die BLACK WILLOWS – eine eidgenössische Variante von Om – dicke Wolken am Himmel zusammen, die das Hitzschlag-Risiko beim Eingrooven auf den Sound des Wochenendes erst mal mindern.
Trotz des Einsatzes ihres Tamburins kann hinterher auch MAIDAVALE-Sängerin Matilda den gelben Ball nicht zurückholen, ist dafür aber der zappelige Blickfang unter den vier jungen Schwedinnen und Janis Joplin nicht ganz so streng verhaftet wie Elin Larsson, um den unausweichlichen Blues-Pills-Vergleich zu ziehen. Der hinkt stilistisch ein wenig, aber die Songs sind umso kurzweiliger und kommen gut an.
Ausgerechnet das erste echte Highlight ORANGO beschwört mit seinem sonnigen Sound den ersten Wolkenbruch herauf, obwohl das niemanden vom Tanzen zu den von mehrstimmigem Gesang geprägten Stücken der Norweger abhält. Das Hard-Blues-Trio aus dem Umfeld von Motorpsycho empfiehlt sich nicht nur wegen seiner „Fuck the rain“-Einstellung, sondern auch dank seiner energiegeladenen Performance für höhere Weihen über den Nimbus des Szene-Labels Stickman hinaus.
Typischen Ami-Stoff zwischen folkig-tiefsinnigem Standfußball und monumentalen Riffs, bei denen dann mehr auf wie vor der Bühne los ist, bieten im Anschluss (und im Trockenen) ARBOURETUM. David Heumann spart sich bei enormem kreativem Ausstoß nur das Beste für diese Band auf, weshalb man entspannt mitnicken kann, um sich dann von CONAN die Rübe abmontieren zu lassen. Wer hätte gedacht, dass die Briten mit ihrem stumpfen Schrei-Sludge im grauen Fahrwasser von Hellhammer einem Festival Farbtupfer verleihen können? Eine erfreuliche Überraschung, die es nur bei einem solchen Programm geben kann.
Apropos bunt: Bei MASERATI schillert das Backdrop so psychedelisch, wie die Roadburn-erprobte US-Kapelle auch klingt. Passend zu ihren Klängen gehen „holländische“ Zigaretten im Pulk rund, obwohl die Musiker auf dem deutschen Kraut von Guru Guru & Co. hängen geblieben sind. Und weil es so eng auf der Bühne ist, wird davor umso mehr getanzt.
Danach stehen aber alle stramm, wie es sich gehört, wenn General Stoner zum Appell bläst. John Garcias SLO-BURN sind zwar zweite Wahl gegenüber Kyuss oder den Solosachen des alterslosen Sängers, aber immer noch besser als das Gros der Desert-Szene. Der Mann mit der unverkennbaren Stimme braucht zu einer gelungenen Reunion nur zwei Handvoll nicht kaputt zu kriegender Lieder und fast gar kein Licht. Der Fotograf beißt ins Objektiv – und wer nicht bei dieser sehr würdigen Headlinershow dabei gewesen ist in den Allerwertesten. (as)

