ReviewAlbum

Band
SAVATAGE 
Kategorie
Album 
Heft
RH #12 
Titel
The Dungeons Are Calling 
Erscheinungsjahr
1984 
Note
9.5 

Fast zwei Jahre haben sich sie seit "Sirens" Zeit gelassen, um ein neues Werk auf den Markt zu bringen - doch nun beehren sie uns sogar mit zwei neuen Scheiben. Zum einen haben wir ihr lange angekündigtes Mini-Album "The Dungeons Are Calling", welches für mich eine der besten "Kurz"-LPs überhaupt ist. Gleich das Titelstück, welches ruhig und mit leichtem Stöhnen (geil!!!) beginnt und sofort auch den letzten Headbanger hinterm Ofen hervorholt,ist ein neuer Klassiker. Es erinnert zwar teilweise an ihr 'Sirens' von der gleichnamigen LP, ohne jedoch abgespielt zu wirken. Das Tempo ist nicht besonders hoch, doch die harte Gitarrenarbeit, die präzisen Drumschläge und die darüber hinaus markante Stimme Jon Olivas entlocken wohl jedem einige Nackenbewegungen -Stil- und Tempovergleiche mit Manowar bleiben da nicht aus. Das zweite Stück, 'By The Grace Of The Witch' ist etwas treibender, und die absolute Steigerung wird dann schließlich bei 'Visions (Of Hell)' erreicht, das manche vielleicht noch vom ersten Demo her kennen. Hier schlagen SAVATAGE einmal ganz harte Töne an und beweisen, daß "Speed" kein Fremdwort für sie ist. Seite 2 wird durch das ebenfalls hervorragende 'Midas Knight' eröffnet, dem sich zwei Stücke der ersten und heute sehr raren Avatar-Single anschließen. Bei diesen Stücken fehlen mir einfach die Worte - einfach tierisch, diese Gruppe! Wer an dieser Scheibe vorbeiläuft, ist selber schuld. Von mir bekommt die nach Savage race beste Platte des Jahres eine hochverdiente 9,5. Parallel dazu erscheint auch noch ein neues Album beim Kommerzgiganten Atlantic, bei dem bekanntlich unsere besonderen Lieblinge AC/DC, Twisted Sister und Ratt (Posers will die!!) unter Vertrag sind. Erwartungsgemäß ist das Ganze etwas (aber auch nur etwas) ruhiger und weniger aggressiv geworden, doch auch hier finden wir den typischen SAVATAGE-Stil wieder. Ganz egal, ob es Nackenbrecher wie 'Power Of The Night' und 'Washed Out', verlangsamte Banger wie 'Warrior' und 'Fountain Of Youth', das kommerzielle 'Hard For Love' oder sogar die schöne Ballade 'In The Dream' sind, hier stimmt wieder einmal alles. So gute und gleichsam abwechslungsreiche Scheiben kommen nun mal nicht an einer 9 vorbei. Raise The Fist Of The Metal Child!


Uwe Lerch 9.5

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