RH #272ToneZone

OPETH

Psychedelische Meisterwerke

Wenn es in den letzten Jahren eine Band gab, die mit mutiger, unkonventioneller Musik Erfolg hatte, dann waren das OPETH. Deshalb gibt es zurzeit wohl keinen besseren Gesprächspartner als Mikael Åkerfeldt, um über künstlerische Freiheit, das Musikgeschäft und das Schreiben von Zehn-Minuten-Songs zu sprechen.

Mikael, auf den letzten beiden Alben hat sich der Look und Sound von OPETH weiter vom Death Metal in Richtung 70er Jahre verschoben. Gibt es einen Moment oder eine Erkenntnis, die das bewirkt haben, oder war das ein fließender Prozess?

»Einen bestimmten Zeitpunkt gab es nicht. Es ist aber klar, dass ich zur Zeit unseres ersten Albums noch einen Tunnelblick auf die Musik hatte, der nach und nach erweitert wurde. Heute bin ich froh, viel mehr Musik zu kennen und die vielfältigen Einflüsse direkt in den Sound von OPETH einsetzen zu können. Das war ein langer Weg.«

 

Die Musik, über die du sprichst, sind zum Beispiel obskure Krautrock-Bands, die gerade mal eine Handvoll Insider kennen. Wie bist du damit in Berührung gekommen? In der Öffentlichkeit findet diese Musik ja nicht mehr statt.

»Ein Freund von mir hatte einen Plattenladen in Stockholm, der jetzt leider geschlossen ist. Gerade über ihn lernte ich ein paar verrückte Bands kennen. Irgendwann weiß man, wo man suchen muss, und findet auch auf eigene Faust ein paar Favoriten.

Außerdem interessiere ich mich wieder für die Musik meiner Kindheit. Das kam vor einigen Jahren noch nicht in Frage, aber ich habe mir erst vor...

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