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REVIEW 8.0 19.10.1990

(Album, RH 44, 1990)

WARRANT - Cherry Pie

Also, ich verstehe die Welt nicht mehr! Wenn Kupfer mich sieht, dreht er sich kopfschüttelnd weg, Stratmann ist schon länger sprachlos, ja, und selbst Kühnemund spielt sich eher verschämt an den Eiern rum, als mit mir ein Wort zu sprechen - und das alles nur, weil ich die neue WARRANT gut finde! Ja, Leute, ihr habt richtig gelesen! Gut, ich gebe zu, ich ging mit der redaktionsüblichen Anti-Warrant-Stimmung an diese Besprechung heran, denn das Debüt fand ich auch abstoßend ekelhaft. 'Cherry Pie' bestätigt dann auch gleich meinen Negativ-Eindruck: wieder so ein Schmalz-Stampf-Hüpf-Album amerikanischer Machart. Beim zweiten Song 'Uncle Tom's Cabin' horche ich allerdings auf, denn was ist das?? Geile Akustikparts wechseln sich mit rauhen Gitarrenläufen ab. Sieh an, sieh an! Im Glauben noch, dies sei ein einmaliger positiver Ausrutscher, sagen mir die folgenden 'Bed Of Roses' und 'I Saw Red' überraschenderweise auch zu. Sollte mir diese LP etwa gefallen? 'Sure Feels Good To Me' überzeugt mich von meinem Eindruck, ein kurzweiliger, flotter Headbanger. Nun, Seite 1 überstanden, und der Eindruck ist mehr als positiv. Ganz verstört ob dieses gelungenen Ergusses (nicht meiner, ihr Schweine!) startet auch Seite 2 gut durch, allerdings nicht mit der Konstanz. Hier liegen die Stärken im treibenden 'Mr. Rainmaker', der schönen Halbballade 'Blind Faith' und dem Sleaze-angehauchten 'Train, Train'. Im Endeffekt ist "Cherry Pie" also eine sehr gute Hardrock-Platte mit echtem Street-Feeling geworden - und auch auf die Gefahr hin, daß Kühnemund aus blankem Ärger bald an seinen Eiern kaut, ist mir die neue WARRANT eine dicke 8 wert!

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