Freitag

Den Anfang am Freitag machen die Locals GREEN ORBIT, die ihr instrumentales Debüt bei Rockfreaks Records veröffentlichen. Auf dem Hügel mit den Sitz- und Liege-Gelegenheiten gehen die ersten Selbstgedrehten rum, ein Hippie-Mädchen macht professionelle Riesen-Seifenblasen, die über den Köpfen der Frühaufsteher schweben. Doch mehr als Fußmitwippen ist noch nicht drin. Das ändert sich mit den Engländern ELEPHANT TREE, die mit energischem Stoner Rock punkten und auch Ausflüge in Doom, Blues und Punk unternehmen. Die Bayern LIMESTONE WHALE können mit ihrer verworrenen Stilmischung (Blues, Funk, Stoner, Indie, Deutschrock) nicht weiter auf sich aufmerksam machen. Das schaffen THE GREAT MACHINE mit ihrer dynamischen Wildheit und GEEZER mit feinen Hard-Blues-Jams wesentlich besser. Danach ziehen die blutjungen Proto-Metaller DEATH ALLEY alle Blicke auf sich. Die Widmung an den auf dem Rock Hard Festival verstorbenen Freund der Band, Bidi van Drongelen („Er starb auf einem Festival wie diesem hier“), ist zudem großartig. Anschließend zeigen THE BREW, dass sie, durch unermüdliches Touring gestählt, nun gewillt sind, jedes Festival zu erobern. Die energiegeladene Show des Trios hinterlässt bei jedem einzelnen Besucher Eindruck, vor allem das Drumsolo von Kurtis Smith, in der zweiten Hälfte mit den nackten Händen gespielt, ist vom Allerfeinsten und wird im späteren Verlauf des Festivals in puncto Körpereinsatz nur noch von einem durchgeknallten Australier übertroffen. Danach schafft es das deutsch-schwedische Stoner-Quartett GREENLEAF, die Stimmung weiter im roten Bereich zu halten. Der massige, aber schwer zappelnde Gitarrist Tommi Holappa schwitzt schon nach dem ersten Titel wie Angus Young, während Sänger Arvid Jonsson zugibt, hypernervös zu sein. Doch dazu gibt es keinen Grund. Die Band ist tight, und der bärtige Frontmann mit Biker-Käppi (ein ausgebildeter Jazz-Sänger!) legt mit seinem samtigen Gesang (wie Chris Goss von Masters Of Reality) einen denkwürdigen Auftritt hin. (hs)
Egal wer nach The Brew und Greenleaf auf die Bühne geht, er hat einen schweren Stand. Dennoch machen GOLDEN VOID keinen schlechten Eindruck. Die getragenen, sphärischen Klanglandschaften zeichnen sich vor allem durch die Gitarrenarbeit in Kombination mit den träumerischen zweistimmigen Gesangsparts aus. Die vier Amerikaner setzen sich somit von den Rock-Feuerwerken der zwei Bands zuvor ab und kreieren einen angenehmen Soundteppich, auf dem man sich gerne ausruht.?In einer ganz anderen Kategorie treten dann UFOMAMMUT auf. Der recht verwaschene Klang lässt keine wirklich filigrane Arbeit erkennen, und auch der Gesang verbessert in dieser Richtung nichts. Hinzu kommt, dass die Songs sich nicht wirklich erkennbar voneinander unterscheiden, sodass die Darbietung schnell langweilig wird. Daran ändern auch die visuellen Effekte nichts.?Der Freitags-Headliner PENTAGRAM hat anschließend mit größeren Problemen zu kämpfen: Bobby Liebling, Frontmann und einziges verbliebenes Gründungsmitglied, sitzt in Amerika hinter Gittern und ist somit nicht mit von der Partie. Gitarrist Victor Griffin entschließt sich daher dazu, den Gesang zu übernehmen, was auch erstaunlich gut funktioniert. Die Songauswahl lässt keine Wünsche offen, und abgesehen vom Keksdosen-Klang der Snare stimmt hier alles. Dennoch bleibt ein etwas fader Beigeschmack, weil hier kein Pentagram-Originalmitglied auf der Bühne steht und gerade Bobbys skurrile Bühnenpräsenz eindeutig fehlt. Spaß machen Pentagram dennoch und beenden einen weiteren angenehmen Tag, an dem die Headliner für mich eher im Vorabend-Programm spielten. (sh)

