Festivals & Live Reviews

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GWYN ASHTON , MAGNUM - Aschaffenburg, Colos-Saal

Nachdem Frontmann Bob Catley im Dezember mit Avantasia einen Ausflug in größere Hallen und für ihn exotische Länder machte, nimmt die aktuelle Tour mit seiner Stammformation MAGNUM wieder kleinere Dimensionen an. In Aschaffenburg können sich die Briten aber wie immer auf eine treue Fanbasis verlassen. Dummerweise haben viele der Anwesenden männlichen Fans der Band aber einen mehr oder weniger großen Wohlstandsbauch und transpirieren dabei übermäßig. So ist die Luft im proppenvollen Colos-Saal mehr als grenzwertig. Wer damit keine Probleme hat, darf sich mal wieder über eine interessante Setlist freuen. Gleich fünf Songs vom aktuellen Album (wohl dem besten seit dem Comeback!) finden heute Berücksichtigung, von „On A Storytellers Night“ sind es vier Nummern und 'Back Street Kid' fliegt endlich raus. Schon der Opener 'Back To Earth' ist die erste Überraschung. Überraschend fit ist Mastermind Tony Clarkin, der in den letzten Jahren etwas angeschlagen wirkte, jetzt Spielfreude zeigt und auch Bob Catley – wie immer mit seiner einzigartigen Gestik im Windstrahl – sah lange Zeit nicht mehr so relaxt (und nüchtern?) aus.
Gerade die neuen Nummern kommen gut an, wobei man mit den Lyrics von 'Mother Nature`s Final Dance' (Japan) und 'Freedom Day' (zahlreiche arabische Staaten) wirklich am Puls der Zeit liegt. Zudem dürften einige Songs wohl noch lange Zeit im Programm bleiben. Klassikerdichte gibt es im letzten Drittel des Sets, wobei besonders die traditionellen Schlussnummern 'Kingdom Of Madness' und 'On A Storytellers Night' für Gänsehaut sorgen. Letztlich ein wirklich schöner Konzertabend und man darf jetzt schon hoffen, dass beim nächsten Mal wieder mindestens eine unerwartete Nummer den Weg in die Setlist findet. Wie wäre es mal mit etwas vom sträflich unterbewerteten „Sleepwalking“-Album?
Im Vorprogramm steht mit GWYN ASHTON wieder mal eine Truppe die nicht so ganz passen will. Mit ihrem Blues Rock bekommt die Two-Man-Blues-Army zwar Höflichkeitsapplaus, will aber nicht so recht überzeugen. Wie schön wäre es gewesen, wenn die Insulaner ihr Vorprogramm mit einem Hochkaräter wie Demon besetzt hätten. Aber auch so geht jeder nach zwei Stunden glücklich nach Hause und hofft, dass die Veteranen den Ruhestand vertagen. Und an die Herren vom Colos-Saal die Bitte das nächste Mal die Lüftung mehr aufzudrehen.

Pic: Britta Stippich
 
SETLIST MAGNUM
Back To Earth
When We Were Younger
Wild Angels
Brand New Morning
Mother Nature`s Final Dance
How Far Jerusalem
Spin Like A Wheel
The Moonking
Freedom Day
Les Morts Dansant
Black Skies
All My Bridges
All Englands Eyes
Vigilante
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Kingdom Of Madness
On A Storytellers Night

Bands:
GWYN ASHTON
MAGNUM
Autor:
Wolfram Küper

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