Online-MegazineInterview

NERVOSA


Hass ist ihr Hobby

NERVOSA

NERVOSA haben mit „Downfall Of Mankind“ ihr bis dato wohl brutalstes Werk vorgelegt. Ein formidabler Grund, um bei Gitarristin Prika Amaral durchzuklingeln, um mit ihr unter anderem die Veränderungen und Neuerungen vor dem berühmt-berüchtigten dritten Album sowie brasilianische Genregrößen zu sprechen.


Prika, ihr habt gerade eure neue Scheibe „Downfall Of Mankind“ veröffentlicht, die sehr roh klingt und meiner Meinung nach eure härteste Scheibe bis dato darstellt. Gibt es einen speziellen Grund, warum die Scheibe so brutal ausgefallen ist?

»Ein ganz entscheidender Grund ist unsere neue Drummerin Luana Dametto. Sie hat vorher in einer Death-Metal-Band gespielt, was dazu geführt hat, dass wir mehr Blastbeats und generell mehr Death-Metal-Trademarks in die Songs gepackt haben. Wir wollten aber auch ein aggressiveres Album machen, und da half es, dass wir in den letzten Jahren viel getourt sind, was uns zu besseren Musikerinnen gemacht hat. Wir können jetzt schnellere Sachen spielen!«

Neben dem Drumming ist aber auch der Gesang nochmal eine Ecke fieser geworden. Gerade eure zweite Single 'Never Forget, Never Repeat' hat fast schon einen Black/Death-Vibe.

»Die Nummer ist tatsächlich der schnellste Track auf dem Album. Ganz entscheidend ist, dass sich Fernanda als Sängerin enorm weiterentwickelt hat. Sie entdeckt auf jeder Tour und in jedem Songwritingprozess neue Facetten ihrer Stimme kennen. Durch diesen konstanten Lernprozess, nicht nur bei ihr, probieren wir dann beim Songwriting auch neue Sachen aus.«

Ihr habt im letzten Interview mit uns zur „Agony“-Platte erzählt, dass ihr euer nächstes Album in Europa aufnehmen wollt. Mit Martin Furia habt ihr die neue Platte jetzt aber mit einem Argentinier in Brasilien aufgenommen.

»Das hat hauptsächlich zwei Gründe: Zum einen sind wir ja eine brasilianische Band, die durch unsere Tourneen sehr viel im Ausland unterwegs ist. Da ist es auch mal schön, für einige Zeit zu Hause zu sein. Zum anderen ist es natürlich sehr teuer für uns, eine komplette Platte in Europa aufzunehmen, weshalb es für uns einfach logischer war, das in Brasilien zu machen. Ein bisschen Europa haben wir aber trotzdem in der Aufnahme, denn Martin ist zwar Argentinier, lebt aber in Belgien. Er ist außerdem unser Live-Tontechniker, und als wir ihn fragten, war er sofort Feuer und Flamme, nach Brasilien zu kommen, um das Album zu produzieren. Der Traum, einmal in Europa aufzunehmen, steht aber immer noch und wird vielleicht was, wenn wir mehr Zeit und Geld dafür haben (lacht).«



Neben Martin Furia als Produzent sind mit Michael Gilbert (g., Flotsam & Jetsam), João Gordo (v., Ratos de Porão) und Rodrigo Oliveira (dr., Korzus) drei Gäste auf der Platte vertreten. Michael Gilbert ist mir natürlich ein Begriff, aber wer sind die anderen beiden?

»Ratos de Porão sind ist eine der wichtigsten brasilianischen Metal/Crossover-Bands und einer unserer größten Einflüsse, gerade wenn es um unsere Texte geht. Mit João aufzunehmen ist ein absoluter Traum von uns gewesen, er hat bei 'Cultura do Estupro' (auf deutsch etwa „Vergewaltigungskultur“, mbl) nicht nur den Gesang übernommen, sondern auch den Text und die Melodielinie geschrieben. Korzus sind ebenfalls eine wichtige und große Band in Brasilien, die es auch schon seit den Achtzigern gibt. Rodrigo ist ein guter Freund und es war großartig, mit ihm zu schreiben und aufzunehmen. Michael Gilbert kennen wir von unserer gemeinsamen Tour zusammen mit Destruction und Enforcer. Das interessante an Flotsam & Jetsam ist, dass sie zwar Thrash Metal spielen, aber viele Einflüsse aus dem Heavy Metal haben, was ihn für das Solo im Bonustrack 'Selfish Battle' prädestiniert hat.«

Gerade haben wir über eure neue Drummerin Luana gesprochen, aber warum hat ihre Vorgängerin Pitchu Ferraz NERVOSA letztes Jahr eigentlich verlassen?

»Pitchu hat das Tourleben auf Dauer nicht gefallen. Wir sind sehr viel unterwegs und sie hat auf den Touren ihre Familie sehr vermisst.«

Eine neue Tour steht bei euch jetzt auch an, ihr kommt im Sommer nach Europa. Wie sind die Erwartungen?

»Wir freuen uns total auf die Tour, denn wir können endlich die neuen Songs präsentieren! Wir lieben die neuen Tracks unheimlich und außerdem ist es schön, nach zwei Jahren mit mehr oder weniger der gleichen Setlist wieder etwas Abwechslung zu haben.«

 

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