Samstag

Am Samstag sind die Österreicher SATIVA ROOT die guten Instrumental-Starter in den Tag. VÖDÜN können dann trotz wilder Kriegsbemalung wenig Afrikanisches in ihre Musik einbauen, obwohl der Gesang der farbigen Frontfrau durchaus höheren Ansprüchen genügt. SALEM´S POT setzen den Reigen schräger Outfits mit venezianisch anmutenden Karnevalsmasken fort. Der Sound der langhaarigen Schweden ist fett, die Songs der Horror-Rocker allenfalls passabel, da nützt auch die Strumpfhose/Kleid-Kombination des Sängers (?) wenig.
Ein ganz anderes Kaliber sind die Japaner KIKAGAKU MOJO („geometrische Muster“), die perfekt intonierten Krautrock mit elektrischer Sitar und einem abwechselnd im Fokus stehenden Gitarrenduo anbieten. Mit perfekten langen schwarzen Haaren unterstreichen die größtenteils jungen Schlaghosen-Rocker aus dem Land der aufgehenden Sonne ihre ernsthaften Ambitionen und setzen dem lustigen, aber musikalisch oft irrelevanten Mummenschanz einen Kontrapunkt entgegen. Dem Rezensenten genügen zwei Longtracks, um zum Merchandise zu marschieren, wohl wissend, dass dieser nach Konzertende geplündert wird. Zwei Stunden später ist der Tisch leer, und die Musiker schaffen es kaum, in Ruhe ihren Joint zu rauchen, weil immer wieder Autogrammjäger vorstellig werden. (hs)
Nein, bei CHURCH OF THE COSMIC SKULL handelt es sich nicht um eine fanatische Christensekte, auch wenn ihr Debüt „Is Satan Real?“ heißt und Mainman Bill Fisher mal bei einer Kapelle namens Pilgrim Fathers gespielt hat. Vielmehr verschmelzen die Briten Classic Rock mit hervorragendem Satzgesang (und Tamburin – schon wieder) sowie düsterem Heavy-Prog zu sehr eingängigen Songs, die die Sonne hinter der Wolkendecke zumindest erahnen lassen. Was dem Septett aus Nottingham außer hohem Publikumszuspruch jetzt noch fehlt, sind Sponsoren für ihre weißen Klamotten und Regenbogensocken, denn die muss man besonders häufig waschen.
Das ist bei MAMMOTH MAMMOTH nicht so wichtig oder vielleicht sogar unerwünscht, denn die drei Australier sind eine der wenigen wirklich dreckig klingenden Combos im Freak Valley, gewissermaßen die sympathischen Deströyer 666 ohne Black Metal und dafür mit umso mehr Motörhead. Rampensau Mikey Tucker schreit nicht nur hingebungsvoll, sondern legt auch eine denkwürdige Reise durchs Publikum zurück, weil er sein Glück, hier sein zu dürfen, kaum fassen kann. Demnächst statt Thrash der Opener beim Rock Hard Festival? Meint jedenfalls unser Robert, der übrigens nicht will, dass ich hier was von „Abrissbirne“ schreibe. Oops, jetzt hab ich es doch getan...
Am frühen Abend wechseln MOTHERSHIP mit Wand, die noch im Stau stehen, die Position im Billing und bitten ebenso spontan Golden Voids Organistin Camilla auf die Bretter, um ein Intro zu improvisieren. Danach legen sich die Texaner umso kräftiger ins Zeug. Ihre Songs übers Rocken sind keine höhere Wissenschaft, jedoch ein Garant für Spielfreude und Ton gewordene Massenmobilisierung.
Die gelingt den mittlerweile eingetroffenen WAND eine Stunde später nicht oder auf andere Weise, denn wo zuvor der Bär steppte, verlassen sich die Kalifornier vielleicht ein wenig zu sehr auf ihre Indie-Hipness – was sie nicht müssten, denn ihr leichtgewichtiger Psych aus dem Pink-Floyd-Nachlass würde ohne die distanzierte Aura der Band besser gefallen.
Wer da bereits Mainstream-Verweigerung wittert, tut es bei FÖLLAKZOID erst recht. Nichtgesang von Klampfer Domingo, der mit seinem eigenwilligen Outfit die Lacher auf seiner Seite hat, verhallte Gitarrentöne und hypnotisch pulsierende Beats ergeben recht typische kosmische Musik, wie man sie hierzulande quasi erfunden hat, obwohl dieses Projekt aus Santiago de Chile stammt. Vergleiche? Hidria Spacefolk und Ozric Tentacles.
Wie, jetzt wisst ihr genauso wenig wie vorher? Geht mir bei KING GIZZARD & THE LIZARD WIZARD genauso, auch wenn ihr Auftritt, der eher einem Event als einem Konzert gleichkommt, sozusagen die heutige Hauptattraktion darstellt. Das Ensemble schmeißt munter alles von Metal über Zwölftonmusik bis Jazz in einen Topf und braucht mehr als einen Trommler, um die Zutaten umzurühren, bis sie so klingen, als ob Frank Zappa doch Drogen genommen hätte. Da auch ich das nicht tue, bleibt mir die Genialität der Truppe von Down Under verwehrt, auch wenn sie unterhaltsam anzuschauen ist. Neun Alben seit 2012 in ihrem Katalog sagen alles.
So kreativ ist Isaiah Mitchell andererseits auch, doch er bringt seine vielen Ideen bei EARTHLESS in bis zu 30 Minuten dauernden Songs unter. Während er am Vortag mit Golden Void allgemein verträglichere Musik spielte, lässt er jetzt als ultimativer Headliner die Zügel schießen und erweist sich gemeinsam mit seinen Erfüllungsgehilfen als virtuosester Act des Festivals. Ein greller schillerndes Abschlussfeuerwerk als dieses endlose Gedudel (mit Klasse und Richtung dargeboten!) aus Blues und Space Rock kann man sich fürs Freak Valley nicht vorstellen. Hiermit also eine Eins mit Sternchen fürs dynamische Billing an die Veranstalter. (as)

Alles unter Kontrolle beim Freak Valley hatten: Stefan Hackländer (sh), Andreas Schiffmann (as) und Holger Stratmann (hs).

-----

Interview mit den FREAK VALLEY-Veranstaltern Jens Heide und Michael Hackler

Das Festival wird von eurem Rockfreaks e.V. organisiert. Was passiert eigentlich mit den Überschüssen/Verlusten, oder schafft ihr jedes Jahr eine Punktlandung?

