Festivals & Live Reviews

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DIABLO BLVD , ARMORED SAINT - Aschaffenburg, Colos-Saal

ARMORED SAINT haben sich die letzten Jahre rar gemacht, mit „Win Hands Down“ diesen Sommer aber ein saustarkes Album vorgelegt und schieben nun nach den Sommer-Festivalauftritten noch einige Shows nach. Und um es vorwegzunehmen, der heutige Auftritt der Kalifornier ist eines der Konzerthighlights des Jahres.

Bestens gelaunt, bieten die Veteranen eine gelungene Mischung aus Klassikern aus vier Jahrzehnten der Bandgeschichte und beweisen, dass man eigentlich nur saustarkes Material in der Hinterhand hat. Ungewöhnlich ist zunächst der rote Vorhang, den man im Colos-Saal nicht oft sieht und der zusätzliche Spannung verspricht. Und schon beim Opener - dem Titelsong der neuen Scheibe - spürt man die Magie des heutigen Abends. Was folgt, ist eine schweißtreibende Show, bei der Frontmann John Bush schon beim ersten Song so dermaßen transpiriert, als ob es sich heute um ein Festival in der Sahara zur Mittagszeit handeln würde. Für sein Engagement und die perfekte Gesangsleistung verzeiht man ihm dabei gerne sein grauenhaftes Outfit mit der schwarz-weißen Mariachi-Hose und dem Karohemd. Aber nicht nur er genießt die Show, auch der Rest der Truppe hat sichtlich Spaß an dem Auftritt und den begeisternden Publikumsreaktionen. Kritikpunkte gibt es natürlich nicht, aber etwas mehr als 85 Minuten hätte die Show, die mit dem formidablen Schlusstriple 'Reign Of Fire', 'Can U Deliver' und 'Mad House' endet, doch sein können. Bleibt zu hoffen, dass die Truppe bald wieder bei uns vorbeischaut und dann auch 'Last Train Home' und 'Nervous Man' zelebriert.

Im Vorprogramm hat man DIABLO BLVD dabei. Deren wichtigste Funktion ist es, für die Tour Backline und Equipment zur Verfügung zu stellen. Musikalisch passt die Truppe aus Antwerpen allerdings nicht so ganz. Frontmann Alex Agnew (der sonst auch als Stand-up-Comedian tätig ist) fordert das Publikum ständig auf vorzurücken, wobei sein Umherspucken dabei wenig förderlich ist. Freude hat er allerdings am Stadtnamen der Nordfrankenmetropole, denn Aschaffenburg spricht er unzählige Male aus. Letztlich kein schlechter Auftritt, aber neue Fans dürfte man bei dem Veteranenpublikum nicht unbedingt gewonnen haben.

 
SETLIST ARMORED SAINT

Win Hands Down
March Of The Saint
Long Before I Die
An Exercise in Debauchery
Stricken By Fate
Muscle Memory
Symbol Of Salvation
Raising Fear
After Me, The Flood
Mess
Aftermath
Left Hook From Right Field
Reign Of Fire
+++
Can U Deliver
Mad House

Bands:
DIABLO BLVD
ARMORED SAINT
Autor:
Wolfram Küper

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