Festivals & Live Reviews

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DANKO JONES , AUDREY HORNE - Bochum, Matrix

Für DANKO JONES könnte es momentan nicht besser laufen: Die neue Platte „Wild Cat“ wird von Kritikern und Fans sehr gut angenommen und auch die dazugehörige Tour wartet mit vollen bis ausverkauften Konzerten auf. Zu letzterer Kategorie gehört der Tourabschluss in der Bochumer Matrix.

Vor den Kanadiern dürfen aber zuerst AUDREY HORNE ran. Die Norweger starten trotz des frühen Beginns (um 19:30 Uhr ist Anpfiff) vor bereits gut gefülltem Hause und haben augenscheinlich auch einige eigene Fans mitgebracht, die im vorderen Teil der Halle jeden Ton mitgrölen. Das scheint die Truppe um Fronter Torkjell Rød – heute stilvoll mit weißem Hemd und schwarzem Schlips unterwegs – noch mehr anzuspornen, denn es vergeht keine Sekunde, in der nicht mindestens ein Bandmitglied eine mustergültige Rockstar-Pose zeigt. Musikalisch gibt’s einen Querschnitt aus den bisherigen Alben, auch wenn Kollege Staude kritisch anmerkt, dass 'Volcano Girl' fehlt. Dafür haben die Herren mit 'California' einen coolen brandneuen Track im Programm, der sich vor den älteren Songs nicht zu verstecken braucht. Dass dann zu 'Waiting For The Night' noch Danko Jones persönlich mit auf die Bühne kommt, setzt das Sahnehäubchen auf einen guten Auftritt, der nach vierzig Minuten mit einem kollektiven Bad im Publikum sein Ende findet.?

Wenn man im Anschluss den Zuschauerandrang sieht, der sich zum DANKO JONES-Aufritt in der „Tube“ einfindet, kann man sich glücklich schätzen, die Band noch in so kleinem Rahmen zu sehen. Schon vor Konzertbeginn konnten die Veranstalter das „Ausverkauft“-Schild an die Tür hängen, und dementsprechend eng ist es im Publikumsraum. Das Motto des Abends ist mit dem Opener 'I Gotta Rock' gesetzt, und von da an gibt es dann auch kein Halten mehr. Dass Fronter Danko schon ab der Mitte des Auftritts von der besten Show der Tour spricht, nehme ich zuerst mit einem Grinsen hin, stelle dann aber fest, wie perfekt die Matrix eigentlich zur Musik passt: Im schmalen Zuschauerraum kommt einfach schnell genau diese Stimmung auf, die ein DANKO JONES-Konzert braucht. Und so feuert das Trio im Akkord die großen und kleinen Hits des Backkatalogs in die feiernde Menge, wobei auffällt, dass die vier neuen Songs toll in die Setlist passen und von den Anwesenden mindestens genauso laut mitgebrüllt werden wie Songs der Marke 'First Date'. Von der Setlist abgesehen, gibt es bei der Show wenig Neues: Während Danko für die verbale Unterhaltung zuständig ist, ist Basser JC der Aktivposten und quasi konstant in Bewegung. Nach gut einer Stunde Vollgas verabschiedet sich die Band das erste Mal von der Bühne, lässt sich aber noch mal für den aus 'Rock Shit Hot', 'Watch You Slide' und dem abschließenden 'Bring On The Mountain (Become The Mountain)' bestehenden Zugabenblock auf die Bretter zurückbrüllen. Um Punkt 22 Uhr ist das Spektakel dann schon rum, und viele abgekämpfte, verschwitzte Rock 'n' Roller machen sich wieder auf den Heimweg.

Mit „Wild Cat“ ist den Kanadiern vielleicht der Wurf gelungen, der sie in die ganz großen Hallen bringen könnte. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass man sie so schnell nicht mehr in der vergleichsweise kleinen Matrix spielen sehen wird. In ihrer aktuellen Form haben sie sich das auch wirklich verdient.



DANKO JONES SETLIST

I Gotta Rock
Play The Blues
Sugar Chocolate
First Date
You Are My Woman
The Twisting Knife
She Likes It
Forget My Name
You Love It (Peaches-Cover)
Legs
Full Of Regret
My Little RNR
Had Enough
Going Out Tonight
Wild Cat
Cadillac
Lovercall
Gonna Be A Fight Tonight
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Rock Shit Hot
Watch You Slide
Bring On the Mountain (Become The Mountain)

Pics: Thorsten Seiffert (www.facebook.com/rnrreporter)

Bands:
DANKO JONES
AUDREY HORNE
Autor:
Maximilian Blom

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