Jens: »Wir sind immer noch fassungslos, dass der Vorverkauf nach weniger als zwei Stunden und bei Ankündigung von drei kleineren Bands bereits beendet war. Dadurch haben wir eine gewisse Planungsgrundlage. Dennoch reicht das bei Weitem nicht, um die mittlerweile doch immensen Kosten für das Festival zu finanzieren. Aus diesem Grund haben wir dieses Jahr erstmalig eine Ausfallversicherung abgeschlossen. Zudem wurden die Kontrollen und die Security-Präsenz nach den Vorfällen in Manchester erhöht. Dies ist natürlich mit einem massiven Anstieg der Kosten verbunden, die wir dieses Jahr durch eine minimale Erhöhung der Bierpreise aufgefangen haben. Grundsätzlich trägt sich das Festival zum Glück von selbst. Wir arbeiten ja alle ehrenamtlich und im Grunde ohne Sponsoren. Es gab Jahre, da haben wir die Verluste durch die Rücklagen anderer Jahre auffangen können. Momentan sieht es so aus, dass wir wieder etwas Geld an die AWO, der wir sehr dankbar für die fantastische Zusammenarbeit sind, spenden können. Wenn dann noch Rücklagen für die kommenden Festivals übrig bleiben sollten oder wir die Möglichkeit haben, die eine oder andere teurere Band ins Vortex (Club in Siegen, in dem die Rockfreaks regelmäßig veranstalten - hs) zu holen, ohne etwaige Verluste von privaten Konten ausgleichen zu müssen, ist alles genau so, wie wir uns das vorstellen. Nebenbei können wir die Produktionen unseres eigenen Labels Rock Freaks Records vorfinanzieren. Auch das ist ein ganz wichtiger Punkt, weil da sehr viel Herzblut dranhängt.«

Gerade unter den Musikern gibt es ja einige schräge Gestalten, die ihr in Pensionen in der dörflichen Umgebung einquartiert. Dort prallen manchmal Welten aufeinander, wie überhaupt das Festival ähnlich einem UFO mit Außerirdischen in Siegen-Netphen-Deutz gelandet ist.

Hacki: »In den letzten Jahren habe ich über 1.000 Übernachtungen in Pensionen und Gaststätten für das FVF vermittelt. Anfangs waren die „Ur-Einwohner“ unserer ländlich geprägten Region (außer der Stadt Siegen, wo die wenigsten Bands und Fans unterkommen) doch recht überrascht. Man meinte, die siebziger Jahre seien doch vorbei. Heute sieht das ganz anders aus. Die Einheimischen freuen sich überwiegend auf die Veranstaltung, weil wir vielen eine Zuverdienstmöglichkeit geschaffen haben und die Jugend froh ist, dass hier auch mal etwas passiert. Außerdem hat uns die lokale Polit-Prominenz für sich entdeckt. Ohnehin gehen viele an diesen Tagen besonders gerne morgens in die hiesigen Supermärkte, um sich die netten und ungewöhnlich aussehenden Leute aus der Nähe anzuschauen. Die Friedfertigkeit fast aller hat sich positiv herumgesprochen. Aus manchen Begegnungen wurden Freundschaften. So gibt es einen Hotelier, der mit den Bands, die bei ihm unterkommen, nach deren nächtlicher Rückkehr in seinem Hobbykeller seine Lieblings-Oldies aus den Sechzigern covert. Er spielt Schlagzeug. Das geht manchmal bis mittags. Ein anderer Gastronom hat mit dem Sänger einer Sludge-Band durch eine morgendliche Wodka-Session fast dessen Festival-Einsatz abends vergeigt. Ein weiterer fährt jetzt seit Jahren regelmäßig nach England, um dort seine neuen Freunde zu besuchen. Man teilt die Leidenschaft für alte britische Motorräder. Mittlerweile freuen sich die Gastronomen und Anwohner jedes Jahr auf ein neues „außerirdisches“ Zusammentreffen.« (hs)

Bands:
PENTAGRAM
KING GIZZARD & THE LIZARD WIZARD
BLACK WILLOWS
CHURCH OF THE COSMIC SKULL
SALEM'S POT
THE BREW
MAMMOTH MAMMOTH
VODUN
THE GREAT MACHINE
UFOMAMMUT
GREENLEAF
MAIDAVALE
CONAN
DEATH ALLEY
Autor:
Andreas Schiffmann
Stefan Hackländer
Holger Stratmann

Auch interessant:


Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.