RH #239Tourtagebuch

IN EXTREMO

TOURSTORY: Mit IN EXTREMO in Mexiko, Chile und Argentinien

Fans, die nicht Deutsch sprechen, dafür aber komplette Lieder auf Deutsch singen, bewaffnete Drogenbanden, faule Plattenfirmenmitarbeiter, Teleshopping gegen fette Ärsche, Hochsommer und Unwetterkatastrophen - das alles erlebten IN EXTREMO auf ihrer Abenteuerreise, die die Mittelalterbarden nach Mexiko, Chile und Argentinien führte. Im Handgepäck: ein Mühlmann.

Es gibt kein Ende. Und keinen Anfang. Dieses Lichtermeer ist überall, unendlich und verschlingt einfach alles. Los Angeles? Ein Dorf! New York auch. Na ja, von Hamburg oder Berlin ganz zu schweigen. Der Anflug auf Mexiko-Stadt, der größten Stadt der Welt, fast schon selbst eine eigene Welt, ist wie ein Eintauchen in pure Elektrizität. Die Steigerungsform von riesig. Hier leben 20 Millionen Menschen. Manche sagen, es seien sogar 25 Millionen. Wie viele es letztlich auch sein mögen, diese Stadt ist ein Moloch, stickig, schmutzig, hektisch, angsteinflößend. Wie man hier nur leben kann...

Suldi lebt hier. Der sympathische Glatzkopf heißt eigentlich Michael Suldinger, Herstellerland Schwaben. Nach etlichen Jahren im deutschen Musikbusiness kehrte der Freak Europa den Rücken zu, wanderte aus und jobbt seitdem als Tourmanager, Booker und Hansdampf in allen Gassen. »Ich arbeite hauptsächlich für The Prodigy als US-Tourmanager. Das gibt ordentlich Kohle. Und in Mexiko lässt´s sich für ein paar Dollar verdammt gut leben.« Steuern zahlen? Was ist das? Ein Konto bei einer mexikanischen Bank? Haben nur die Dummen! »Mexiko«, sagt...

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