Es ist beinahe grotesk, dass erst der großartige, tragikomische 2009er Dokumentarfilm „Anvil! The Story Of Anvil“ den beiden Hartwurst-Hippies Lips (v./g.) und Robb Reiner (dr.) die Aufmerksamkeit und den Erfolg beschert hat, der ihnen eigentlich schon gut 25 Jahre zuvor mit dem bahnbrechenden Drittwerk „Forged In Fire“ gebührt hätte.
Wenn man aus berufenem Munde hört, dass die Highlights der Scheibe wie ´Free As The Wind´, ´Butter-Bust Jerky´, ´Motormount´, ´Winged Assassins´, ´Future Wars´ oder der Titelsong der Karriere der Speed-Metal-Pioniere aus dem kanadischen Toronto seinerzeit fast den Garaus gemacht hätten, versteht man die Welt nicht mehr.
»Die „Forged In Fire“-Listening-Session in Toronto gehört zu den deprimierendsten Erfahrungen, die ich in meinem Leben machen musste. Irgendwie hat keiner der Anwesenden kapiert, was wir mit den Songs bezwecken wollten, weil wir unserer Zeit 20 Jahre voraus waren. So meinten die Leute von unserem Label nur lapidar: „Die Stücke sind viel zu hart, um sie im Radio zu spielen.“ Im Klartext: Nach der Veröffentlichung der Scheibe waren wir unseren Plattendeal los«, klagt ANVIL-Sympathikus Lips (55). »Ein Jahr später wurden dann aber Acts wie Metallica und Slayer unter Vertrag genommen, während wir in der wichtigen Zeitspanne von 1983 bis ´87 ohne Deal dastanden, obwohl unser Manager David Krebs uns überall wie saures Bier angeboten hat. Ironischerweise haben wir mit der Scheibe, die uns fast unsere Karriere gekostet hat, viele andere...
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